5. Bad Königshofen Open
Ergebnisse
Zu den Runden: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
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Tabelle
| Stand nach der 9. Runde |
| Nr. |
Teilnehmer |
ELO |
DWZ |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
Punkte |
Buchh |
BuSumm |
| 1. |
Reich, Thomas |
2442 |
2372 |
17W1 |
8S1 |
2W½ |
4S1 |
5W1 |
6S1 |
3S½ |
7W1 |
12S1 |
8.0 |
45.5 |
403.5 |
| 2. |
Schmid, Michael |
2180 |
2128 |
14S1 |
12W1 |
1S½ |
5W1 |
3S½ |
4W½ |
7S1 |
6W1 |
9W½ |
7.0 |
47.0 |
402.0 |
| 3. |
Christen, Pierre |
2056 |
2056 |
15W1 |
5W0 |
16S1 |
7S1 |
2W½ |
8S1 |
1W½ |
4W1 |
6S½ |
6.5 |
47.0 |
392.0 |
| 4. |
Pirs, Matjaz |
2260 |
2088 |
9S½ |
17W1 |
12S1 |
1W0 |
8W1 |
2S½ |
5W½ |
3S0 |
13W1 |
5.5 |
46.5 |
386.0 |
| 5. |
Suren, Peter |
2224 |
2094 |
13W1 |
3S1 |
7W1 |
2S0 |
1S0 |
9W½ |
4S½ |
10W1 |
8S0 |
5.0 |
50.0 |
385.0 |
| 6. |
Fischer, Thomas |
2030 |
1985 |
10S1 |
7W0 |
9S½ |
14W1 |
13S1 |
1W0 |
8S1 |
2S0 |
3W½ |
5.0 |
48.0 |
373.5 |
| 7. |
Hering, Sven |
2101 |
1875 |
11W1 |
6S1 |
5S0 |
3W0 |
14S1 |
16W1 |
2W0 |
1S0 |
17W1 |
5.0 |
45.0 |
374.5 |
| 8. |
Neubauer, Jaro |
2071 |
1959 |
16S1 |
1W0 |
10S1 |
9W1 |
4S0 |
3W0 |
6W0 |
18S1 |
5W1 |
5.0 |
42.0 |
385.5 |
| 9. |
Weigand, Hans-Christian |
|
2041 |
4W½ |
11S½ |
6W½ |
8S0 |
15W1 |
5S½ |
10W½ |
12W½ |
2S½ |
4.5 |
44.0 |
374.0 |
| 10. |
Bauer, Andreas |
|
1422 |
6W0 |
15S1 |
8W0 |
11S½ |
12S½ |
13W1 |
9S½ |
5S0 |
18W1 |
4.5 |
35.5 |
356.0 |
| 11. |
Günsch, Hans-Georg |
|
1720 |
7S0 |
9W½ |
14S0 |
10W½ |
18S1 |
12W½ |
17S½ |
16W1 |
15S½ |
4.5 |
30.5 |
340.0 |
| 12. |
Patzer, Joachim |
1988 |
1802 |
18W1 |
2S0 |
4W0 |
15S½ |
10W½ |
11S½ |
14W1 |
9S½ |
1W0 |
4.0 |
41.0 |
352.0 |
| 13. |
Lewandowski, Matthias |
|
1688 |
5S0 |
14W½ |
17S1 |
16W½ |
6W0 |
10S0 |
18S1 |
15W1 |
4S0 |
4.0 |
32.5 |
354.5 |
| 14. |
Früchel, Marcel |
|
1480 |
2W0 |
13S½ |
11W1 |
6S0 |
7W0 |
18W1 |
12S0 |
17S½ |
16W½ |
3.5 |
35.0 |
350.0 |
| 15. |
Weikert, Benedikt |
|
1603 |
3S0 |
10W0 |
18S1 |
12W½ |
9S0 |
17W½ |
16S1 |
13S0 |
11W½ |
3.5 |
33.5 |
336.5 |
| 16. |
Beyersdorf, Gunter |
|
1682 |
8W0 |
18S1 |
3W0 |
13S½ |
17W1 |
7S0 |
15W0 |
11S0 |
14S½ |
3.0 |
34.5 |
337.0 |
| 17. |
Günthner, Arthur |
1651 |
1561 |
1S0 |
4S0 |
13W0 |
18W1 |
16S0 |
15S½ |
11W½ |
14W½ |
7S0 |
2.5 |
37.0 |
337.5 |
| 18. |
Früchel, Thomas |
|
958 |
12S0 |
16W0 |
15W0 |
17S0 |
11W0 |
14S0 |
13W0 |
8W0 |
10S0 |
0.0 |
34.5 |
321.5 |
Rundenergebnisse
Runde 9
Nach oben
IM Thomas Reich ist Sieger des 5. Bad Königshofen Opens, zweiter
wird Lokalmatador Michael Schmid und auf dem dritten Platz konnte sich souverän der
