5. Bad Königshofen Open

       

Ergebnisse

Zu den Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9
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Tabelle

Stand nach der 9. Runde
Nr. Teilnehmer ELO DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte Buchh BuSumm
1. Reich, Thomas 2442 2372 17W1 8S1 2W½ 4S1 5W1 6S1 3S½ 7W1 12S1 8.0 45.5 403.5
2. Schmid, Michael 2180 2128 14S1 12W1 1S½ 5W1 3S½ 4W½ 7S1 6W1 9W½ 7.0 47.0 402.0
3. Christen, Pierre 2056 2056 15W1 5W0 16S1 7S1 2W½ 8S1 1W½ 4W1 6S½ 6.5 47.0 392.0
4. Pirs, Matjaz 2260 2088 9S½ 17W1 12S1 1W0 8W1 2S½ 5W½ 3S0 13W1 5.5 46.5 386.0
5. Suren, Peter 2224 2094 13W1 3S1 7W1 2S0 1S0 9W½ 4S½ 10W1 8S0 5.0 50.0 385.0
6. Fischer, Thomas 2030 1985 10S1 7W0 9S½ 14W1 13S1 1W0 8S1 2S0 3W½ 5.0 48.0 373.5
7. Hering, Sven 2101 1875 11W1 6S1 5S0 3W0 14S1 16W1 2W0 1S0 17W1 5.0 45.0 374.5
8. Neubauer, Jaro 2071 1959 16S1 1W0 10S1 9W1 4S0 3W0 6W0 18S1 5W1 5.0 42.0 385.5
9. Weigand, Hans-Christian   2041 4W½ 11S½ 6W½ 8S0 15W1 5S½ 10W½ 12W½ 2S½ 4.5 44.0 374.0
10. Bauer, Andreas   1422 6W0 15S1 8W0 11S½ 12S½ 13W1 9S½ 5S0 18W1 4.5 35.5 356.0
11. Günsch, Hans-Georg   1720 7S0 9W½ 14S0 10W½ 18S1 12W½ 17S½ 16W1 15S½ 4.5 30.5 340.0
12. Patzer, Joachim 1988 1802 18W1 2S0 4W0 15S½ 10W½ 11S½ 14W1 9S½ 1W0 4.0 41.0 352.0
13. Lewandowski, Matthias   1688 5S0 14W½ 17S1 16W½ 6W0 10S0 18S1 15W1 4S0 4.0 32.5 354.5
14. Früchel, Marcel   1480 2W0 13S½ 11W1 6S0 7W0 18W1 12S0 17S½ 16W½ 3.5 35.0 350.0
15. Weikert, Benedikt   1603 3S0 10W0 18S1 12W½ 9S0 17W½ 16S1 13S0 11W½ 3.5 33.5 336.5
16. Beyersdorf, Gunter   1682 8W0 18S1 3W0 13S½ 17W1 7S0 15W0 11S0 14S½ 3.0 34.5 337.0
17. Günthner, Arthur 1651 1561 1S0 4S0 13W0 18W1 16S0 15S½ 11W½ 14W½ 7S0 2.5 37.0 337.5
18. Früchel, Thomas   958 12S0 16W0 15W0 17S0 11W0 14S0 13W0 8W0 10S0 0.0 34.5 321.5

Rundenergebnisse

Runde 9

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Samstag 12.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Patzer Joachim 1988 IM Reich Thomas 2442 0-1 Nachspielen
2   Schmid Michael 2180   Weigand Hans-Christian 2041 ½-½ Nachspielen
3   Fischer Thomas 2030   Christen Pierre 2056 ½-½ Nachspielen
4   Neubauer Jaroslaus 2071   Suren Peter 2224 1-0 Nachspielen
5 FM Pirs Matjaz 2260   Lewandowski Matthias 1688 1-0 Nachspielen
6   Weikert Benedikt 1603   Günsch Hans-Georg 1720 ½-½ Nachspielen
7   Hering Sven 2101   Günthner Arthur 1651 1-0 Nachspielen
8   Bauer Andreas 1422   Früchel Thomas 958 1-0 Nachspielen
9   Früchel Marcel 1480   Beyersdorf Gunter 1682 ½-½ Nachspielen
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IM Thomas Reich ist Sieger des 5. Bad Königshofen Opens, zweiter wird Lokalmatador Michael Schmid und auf dem dritten Platz konnte sich souverän der Luxemburger Pierre Christen etablieren. Reich gab sich auch in der letzten Partie keine Blöße und gewann standesgemäß gegen den Schweinfurter Joachim Patzer. In der Partie gewann er durch das überlegene Läuferpaar im Endspiel einen Bauern, den er zum entfernten Freibauern erhob. Patzer hatte damit keine Gegenchancen mehr. Reich gewann das Turnier damit mit einem Punkt Abstand gegen Michael Schmid, der sich heute mit einem Remis begnügte und damit seinen zweiten Platz absicherte, nachdem sich Christen seinerseits seinen dritten Platz mit einem Remis holte.

