Deutsche Frauen-Einzelmeisterschaft 2005

       

Ergebnisse

Zu den Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9
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Tabelle

Nr. Teilnehmer ELO DWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Punkte Buchh SoBerg
1. Krege, Sandra 2063 2022 13S1 1 3S1 18W1 5S1 2W0 6S1 4W½ 12S1 7.5 43.5 34.00
2. Kopylova, Ljubov 2230 2201 14S½ 15W1 5S0 3W1 18S1 1S1 7W1 6W1 4S0 6.5 44.0 30.75
3. Müller, Elke 1967 1897 9S1 6S1 1W0 2S0 7W0 19S1 8W1 5W1 11S1 6.0 44.5 26.00
4. Schulz, Stefanie 2043 1954 17S½ 14W1 18S0 8W1 0 16W1 11S1 1S½ 2W1 6.0 40.0 27.50
5. Großmann, Susan 2049 1977 11W½ 16S1 2W1 6S½ 1W0 7S½ 12W1 3S0 13W1 5.5 44.5 24.50
6. Germann, Heike 2109 1999 10S1 3W0 17S1 5W½ 12S½ + 1W0 2S0 7W½ 4.5 46.0 19.00
7. Berglitz, Regina 2076 1962 15S½ 17W½ 0 10W1 3S1 5W½ 2S0 11W½ 6S½ 4.5 42.0 21.00
8. Mader, Manuela 2041 2033 0 13W1 12S½ 4S0 9W1 11W½ 3S0 14W½ 15S1 4.5 39.5 17.75
9. von Herman, Brigit 2071 1949 3W0 10S½ 11W0 17W1 8S0 15S½ 19W1 16S½ 14W1 4.5 36.0 15.75
10. Sautter, Elke 2033 1803 6W0 9W½ 14S½ 7S0 15W½ 17S½ + 18W½ 16S1 4.5 30.5 12.50
11. Blodig, Carolin 1946 1777 5S½ 12W½ 9S1 0 19W1 8S½ 4W0 7S½ 3W0 4.0 42.0 16.75
12. Hund, Isabel 2099 1978 19W½ 11S½ 8W½ 16S½ 6W½ 18W1 5S0 13S½ 1W0 4.0 39.5 14.75
13. Hannes, Diana 1957 1781 1W0 8S0 19W½ 15W1 16S½ 14W½ 18S1 12W½ 5S0 4.0 38.0 13.50
14. Niedermaier,  Barbara 2038 1899 2W½ 4S0 10W½ 19S0 17W1 13S½ 16W½ 8S½ 9S0 3.5 40.0 15.00
15. Schulze, Dorothee 1975 1860 7W½ 2S0 16W0 13S0 10S½ 9W½ 17S1 19W1 8W0 3.5 38.5 13.25
16. Just Dr., Gabriele 2034 1863 18S½ 5W0 15S1 12W½ 13W½ 4S0 14S½ 9W½ 10W0 3.5 38.5 13.00
17. Mohr, Jutta   1840 4W½ 7S½ 6W0 9S0 14S0 10W½ 15W0 + 18S1 3.5 34.0 10.50
18. Dämering, Katrin 2109 1946 16W½ 19S1 4W1 1S0 2W0 12S0 13W0 10S½ 17W0 3.0 42.5 13.00
19. Hafenstein, Andrea 1976 1750 12S½ 18W0 13S½ 14W1 11S0 3W0 9S0 15S0 + 3.0 32.5 7.50