Luxemburger Pierre Christen etablieren. Reich gab sich auch in der letzten Partie
keine Blöße und gewann standesgemäß gegen den Schweinfurter
Joachim Patzer. In der Partie gewann er durch das überlegene Läuferpaar im Endspiel
einen Bauern, den er zum entfernten Freibauern erhob. Patzer hatte damit keine
Gegenchancen mehr. Reich gewann das Turnier damit mit einem Punkt Abstand gegen
Michael Schmid, der sich heute mit einem Remis begnügte und damit seinen zweiten
Platz absicherte, nachdem sich Christen seinerseits seinen dritten Platz mit einem
Remis holte.
FM Matjaz Pirs erreichte mit einem schnellen Sieg über Lewandowski noch den
vierten Platz, da nach 17.a5 entweder Lewandowskis Spinger verlorengeht oder mit
La4 Dame und König aufgespießt werden. Er überholte damit noch Peter Suren, der
sich in der längsten Partie des Tages Jaroslaus Neubauer geschlagen geben musste.
Neubauer opferte beide Türme für ein Familienschach, womit er im Gegenzug die Dame
und zwei Bauern eroberte. Als er dann noch durch den vorgerückten Bauern einen Turm
schlagen konnte, war die Partie im Prinzip vorbei. Suren wehrte sich noch einige
Züge, doch letztendlich half es nichts mehr.
Runde 8
Nach oben
Reich gewann auch heute seine Partie gegen Hering, der einen
Bauernverlust übersah und sich daraufhin entschied, die Dame für Läufer und Turm
zu geben, anstatt in gedrückter Stellung auszuharren. Reich sammelte weiter
Vorteile, so dass er mit Dame gegen Turm spielte. Schließlich konnte er in ein
gewonnenes Endspiel mit Mehrläufer abwickeln. Michael Schmid bleibt ihm mit einem
halben Punkt Abstand auf den Fersen. Schmid gewann ebenfalls in einem Königshöfer
Lokalduell gegen Thomas Fischer. Dieser hielt gut mit, übersah dann aber die taktische
Pointe 29.Txg6+ und angesichts mindestens zweier verlorener Bauern gab er auf.
Pierre Christen bezwang den um 200 ELO-Punkte höher gewerteten Matjaz Pirs und dürfte
sich damit den dritten Platz gesichert haben. Christen behielt sein Läuferpaar bis
ins Endspiel, wo er sich mit einer taktischen Finte einen Bauern erobern konnte.
Dann konnte er auch noch Pirs gefährlichen Bauern beseitigen. Der Rest war eine Sache
der Technik. Benedikt Weikert hatte eine gute Druckstellung gegen Lewandowski
aufgebaut und sah auch den starken Bauernvorstoß c4, der auch schon vorher ging,
wickelte dann aber falsch ab und geriet schließlich in Nachteil. Lewandowski sammelte
Bauer um Bauer und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Im zweiten vereinsinternen
Königshöfer Duell zwischen Hans-Georg Günsch und Gunter Beyersdorf sah Beyersdorf
zunächst schlecht aus, denn er verlor in der Eröffnungsphase gleich zwei Bauern.