FM Matjaz Pirs erreichte mit einem schnellen Sieg über Lewandowski noch den vierten Platz, da nach 17.a5 entweder Lewandowskis Spinger verlorengeht oder mit La4 Dame und König aufgespießt werden. Er überholte damit noch Peter Suren, der sich in der längsten Partie des Tages Jaroslaus Neubauer geschlagen geben musste. Neubauer opferte beide Türme für ein Familienschach, womit er im Gegenzug die Dame und zwei Bauern eroberte. Als er dann noch durch den vorgerückten Bauern einen Turm schlagen konnte, war die Partie im Prinzip vorbei. Suren wehrte sich noch einige Züge, doch letztendlich half es nichts mehr.

Runde 8

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Freitag 11.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Reich Thomas 2442   Hering Sven 2101 1-0 Nachspielen
2   Schmid Michael 2180   Fischer Thomas 2030 1-0 Nachspielen
3   Christen Pierre 2056 FM Pirs Matjaz 2260 1-0 Nachspielen
4   Suren Peter 2224   Bauer Andreas 1422 1-0 Nachspielen
5   Weigand Hans-Christian 2041   Patzer Joachim 1988 ½-½ Nachspielen
6   Lewandowski Matthias 1688   Weikert Benedikt 1603 1-0 Nachspielen
7   Günsch Hans-Georg 1720   Beyersdorf Gunter 1682 1-0 Nachspielen
8   Früchel Thomas 958   Neubauer Jaroslaus 2071 0-1 Nachspielen
9   Günthner Arthur 1651   Früchel Marcel 1480 ½-½ Nachspielen
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Reich gewann auch heute seine Partie gegen Hering, der einen Bauernverlust übersah und sich daraufhin entschied, die Dame für Läufer und Turm zu geben, anstatt in gedrückter Stellung auszuharren. Reich sammelte weiter Vorteile, so dass er mit Dame gegen Turm spielte. Schließlich konnte er in ein gewonnenes Endspiel mit Mehrläufer abwickeln. Michael Schmid bleibt ihm mit einem halben Punkt Abstand auf den Fersen. Schmid gewann ebenfalls in einem Königshöfer Lokalduell gegen Thomas Fischer. Dieser hielt gut mit, übersah dann aber die taktische Pointe 29.Txg6+ und angesichts mindestens zweier verlorener Bauern gab er auf.

Pierre Christen bezwang den um 200 ELO-Punkte höher gewerteten Matjaz Pirs und dürfte sich damit den dritten Platz gesichert haben. Christen behielt sein Läuferpaar bis ins Endspiel, wo er sich mit einer taktischen Finte einen Bauern erobern konnte. Dann konnte er auch noch Pirs gefährlichen Bauern beseitigen. Der Rest war eine Sache der Technik. Benedikt Weikert hatte eine gute Druckstellung gegen Lewandowski aufgebaut und sah auch den starken Bauernvorstoß c4, der auch schon vorher ging, wickelte dann aber falsch ab und geriet schließlich in Nachteil. Lewandowski sammelte Bauer um Bauer und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Im zweiten vereinsinternen Königshöfer Duell zwischen Hans-Georg Günsch und Gunter Beyersdorf sah Beyersdorf zunächst schlecht aus, denn er verlor in der Eröffnungsphase gleich zwei Bauern. Nach einigen Abtäuschen konnte er aber mit einer Mattdrohung einen Läufer von Günsch erhaschen und die Partie schien wieder ausgeglichen. Beyersdorf hatte sogar die Chance, mit 39...Df2 entscheidend in Vorteil zu kommen, doch stattdessen tauschte er die Damen ab. Schließlich liefen auf beiden Seiten Bauern zur Dame und dann machte Beyersdorf den entscheidenden Fehler, indem er Günsch erlaubte, sich eine zweite Dame zu verschaffen.