Rundenergebnisse

Runde 9

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Samstag 23.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Schulz Stefanie 2043 IM Kopylova Ljubov 2230 1-0 Nachspielen
2 FM Hund Isabel 2099   Krege Sandra 2063 0-1 Nachspielen
3   Blodig Carolin 1946   Müller Elke 1967 0-1 Nachspielen
4   Großmann Susan 2049   Hannes Diana 1957 1-0 Nachspielen
5   Germann Heike 2109 FM Berglitz Regina 2076 ½-½ Nachspielen
6   von Herman Brigitte 2071   Niedermaier Barbara 2038 1-0 Nachspielen
7   Schulze Dorothee 1975   Mader Manuela 2041 0-1 Nachspielen
8   Just, Dr. Gabriele 2034   Sautter Elke 2033 0-1 Nachspielen
9 FM Dämering Katrin 2109   Mohr Jutta 1840 0-1 Nachspielen
10   Hafenstein Andrea 1976   (spielfrei)     1-0 KL  
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Sandra Krege ist Deutsche Meisterin. In einer wechselhaften Partie blieb sie am Ende gegen Isabel Hund die Siegerin. Krege inszenierte zunächst einen Bauernaufmarsch am Damenflügel, während ihre Gegnerin mit ihren Figuren einen Königsangriff versuchte, doch beide kamen nicht recht vorwärts. Kurz vor der Zeitkontrolle versuchte Hund einen Durchbruch in der Mitte und Krege verpasste mit 39...Df4 das rechte Mittel dagegen. So kippte der Vorteil leicht auf Hunds Seite. Aber dann ließ Hund das Eindringen der Dame auf der zweiten Reihe zu und nach Schachgeboten konnte Krege einen Springer erobern, was Hund zur Aufgabe veranlaßte.

Kreges direkte Kontrahentin um den Meistertitel, Ljubov Kopylova, hatte gegen die glänzend aufspielende Stefanie Schulz nichts auszurichten. Sie schaffte es nicht rechtzeitig, sich des Drucks auf der D-Linie zu erwehren. Mit einer feinen Kombination beginnend mit 20.Lxc6 eroberte Schulz eine Qualität. Zwar hätte sie mit 23.Txd6 alles klarmachen können, denn dieser Zug hätte ein komplettes Turmplus oder Dame für Turm bedeutet. Doch auch so führte sie ihren Materialvorteil im Endspiel letztendlich souverän zum Erfolg.

Auch an den anderen Tischen erwiesen sich die Teilnehmerinnen als entscheidungsfreudig. Es gab nur ein Remis in der Partie Germann vs. Berglitz, und auch dieses könnte man als weitgehend ausgekämpft bezeichnen. Elke Müller kam mit einem weiteren Sieg auf den dritten Platz und wurde damit für ein starkes Turnier belohnt. Allerdings bekam sie dabei von Carolin Blodig Schützenhilfe, die es nicht verstand, ihre strategisch bessere Stellung am Damenflügel in weitere Vorteile umzusetzen. Im Endspiel hatte dann Müllers Spinger klare Vorteile gegenüber Blodigs schlechten Läufer. Susan Großmann wurde ebenfalls für ihr weitgehend gutes Turnier mit einem Sieg zum Abschluss belohnt. Diana Hannes hatte zunächst gut mitgespielt, aber dann die Bedrohung gegen den Punkt e6 unterschätzt.

Niedermaier übersah eine Mattkombination und von Herman konnte sich dadurch noch in die obere Tabellenhälfte hieven. Kaum hatte Schulze zum Damenflügel hin rochiert, wurde der schon von Mader müstergültig zertrümmert. Schulze hatte damit auf Dauer keine Chance, Maders Angriffsfiguren zu entgehen. Der Schlüssel zu Sautters Sieg war die Eroberung des starken Punktes d4, der von einem Springer besetzt blieb, während Justs Figuren unglücklich standen und nichts zur Verteidigung beitrugen. Das Eindringen auf der zweiten Reihe entschied das Spiel. Jutta Mohr konnte sich doch noch einen echten ganzen Punkt am Brett erkämpfen. Sie besiegte Dämering, die nach gutem Turnierbeginn enttäuscht hatte. Mohr eroberte den schwachen D-Bauern und machte weiter Druck auf der D-Linie. Dämerings Springer wurde auf ungünstige Felder gezwungen und schließlich abgeholt. Das starke Läuferpaar erledigte den Rest.