Nach einigen Abtäuschen konnte er aber mit einer Mattdrohung einen Läufer von Günsch
erhaschen und die Partie schien wieder ausgeglichen. Beyersdorf hatte sogar die
Chance, mit 39...Df2 entscheidend in Vorteil zu kommen, doch stattdessen tauschte er
die Damen ab. Schließlich liefen auf beiden Seiten Bauern zur Dame und dann machte
Beyersdorf den entscheidenden Fehler, indem er Günsch erlaubte, sich eine zweite
Dame zu verschaffen.
Runde 7
Nach oben
Spitzenreiter IM Reich erlaubte sich heute ein Remis gegen
Christen, ohne seine Führungsposition zu gefährden. Michael Schmid konnte
dadurch wieder auf einen halben Punkt an Reich heranrücken, denn sein Gegner
vergriff sich und erlaubte Schmid das wunderschöne Springeropfer 25...Sf3+, wonach
Herings Stellung sofort zusammenbrach. Im Verfolgerfeld einigten sich Pirs und
Suren auf ein schnelles Remis, obwohl Pirs bereits einen Springer auf e6 platzieren
konnte und damit eigentlich besser stand.
Unser Nachwuchsstar Thomas Fischer rang den Schweinfurter Jaroslaus Neubauer mit einer
Partie aus einem Guss nieder. Neubauers Bauernschwächen auf der c-Linie führten
auf lange Sicht zu einem Bauerngewinn, und im Endspiel kam ein zweiter hinzu. Der
Freibauer auf der e-Linie entschied dann das Spiel. Im vereinsinternen Duell
zwischen Beyersdorf und Weikert gewinnt letzterer nach einer hübschen Kombination
einen Läufer und damit die Partie. Beyersdorf bot mit seinem Patzer 28.Ld4 noch
Remis an. Ob er es tat, weil er seinen Fehler bemerkte, entzieht sich der Kenntnis
des Kommentators. Dies bestätigt nur wieder einmal eine Schacherfahrung, dass
Patzer oft mit oder kurz nach einem Remisangebot passieren.
Hans-Georg Günsch musste sich mit einem Remis gegen den jungen Arthur Günthner
zufriedengeben, nachdem er bereits in der Eröffnung einen Springer gewonnen hatte
und eine drückend überlegene Stellung besaß. Mit der Sequenz 14...Lxc3 15.Dxc3 Txd3
hätte er sogar einen weiteren Läufer gewinnen können. Stattdessen stellte er später
die Mehrfigur enprise, womit sein Vorteil dahin war.
Runde 6
Nach oben
Michael Schmid einigte sich mit Matjaz Pirs auf ein schnelles
Remis, so hatte Thomas Reich die Chance, seinen Vorsprung weiter auszubauen. Diese
nutzte er auch. Unsere Nachwuchshoffnung Thomas Fischer wehrte sich zwar lange,
brach dann aber doch ein, nachdem er wegen des Einbruchs am Damenflügel schon
wie gelähmt war. Die Chancen von Jaroslaus Neubauer hielten sich gegen Pierre
Christen im Endspiel lange die Waage, dann brach Christen entscheidend in seine
Stellung ein und in eh schon fast hoffnungsloser Lage stellte Neubauer den Turm ein.
Eine interesante Partie entwickelte sich zwischen Suren und Weigand, der im Endspiel
einen Läufer opferte, um drei Bauern zu erhalten, die sich zu starken Freibauern
entwickelten. Suren konnte aber mithilfe seines Springers das Remis halten. Benedikt
Weikert hatte schon ein gewonnenes Endspiel gegen Günthner auf dem Brett, als
er im 41. Zug seinen Vorteil wegwurf.
Runde 5
Nach oben
Da Christen und Schmid heute ein kurzes Remis in verkeilter
Stellung gaben, konnte sich Favorit IM Thomas Reich erstmals alleine an die Spitze
setzen. Gegner Peter Suren eroberte in Mittelspiel sogar einen Bauern, doch kurz
darauf drang Reich durch ein Qualitätsopfer mit der Dame in seine Königsstellung
ein. Hiermit wurde die sträflich hinausgezögerte Rochade von Suren bestraft. Suren
hätte die Situation mit 26...Tg8 noch retten können, aber nach Kf8 entschied das
Springeropfer Sg5, und Surens Stellung fiel endgültig auseinander.