Runde 7

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Donnerstag 10.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Christen Pierre 2056 IM Reich Thomas 2442 ½-½ Nachspielen
2   Hering Sven 2101   Schmid Michael 2180 0-1 Nachspielen
3 FM Pirs Matjaz 2260   Suren Peter 2224 ½-½ Nachspielen
4   Neubauer Jaroslaus 2071   Fischer Thomas 2030 0-1 Nachspielen
5   Weigand Hans-Christian 2041   Bauer Andreas 1422 ½-½ Nachspielen
6   Patzer Joachim 1988   Früchel Marcel 1480 1-0 Nachspielen
7   Beyersdorf Gunter 1682   Weikert Benedikt 1603 0-1 Nachspielen
8   Günthner Arthur 1651   Günsch Hans-Georg 1720 ½-½ Nachspielen
9   Früchel Thomas 958   Lewandowski Matthias 1688 0-1 Nachspielen
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Spitzenreiter IM Reich erlaubte sich heute ein Remis gegen Christen, ohne seine Führungsposition zu gefährden. Michael Schmid konnte dadurch wieder auf einen halben Punkt an Reich heranrücken, denn sein Gegner vergriff sich und erlaubte Schmid das wunderschöne Springeropfer 25...Sf3+, wonach Herings Stellung sofort zusammenbrach. Im Verfolgerfeld einigten sich Pirs und Suren auf ein schnelles Remis, obwohl Pirs bereits einen Springer auf e6 platzieren konnte und damit eigentlich besser stand.

Unser Nachwuchsstar Thomas Fischer rang den Schweinfurter Jaroslaus Neubauer mit einer Partie aus einem Guss nieder. Neubauers Bauernschwächen auf der c-Linie führten auf lange Sicht zu einem Bauerngewinn, und im Endspiel kam ein zweiter hinzu. Der Freibauer auf der e-Linie entschied dann das Spiel. Im vereinsinternen Duell zwischen Beyersdorf und Weikert gewinnt letzterer nach einer hübschen Kombination einen Läufer und damit die Partie. Beyersdorf bot mit seinem Patzer 28.Ld4 noch Remis an. Ob er es tat, weil er seinen Fehler bemerkte, entzieht sich der Kenntnis des Kommentators. Dies bestätigt nur wieder einmal eine Schacherfahrung, dass Patzer oft mit oder kurz nach einem Remisangebot passieren.

Hans-Georg Günsch musste sich mit einem Remis gegen den jungen Arthur Günthner zufriedengeben, nachdem er bereits in der Eröffnung einen Springer gewonnen hatte und eine drückend überlegene Stellung besaß. Mit der Sequenz 14...Lxc3 15.Dxc3 Txd3 hätte er sogar einen weiteren Läufer gewinnen können. Stattdessen stellte er später die Mehrfigur enprise, womit sein Vorteil dahin war.

Runde 6

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Mittwoch 09.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Fischer Thomas 2030 IM Reich Thomas 2442 0-1 Nachspielen
2   Schmid Michael 2180 FM Pirs Matjaz 2260 ½-½ Nachspielen
3   Neubauer Jaroslaus 2071   Christen Pierre 2056 0-1 Nachspielen
4   Suren Peter 2224   Weigand Hans-Christian 2041 ½-½ Nachspielen
5   Hering Sven 2101   Beyersdorf Gunter 1682 1-0 Nachspielen
6   Günsch Hans-Georg 1720   Patzer Joachim 1988 ½-½ Nachspielen
7   Bauer Andreas 1422   Lewandowski Matthias 1688 1-0 Nachspielen
8   Weikert Benedikt 1603   Günthner Arthur 1651 ½-½ Nachspielen
9   Früchel Marcel 1480   Früchel Thomas 958 1-0 Nachspielen
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Michael Schmid einigte sich mit Matjaz Pirs auf ein schnelles Remis, so hatte Thomas Reich die Chance, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Diese nutzte er auch. Unsere Nachwuchshoffnung Thomas Fischer wehrte sich zwar lange, brach dann aber doch ein, nachdem er wegen des Einbruchs am Damenflügel schon wie gelähmt war. Die Chancen von Jaroslaus Neubauer hielten sich gegen Pierre Christen im Endspiel lange die Waage, dann brach Christen entscheidend in seine Stellung ein und in eh schon fast hoffnungsloser Lage stellte Neubauer den Turm ein.