Runde 8

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Freitag 22.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Krege Sandra 2063   Schulz Stefanie 2043 ½-½ Nachspielen
2 IM Kopylova Ljubov 2230   Germann Heike 2109 1-0 Nachspielen
3   Müller Elke 1967   Großmann Susan 2049 1-0 Nachspielen
4   Hannes Diana 1957 FM Hund Isabel 2099 ½-½ Nachspielen
5 FM Berglitz Regina 2076   Blodig Carolin 1946 ½-½ Nachspielen
6   Just, Dr. Gabriele 2034   von Herman Brigitte 2071 ½-½ Nachspielen
7   Mader Manuela 2041   Niedermaier Barbara 2038 ½-½ Nachspielen
8   Sautter Elke 2033 FM Dämering Katrin 2109 ½-½ Nachspielen
9   Schulze Dorothee 1975   Hafenstein Andrea 1976 1-0 Nachspielen
10   (spielfrei)       Mohr Jutta 1840 0-1 KL  
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Heute war der Tag der Salonremisen. Nur eines der insgesamt sechs Unentschieden kann mit Fug und Recht als ausgekämpft tituliert werden, nämlich die Partie Berglitz-Blodig. Berglitz hatte Blodigs Königsstellung arg bedrängt, aber dabei zwei Bauern geopfert. Im Zuge des abflauenden Angriffs gingen diese zwar zurück, aber Blodigs Friedensschluss zum Damentausch war wohl – wenn auch psychologisch verständlich – etwas zu früh, denn im Endspiel hätte sie die besseren Chancen gehabt.

Auch die Führende, Sandra Krege, remisierte bereits im 24. Zug. Sie hatte zwischenzeitlich einen Bauern verloren, hätte ihn zum Zeitpunkt des Abbruchs zwar wiederbekommen, sich aber dafür eine remisverdächtige Konstellation mit ungleichen Läufern eingehandelt. Kopylova dagegen fuhr einen weiteren souveränen Sieg gegen Germann nach Hause. Sie scheint nun endgültig zu ihrer Form gefunden zu haben. Damit liegen Krege und Kopylova nun gleichauf mit jeweils 6½ Punkten. Alleine zwei Buchholz-Punkte sichern Krege noch den ersten Platz. Spannender könnte es kaum sein vor der letzten Runde. Beide müssen somit auf Sieg spielen. Ihre beiden Gegnerinnen morgen sind schwer einzuschätzen. Nominal, also von den Wertungszahlen her, bekommt Krege mit Isabel Hund den größeren Brocken. Doch was den bisherigen Auftritt im Turnier angeht, hat Kopylovas Gegnerin Stefanie Schulz deutlich mehr überzeugt, was sich auch an ihren erzielten Punkten ablesen lässt.

Die Berg- und Talfahrt von Elke Müller bleibt weiterhin erstaunlich. Nach zwischenzeitlich drei Verlustpunkten hat sie nun den dritten Sieg in Folge erzielt und sich damit auf den dritten Platz emporgehangelt. Im Turnier weist sie noch kein einziges Remis auf, was wohl an ihrer kämpferischen und taktikbetonten Spielweise liegt. Da geht es kompromisslos zur Sache, was für den Zuschauer meist eine echte Freude ist. Auch heute wieder stand das Brett in Flammen und Opfer und Zwischenzug wechselten einander ab, so dass das Variantengestrüpp undurchdringlich schien. Als das Matt nicht mehr zu vermeiden war, gab Großmann auf. Leider hat die Partie einen Schönheitsfehler, denn der vorletzte Zug von Müller – und damit ihr vorletztes Opfer – war ein Patzer, denn Großmann hätte mit 28...Dxf4 Müllers Angriffselan stoppen können. Der Turm wäre, weil gefesselt, verloren gewesen und letztendlich wäre ein großes Bauernplus geblieben. Aber Großmann sah dies nicht, und so ging der Punkt an Müller.

Am hinteren Ende des Feldes hat sich Dorothee Schulze nun ihren zweiten ganzen Punkt in Folge geholt. Vielleicht versöhnt dies ein wenig, nachdem sie mit ihrem schwachen Turnierbeginn doch etwas gehadert hatte. In einer starken Partie drang sie auf der gegnerischen siebten Reihe ein und verschaffte sich einen starken Freibauern auf der A-Linie. Der Gegenangriff von Hafenstein blieb dagegen weitgehend wirkungslos. Im Endspiel verpasste letztere aber die Chance, mit 49...Txe3 die Qualität zurückzuopfern, den gefährlichen Bauern zu eliminieren und in ein remisliches Endspiel mit ungleichen Läufern abzuwickeln. So brachte Schulze ihren Bauern durch und den ganzen Punkt auf ihr Konto.