In einer positionell schön geführten Partie eroberte sich Pirs einen Bauern, der
als Freibauer auf d6 in Zusammenspiel mit dem Läufer Neubauers Stellung komplett
lähmte. Mit einem Qualitätsopfer, das Neubauer aber nicht annahm, brachte Pirs
einen weiteren Freibauern ins Spiel und Neubauer war gezwungen, seinen Springer
gegen die Bauern zu opfern. Das Materialübergewicht reichte Pirs dann zum Sieg.
Das Bad Königshöfer Jungtalent Thomas Fischer konnte sich mit einem
Königsangriff gegen Lewandowski durchsetzen. Der Angriff führte zwar nicht zum
Matt, aber es sprang immerhin ein Turm dabei heraus, was Lewandowski zur Aufgabe
veranlasste. Der zehnjährige Andreas Bauer konnte gegen den Schweinfurter Routinier
Patzer, der 500 DWZ-Punkte mehr aufzuweisen hat, ein Remis halten, obwohl Patzer
schon Qualität und Bauern mehr hatte und Fritz zwischenzeitlich drei
Bauerneinheiten Vorteil für ihn anzeigte. In den übrigen Partien setzen sich die
Favoriten durch.
Runde 4
Nach oben
Die spannendste Partie war in dieser Runde auch die
längste, nämlich die Spitzenbegegnung zwischen den beiden Königshöfern Michael
Schmid und Peter Suren. Das Match wogte ständig hin und her, mit Chancen auf
beiden Seiten. Zuerst stand Suren gedrängt, mit vielen Bauernschwächen. Doch
irgendwie konnte er sich konsolidieren und sogar erheblichen Druck auf der
g-Linie aufbauen. Suren schien aber einige Gelegenheiten auszulassen, die
Initiative komplett an sich zu reißen, so etwa das aussichtsreiche
Qualitätsopfer 46...Txd6 oder der Durchzug des Bauern 51...g3. Schmid konnte
aber solide erwidern und schlussendlich entschieden seine zwei Mehrbauern.
Nach dem Intermezzo von Suren übernahm nun wieder IM Reich die Tabellenspitze.
Durch eine Fesselung konnte er einen Bauern gewinnen und verwertete diesen
souverän im Turnendspiel. Christen gewann durch einen Blackout seines Gegners
Hering, der eine Drohung mit einer Gegendrohung beantwortet, dann aber nach dem
Schlagen nur den Bauern statt den Läufer nahm. Kurios auch der Gewinn von Neubauer
gegen Weigand, der für den letzten Zug noch eine Minute Zeit hatte, diese aber
herunterlaufen ließ. In letzter Sekunde machte er seinen Zug, doch zu spät, denn
das Blättchen fiel, während er die Uhr drückte. Benedikt Weigand verpasste eine
Unaufmerksamkeit seines Gegners Patzer und die klare Siegchance 41.g6 im
Bauernendspiel, wonach einer seiner Königsflügelbauern unaufhaltsam zum
Umwandlungsfeld durchgegangen wäre.
Runde 3
Nach oben
In der Spitzenbegegnung zwischen IM Thomas Reich und Michael Schmid
konnte letzterer dem Favoriten nicht nur ein Remis abnehmen, er hatte ihn schon am Rand
einer Niederlage. Schmid war mit seinen Schwerfiguren auf die erste Reihe des Gegners
eingedrungen und machte seinem König schwer zu schaffen, fand dann aber keinen
Gewinnweg. Sein Qualitätsopfer brachte nichts ein und so musste er sich mit Remis
per Dauerschach begnügen. Peter Suren hatte mit Sven Hering wenig Probleme, denn
dieser fraß einen vergifteten Bauern, woraufhin sein Läufer gefangen wurde.
Beim Versuch, diesen zu retten, ging auch noch ein weiterer Springer drauf. Zwar hatte
Suren auch ein paar Bauern eingebüßt und seine Stellung sah ziemlich
ruinenhaft aus, aber das Materialübergewicht setzte sich letztendlich durch.
Suren übernahm damit als einziger mit drei Siegen die Spitze der Tabelle.