Eine interesante Partie entwickelte sich zwischen Suren und Weigand, der im Endspiel einen Läufer opferte, um drei Bauern zu erhalten, die sich zu starken Freibauern entwickelten. Suren konnte aber mithilfe seines Springers das Remis halten. Benedikt Weikert hatte schon ein gewonnenes Endspiel gegen Günthner auf dem Brett, als er im 41. Zug seinen Vorteil wegwurf.

Runde 5

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Dienstag 08.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Reich Thomas 2442   Suren Peter 2224 1-0 Nachspielen
2   Christen Pierre 2056   Schmid Michael 2180 ½-½ Nachspielen
3 FM Pirs Matjaz 2260   Neubauer Jaroslaus 2071 1-0 Nachspielen
4   Lewandowski Matthias 1688   Fischer Thomas 2030 0-1 Nachspielen
5   Früchel Marcel 1480   Hering Sven 2101 0-1 Nachspielen
6   Patzer Joachim 1988   Bauer Andreas 1422 ½-½ Nachspielen
7   Weigand Hans-Christian 2041   Weikert Benedikt 1603 1-0 Nachspielen
8   Beyersdorf Gunter 1682   Günthner Arthur 1651 1-0 Nachspielen
9   Früchel Thomas 958   Günsch Hans-Georg 1720 0-1 Nachspielen
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Da Christen und Schmid heute ein kurzes Remis in verkeilter Stellung gaben, konnte sich Favorit IM Thomas Reich erstmals alleine an die Spitze setzen. Gegner Peter Suren eroberte in Mittelspiel sogar einen Bauern, doch kurz darauf drang Reich durch ein Qualitätsopfer mit der Dame in seine Königsstellung ein. Hiermit wurde die sträflich hinausgezögerte Rochade von Suren bestraft. Suren hätte die Situation mit 26...Tg8 noch retten können, aber nach Kf8 entschied das Springeropfer Sg5, und Surens Stellung fiel endgültig auseinander.

In einer positionell schön geführten Partie eroberte sich Pirs einen Bauern, der als Freibauer auf d6 in Zusammenspiel mit dem Läufer Neubauers Stellung komplett lähmte. Mit einem Qualitätsopfer, das Neubauer aber nicht annahm, brachte Pirs einen weiteren Freibauern ins Spiel und Neubauer war gezwungen, seinen Springer gegen die Bauern zu opfern. Das Materialübergewicht reichte Pirs dann zum Sieg.

Das Bad Königshöfer Jungtalent Thomas Fischer konnte sich mit einem Königsangriff gegen Lewandowski durchsetzen. Der Angriff führte zwar nicht zum Matt, aber es sprang immerhin ein Turm dabei heraus, was Lewandowski zur Aufgabe veranlasste. Der zehnjährige Andreas Bauer konnte gegen den Schweinfurter Routinier Patzer, der 500 DWZ-Punkte mehr aufzuweisen hat, ein Remis halten, obwohl Patzer schon Qualität und Bauern mehr hatte und Fritz zwischenzeitlich drei Bauerneinheiten Vorteil für ihn anzeigte. In den übrigen Partien setzen sich die Favoriten durch.

Runde 4

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Montag 07.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Schmid Michael 2180   Suren Peter 2224 1-0 Nachspielen
2 FM Pirs Matjaz 2260 IM Reich Thomas 2442 0-1 Nachspielen
3   Hering Sven 2101   Christen Pierre 2056 0-1 Nachspielen
4   Neubauer Jaroslaus 2071   Weigand Hans-Christian 2041 1-0 Nachspielen
5   Fischer Thomas 2030   Früchel Marcel 1480 1-0 Nachspielen
6   Lewandowski Matthias 1688   Beyersdorf Gunter 1682 ½-½ Nachspielen
7   Weikert Benedikt 1603   Patzer Joachim 1988 ½-½ Nachspielen
8   Günsch Hans-Georg 1720   Bauer Andreas 1422 ½-½ Nachspielen
9   Günthner Arthur 1651   Früchel Thomas 958 1-0 Nachspielen
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Die spannendste Partie war in dieser Runde auch die längste, nämlich die Spitzenbegegnung zwischen den beiden Königshöfern Michael Schmid und Peter Suren. Das Match wogte ständig hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. Zuerst stand Suren gedrängt, mit vielen Bauernschwächen. Doch irgendwie konnte er sich konsolidieren und sogar erheblichen Druck auf der g-Linie aufbauen. Suren schien aber einige Gelegenheiten auszulassen, die Initiative komplett an sich zu reißen, so etwa das aussichtsreiche Qualitätsopfer 46...Txd6 oder der Durchzug des Bauern 51...g3. Schmid konnte aber solide erwidern und schlussendlich entschieden seine zwei Mehrbauern.