Runde 7

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Donnerstag 21.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Germann Heike 2109   Krege Sandra 2063 0-1 Nachspielen
2 IM Kopylova Ljubov 2230 FM Berglitz Regina 2076 1-0 Nachspielen
3   Großmann Susan 2049 FM Hund Isabel 2099 1-0 Nachspielen
4   Blodig Carolin 1946   Schulz Stefanie 2043 0-1 Nachspielen
5   Müller Elke 1967   Mader Manuela 2041 1-0 Nachspielen
6 FM Dämering Katrin 2109   Hannes Diana 1957 0-1 Nachspielen
7   Niedermaier Barbara 2038   Just, Dr. Gabriele 2034 ½-½ Nachspielen
8   von Herman Brigitte 2071   Hafenstein Andrea 1976 1-0 Nachspielen
9   Mohr Jutta 1840   Schulze Dorothee 1975 0-1 Nachspielen
10   Sautter Elke 2033   (spielfrei)     1-0 KL  
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Diese Runde gab es nur ein einziges Kurzremis, alle anderen Partien fanden eine Siegerin. Die beiden Spielerinnen an der Spitze gaben sich keine Blöße, so dass Krege weiter einen halben Punkt vor Kopylova das Feld anführt. Andere Spielerinnen dürften keine Chancen mehr auf den Titel haben. Kopylova siegte heute überzeugend über Berglitz. Mit einem Turmopfer, das bei Annahme zu Matt geführt hätte, brach sie die Königsstellung ihrer Gegnerin auf. Aber auch so hatte Berglitz keine Chance mehr. Ihr König wurde über das Brett gehetzt und schließlich mattgesetzt. Schon das zweite ausgespielte Matt in diesem Turnier, was man unter Koryphäen ja eher selten sieht, da meist vorher aufgegeben wird. Aber warum sollte man dem Gegner nicht auch mal den Triumph gönnen?!

Krege dagegen tat sich anfangs schwer gegen Germann, die mit zwei starken Zentrumsbauern ihre Stellung bedrängte. Germann konnte sich zwar noch einen Freibauern auf e6 erarbeiten, diesen aber nicht auf Dauer halten. So kam Krege zu gutem Gegenspiel und konnte durch geschickte Abtäusche ins Endspiel überleiten, wo sie mit einem Tempo mehr das Bauernrennen gewann. Interessant auch das Spiel Großmann-Hund. Letztere glaubte, nach einem Scheinopfer ihres Läufers den gegnerischen Springer zurückerobern zu können. Doch Großmann bewies ihr, das dem nicht so ist, und das geglaubte Scheinopfer tatsächlich ein ungewollt echtes war. Beim erzwungenen Damentausch gab Hund auf.

Ein ähnliches Fehlurteil leistete sich Manuela Mader. Auch sie steckte einen Läufer ins Geschäft in der Hoffnung, einen gegnerischen zurück zu bekommen. Doch Elke Müller hatte offensichtlich weiter gerechnet, und so hatte Mader plötzlich zwei Leichtfiguren weniger, was sie zur Aufgabe bewegte. Blodig musste wieder einmal einen Königsmarsch ins gegnerische Lager unternehmen, doch diesmal wurde der Monarch zur Strecke gebracht. Dorothee Schulze konnte ihren ersten Sieg verbuchen. In einer überlegen geführten Partie nahm sie Mohr einen Bauern nach dem anderen ab und siegte im Endspiel souverän.

Runde 6

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Mittwoch 20.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Krege Sandra 2063 IM Kopylova Ljubov 2230 0-1 Nachspielen
2   Germann Heike 2109   Meier Annemarie Sylvia 2300 1-0 KL  
3 FM Berglitz Regina 2076   Großmann Susan 2049 ½-½ Nachspielen
4   Mader Manuela 2041   Blodig Carolin 1946 ½-½ Nachspielen
5 FM Hund Isabel 2099 FM Dämering Katrin 2109 1-0 Nachspielen
6   Schulz Stefanie 2043   Just, Dr. Gabriele 2034 1-0 Nachspielen
7   Hannes Diana 1957   Niedermaier Barbara 2038 ½-½ Nachspielen
8   Hafenstein Andrea 1976   Müller Elke 1967 0-1 Nachspielen
9   Schulze Dorothee 1975   von Herman Brigitte 2071 ½-½ Nachspielen
10   Mohr Jutta 1840   Sautter Elke 2033 ½-½ Nachspielen
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Nachdem die Titelverteidigerin Annemarie Sylvia Meier heute ihre gestrige Ankündigung, das Turnier abzubrechen, wahrmachte, gewann Heike Germann ihre Partie an Tisch zwei kampflos. Dies gab etwas Unruhe unter den Kontrahentinnen, die eine Wettbewerbsverzerrung monierten. Laut Turnierleiter Jürgen Müller war dies aber nicht anders möglich, da sich Meier nicht offiziell abgemeldet habe und daher normal ausgelost werden musste. Nach der Runde wurde sie von ihm aber wegen unentschuldigten Fehlens aus dem Turnier ausgeschlossen, so dass der freie Platz und damit der kampflose Punkt an den hinteren Tischen verlost werden kann.