Eine kleine Überraschung gab es, als der erst 13-jährige Marcel Früchel
den Königshöfer Routinier Hans-Georg Günsch überspielte.
Günsch hätte einen Mehrbauern erobern können, versuchte aber erst die
in seine Stellung eingedrungenen gegnerischen Figuren zu vertreiben, wobei er eine
schöne Kombination von Früchel übersah, durch die er eine Figur verlor.
Günsch gab daher auf. In den weiteren Partien gewannen die jeweiligen Favoriten
unspektakulär.
Runde 2
Nach oben
Wie erwartet führt IM Thomas Reich die Tabelle an, gefolgt von den
beiden Königshöfern Michael Schmid und Peter Suren. Letzterer hatte jedoch
eine Menge Glück, denn er hatte sich im Eifer des Gefechts seine Dame selbst
komplett verbaut. Sein Gegner Christen sah dies zwar und griff die nicht ausweichen
könnende Monarchin mit dem Läufer an, ließ sich aber von Surens
Schwindelversuch verwirren und schlug letztendlich kein Kapital aus der Situation.
Als Christen dann noch das Schlagen des starken Bauerns auf f3 hinauszögerte,
konnte dies Suren durch einige Abtäusche komplett verhindern und der Bauer war
letztendlich der entscheidende Faktor im Bauernendspiel, denn das Eindringen des
schwarzen Königs in die weiße Stellung war nicht mehr zu verhindern.
Der Königshöfer Michael Schmid konnte sich souverän gegen Joachim Patzer
(SK Schweinfurt 2000) durchsetzen. Er knackte die schon gelockerte Königsstellung
mit ein paar Bauernabtäuschen und drang entscheidend mit der Dame ein. So
einfach kann Schach sein, könnte man beim Nachspielen der Partie denken. Nicht so
gut lief es bei Bad Königshofens Jugend. Benedikt Weikert stellte in einem für ihn
unangenehmen Endspiel mit einem Minusbauern aus heiterem Himmel einen Turm ein.
Nachwuchsstar Thomas Fischer konnte gegen Sven
Hering in der Eröffnung eine Qualität gewinnen, hatte dann aber zeitweise Probleme,
seine schlecht postierten Figuren zu entwickeln. Als er sich gerade herausgearbeitet
hatte und einen Königsangriff inszenierte, unterlief ihm ein Fehler. Anstatt die
angegriffene Dame wegzuziehen, versuchte er ein Zwischenschach, ohne zu bedenken,
dass die gegnerische Dame den schachgebenden Springer trotz Deckung einfach wegnehmen
kann. Durch den Springerverlust stand er nun in der Defensive und hatte im Endspiel
letztendlich keine Chance mehr.
Runde 1
Nach oben
Keine besonderen Vorkommnisse in der ersten Runde, könnte man
sagen. Nur Matjaz Pirs, der sich frühzeitig auf ein Salonremis einließ,
verhinderte ein lupenreines Erwartungsergebnis für eine erste Runde eines Opens,
denn aufgrund der großen Bandweite an Spielstärken konnten alle Favoriten
Ihre Schäflein ins Trockene bringen. Weitgehend setzte sich die bessere
Spielstärke souverän durch.
Nur in zwei Partien mit Königshöfer Beteiligung konnten die Außenseiter
mithalten. In der Partie Bauer-Fischer hatte der erst zehnjährige Andreas Bauer
gute Chancen, das Endspiel aufgrund der besseren Freibauern für sich zu
entscheiden. Aber Fischer konnte taktische Verwicklungen inszenieren und Bauer
übersah ein Abzugsschach, wonach er den Einzug eines Bauern nur noch durch ein
Turmopfer verhindern konnte.
Bei der Begegnung Früchel-Schmid stand das Brett in Flammen und beide fuhren
Königsangriffe ohne Rücksicht auf Verluste. Früchel hätte Schmids
Angriff mit 33.Kd3 in Leere laufen lassen und damit selbst entscheidend zum Zug kommen
können, aber die Verteidigung 33.b3 erlaubte weitere Schachs und damit den
erfolgreichen Abschluss des Angriffs des Favoriten.