Nach dem Intermezzo von Suren übernahm nun wieder IM Reich die Tabellenspitze. Durch eine Fesselung konnte er einen Bauern gewinnen und verwertete diesen souverän im Turnendspiel. Christen gewann durch einen Blackout seines Gegners Hering, der eine Drohung mit einer Gegendrohung beantwortet, dann aber nach dem Schlagen nur den Bauern statt den Läufer nahm. Kurios auch der Gewinn von Neubauer gegen Weigand, der für den letzten Zug noch eine Minute Zeit hatte, diese aber herunterlaufen ließ. In letzter Sekunde machte er seinen Zug, doch zu spät, denn das Blättchen fiel, während er die Uhr drückte. Benedikt Weigand verpasste eine Unaufmerksamkeit seines Gegners Patzer und die klare Siegchance 41.g6 im Bauernendspiel, wonach einer seiner Königsflügelbauern unaufhaltsam zum Umwandlungsfeld durchgegangen wäre.

Runde 3

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Sonntag 06.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Reich Thomas 2442   Schmid Michael 2180 ½-½ Nachspielen
2   Suren Peter 2224   Hering Sven 2101 1-0 Nachspielen
3   Patzer Joachim 1988 FM Pirs Matjaz 2260 0-1 Nachspielen
4   Bauer Andreas 1422   Neubauer Jaroslaus 2071 0-1 Nachspielen
5   Beyersdorf Gunter 1682   Christen Pierre 2056 0-1 Nachspielen
6   Weigand Hans-Christian 2041   Fischer Thomas 2030 ½-½ Nachspielen
7   Früchel Marcel 1480   Günsch Hans-Georg 1720 1-0 Nachspielen
8   Günthner Arthur 1651   Lewandowski Matthias 1688 0-1 Nachspielen
9   Früchel Thomas 958   Weikert Benedikt 1603 0-1 Nachspielen
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In der Spitzenbegegnung zwischen IM Thomas Reich und Michael Schmid konnte letzterer dem Favoriten nicht nur ein Remis abnehmen, er hatte ihn schon am Rand einer Niederlage. Schmid war mit seinen Schwerfiguren auf die erste Reihe des Gegners eingedrungen und machte seinem König schwer zu schaffen, fand dann aber keinen Gewinnweg. Sein Qualitätsopfer brachte nichts ein und so musste er sich mit Remis per Dauerschach begnügen. Peter Suren hatte mit Sven Hering wenig Probleme, denn dieser fraß einen vergifteten Bauern, woraufhin sein Läufer gefangen wurde. Beim Versuch, diesen zu retten, ging auch noch ein weiterer Springer drauf. Zwar hatte Suren auch ein paar Bauern eingebüßt und seine Stellung sah ziemlich ruinenhaft aus, aber das Materialübergewicht setzte sich letztendlich durch. Suren übernahm damit als einziger mit drei Siegen die Spitze der Tabelle.

Eine kleine Überraschung gab es, als der erst 13-jährige Marcel Früchel den Königshöfer Routinier Hans-Georg Günsch überspielte. Günsch hätte einen Mehrbauern erobern können, versuchte aber erst die in seine Stellung eingedrungenen gegnerischen Figuren zu vertreiben, wobei er eine schöne Kombination von Früchel übersah, durch die er eine Figur verlor. Günsch gab daher auf. In den weiteren Partien gewannen die jeweiligen Favoriten unspektakulär.