Die Spitzenreiterin Sandra Krege musste heute gegen ihre nächste Verfolgerin, die Internationale Meisterin Kopylova eine bittere Niederlage einstecken, ihre erste Punktabgabe im Turnier überhaupt. Die Situation vor der Partie war klar: Krege führte mit 1½ Punkten vor Kopylova, so dass diese unbedingt gewinnen musste, um überhaupt noch eine Chance auf den Titel zu haben. Denn bei einem Remis hätte der Abstand von 1½ Punkten weiterhin bestanden, und dieser wäre in den letzten drei Runden nur noch schwerlich aufzuholen gewesen. Umso erstaunlicher, dass Krege heute mit Weiß nicht auf Remis spielte, sondern eine scharfe Variante im Sizilianer mit entgegengesetzten Rochaden wählte. So kam es wie es kommen musste: Es begann ein Wettlauf der gegenseitigen Königsangriffe, bei dem aber Kopylova ein ganzes Stück schneller war und Krege nicht rechtzeitig auf Verteidigung umschaltete.

Ansonsten sah man in dieser Runde wieder einige Remisen mehr als zuletzt, doch diese waren bis auf die Partie Mohr-Sauter alle ausgekämpft. Spektakulär war der vehemente Angriff von Mader, die auch vor schweren Opfern nicht zurückschreckte und damit Blodigs König bis auf die fünfte Reihe herauszog. Dann aber fehlte das Material zum Mattsetzen und die Partie endete im Dauerschach.

Die hervorragend in Turnier gestartete Elke Müller beendete heute ihre zwischenzeitliche Durststrecke von drei Verlustpunkten und besiegte Andrea Hafenstein. Damit hat sie jetzt ein ausgeglichenes Punktekonto und noch kein einziges Remis. Sie hatte ihr mit 34...g5 eine Falle gestellt, in die Hafenstein mit ihrer Antwort 35.f3 prompt hereinfiel, denn nach dem folgenden Turmzug war Hafensteins Dame unrettbar gefangen. Der Rest war dann eine Frage der Technik. Nachdem Isabel Hund bisher vor allem durch ihre fünf (Kurz-)Remisen aufgefallen war, zeigte sie heute, was in ihr steckt, und dies zudem in der längsten Partie des Tages. In einer verkeilten Bauernstruktur behielt sie die Initiative und konnte dann am Damenflügel einen wichtigen Bauern erobern, den sie mithilfe des überlegenen Läuferpaares im Endspiel verwertete.

Runde 5

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Dienstag 19.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Großmann Susan 2049   Krege Sandra 2063 0-1 Nachspielen
2   Meier Annemarie Sylvia 2300   Schulz Stefanie 2043 1-0 Nachspielen
3 FM Dämering Katrin 2109 IM Kopylova Ljubov 2230 0-1 Nachspielen
4 FM Hund Isabel 2099   Germann Heike 2109 ½-½ Nachspielen
5   Müller Elke 1967 FM Berglitz Regina 2076 0-1 Nachspielen
6   Blodig Carolin 1946   Hafenstein Andrea 1976 1-0 Nachspielen
7   Just, Dr. Gabriele 2034   Hannes Diana 1957 ½-½ Nachspielen
8   Mader Manuela 2041   von Herman Brigitte 2071 1-0 Nachspielen
9   Niedermaier Barbara 2038   Mohr Jutta 1840 1-0 Nachspielen
10   Sautter Elke 2033   Schulze Dorothee 1975 ½-½ Nachspielen
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Am Ende der Runde gab es einen Eklat, denn die Titelverteidigerin Annemarie Sylvia Meier erkärte, das Turnier abzubrechen. Sie begründete dies mit der Unzufriedenheit über ihr Quartier. Aus Sicht des Schachclubs ist dies umso erstaunlicher, da es mit dem beanstandeten Hotel bei bereits etlichen durchgeführten Turnieren bisher noch nie Probleme gab. Unser Vorstand Jürgen Müller versuchte dennoch, alle Hebel in Bewegung zu setzen und ihr eine Ausweichunterkunft zu besorgen. Doch alle weiteren angebotenen Übernachtungsmöglichkeiten wurden von Meier abgelehnt, und so reiste sie ab. Da sie bereits 50% des Turniers absolviert hat, bedeutet dies unter Umständen eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung zu Ungunsten der Spielerinnen, die bereits gegen sie spielten und Punkte abgeben mussten, während den weiteren gegen sie zugelosten Gegnerinnen ein kampfloser Punkt zuwächst.