Runde 2

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Samstag 05.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Neubauer Jaroslaus 2071 IM Reich Thomas 2442 0-1 Nachspielen
2   Christen Pierre 2056   Suren Peter 2224 0-1 Nachspielen
3   Schmid Michael 2180   Patzer Joachim 1988 1-0 Nachspielen
4   Fischer Thomas 2030   Hering Sven 2101 1-0 Nachspielen
5 FM Pirs Matjaz 2260   Günthner Arthur 1651 1-0 Nachspielen
6   Günsch Hans-Georg 1720   Weigand Hans-Christian 2041 ½-½ Nachspielen
7   Lewandowski Matthias 1688   Früchel Marcel 1480 ½-½ Nachspielen
8   Früchel Thomas 958   Beyersdorf Gunter 1682 0-1 Nachspielen
9   Weikert Benedikt 1603   Bauer Andreas 1422 0-1 Nachspielen
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Wie erwartet führt IM Thomas Reich die Tabelle an, gefolgt von den beiden Königshöfern Michael Schmid und Peter Suren. Letzterer hatte jedoch eine Menge Glück, denn er hatte sich im Eifer des Gefechts seine Dame selbst komplett verbaut. Sein Gegner Christen sah dies zwar und griff die nicht ausweichen könnende Monarchin mit dem Läufer an, ließ sich aber von Surens Schwindelversuch verwirren und schlug letztendlich kein Kapital aus der Situation. Als Christen dann noch das Schlagen des starken Bauerns auf f3 hinauszögerte, konnte dies Suren durch einige Abtäusche komplett verhindern und der Bauer war letztendlich der entscheidende Faktor im Bauernendspiel, denn das Eindringen des schwarzen Königs in die weiße Stellung war nicht mehr zu verhindern.

Der Königshöfer Michael Schmid konnte sich souverän gegen Joachim Patzer (SK Schweinfurt 2000) durchsetzen. Er knackte die schon gelockerte Königsstellung mit ein paar Bauernabtäuschen und drang entscheidend mit der Dame ein. So einfach kann Schach sein, könnte man beim Nachspielen der Partie denken. Nicht so gut lief es bei Bad Königshofens Jugend. Benedikt Weikert stellte in einem für ihn unangenehmen Endspiel mit einem Minusbauern aus heiterem Himmel einen Turm ein.

Nachwuchsstar Thomas Fischer konnte gegen Sven Hering in der Eröffnung eine Qualität gewinnen, hatte dann aber zeitweise Probleme, seine schlecht postierten Figuren zu entwickeln. Als er sich gerade herausgearbeitet hatte und einen Königsangriff inszenierte, unterlief ihm ein Fehler. Anstatt die angegriffene Dame wegzuziehen, versuchte er ein Zwischenschach, ohne zu bedenken, dass die gegnerische Dame den schachgebenden Springer trotz Deckung einfach wegnehmen kann. Durch den Springerverlust stand er nun in der Defensive und hatte im Endspiel letztendlich keine Chance mehr.

Runde 1

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Freitag 04.08.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Reich Thomas 2442   Günthner Arthur 1651 1-0 Nachspielen
2   Weigand Hans-Christian 2041 FM Pirs Matjaz 2260 ½-½ Nachspielen
3   Suren Peter 2224   Lewandowski Matthias 1688 1-0 Nachspielen
4   Früchel Marcel 1480   Schmid Michael 2180 0-1 Nachspielen
5   Hering Sven 2101   Günsch Hans-Georg 1720 1-0 Nachspielen
6   Beyersdorf Gunter 1682   Neubauer Jaroslaus 2071 0-1 Nachspielen
7   Christen Pierre 2056   Weikert Benedikt 1603 1-0 Nachspielen
8   Bauer Andreas 1422   Fischer Thomas 2030 0-1 Nachspielen
9   Patzer Joachim 1988   Früchel Thomas 958 1-0 Nachspielen
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Keine besonderen Vorkommnisse in der ersten Runde, könnte man sagen. Nur Matjaz Pirs, der sich frühzeitig auf ein Salonremis einließ, verhinderte ein lupenreines Erwartungsergebnis für eine erste Runde eines Opens, denn aufgrund der großen Bandweite an Spielstärken konnten alle Favoriten Ihre Schäflein ins Trockene bringen. Weitgehend setzte sich die bessere Spielstärke souverän durch.

Nur in zwei Partien mit Königshöfer Beteiligung konnten die Außenseiter mithalten. In der Partie Bauer-Fischer hatte der erst zehnjährige Andreas Bauer gute Chancen, das Endspiel aufgrund der besseren Freibauern für sich zu entscheiden. Aber Fischer konnte taktische Verwicklungen inszenieren und Bauer übersah ein Abzugsschach, wonach er den Einzug eines Bauern nur noch durch ein Turmopfer verhindern konnte.

Bei der Begegnung Früchel-Schmid stand das Brett in Flammen und beide fuhren Königsangriffe ohne Rücksicht auf Verluste. Früchel hätte Schmids Angriff mit 33.Kd3 in Leere laufen lassen und damit selbst entscheidend zum Zug kommen können, aber die Verteidigung 33.b3 erlaubte weitere Schachs und damit den erfolgreichen Abschluss des Angriffs des Favoriten.

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