Die Spitzenreiterin Sandra Krege zieht weiterhin einsam ihre Kreise mit einer weiterhin hundertprozentigen Ausbeute. Heute musste Susan Großmann daran glauben, die die Partie etwas passiv begann und der Krege schon bald einen bärenstarken Springer auf d3 vor die Nase setzte. Mit Unterstützung der Turmbatterie auf der D-Linie nahm diese die Stellung von Großmann unter Druck. Alle Befreiungsversuche schlugen fehl und dann leitete ein Springeropfer die entscheidende Kombination ein. Großmann sah das Ende kommen und gab auf.

Aber auch die beiden Favoritinnen Meier und Kopylova punkteten und bleiben damit Krege auf den Fersen. Meier gewann, da sich ihre Gegnerin Schulz einen Springer an den Rand gestellt hatte, dann aber nicht mehr genügend decken konnte. So wurde das unglückliche Tier von Meier erlegt. Schulz wehrte sich noch eine Weile, aber nach weiteren Materialverlusten gab sie auf. Nach der Abreise von Meier bleibt dieser Sieg allerdings wertlos, doch der Verlustpunkt für Schulz bleibt wohl bestehen. Umso ärgerlicher für sie! Kopylova konnte frühzeitig einen »Pfahl im Fleische« auf a3 etablieren, der Dämering beständig bei der Koordination ihrer Streitkräfte behinderte. Zusätzlich gewann sie einen Bauern, da das Schlagen mit 16.Dxd5 wegen der Antwort Dc3 mit unabwendbarem Matt nicht möglich war. Das Eindringen der schwarzen Türme mitsamt Springer besorgte dann den Rest.

Verloren die beiden bayerischen Vertreterinnen Niedermaier und Blodig gestern noch, so war es heute ein guter Tag für sie. Beide konnten den ganzen Punkt erkämpfen. Überzeugend ist insbesondere das bisherige Abschneiden von Blodig, die als vorletzte der Setzliste nun mit 3/5 Punkten in der vorderen Tabellenhälfte rangiert. Blodig und Hafenstein lieferten sich gegenseitige Angriffe auf den Flügeln bei verkeilten Bauernreihen in der Mitte. Dann aber entschied sich der Kampf auf dem Königsflügel, an dem eigentlich Hafenstein angriff, Boldig sich aber gut zur Wehr setzte. Als der Bauerndurchbruch nicht mehr aufzuhalten war, gab Hafenstein auf. Niedermaier knackte mit einem Scheinopfer die Mohrsche Königsstellung auf. Ein zur Verteidigung herbeigeeilter Läufer wurde gefesselt und erobert. Als Mohr dann vor die Wahl zwischen Damentausch und Matt gestellt wurde, strich sie die Segel.

Runde 4

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Montag 18.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Krege Sandra 2063 FM Dämering Katrin 2109 1-0 Nachspielen
2   Germann Heike 2109   Großmann Susan 2049 ½-½ Nachspielen
3   Blodig Carolin 1946   Meier Annemarie Sylvia 2300 0-1 Nachspielen
4 IM Kopylova Ljubov 2230   Müller Elke 1967 1-0 Nachspielen
5   Just, Dr. Gabriele 2034 FM Hund Isabel 2099 ½-½ Nachspielen
6   Schulz Stefanie 2043   Mader Manuela 2041 1-0 Nachspielen
7 FM Berglitz Regina 2076   Sautter Elke 2033 1-0 Nachspielen
8   Hafenstein Andrea 1976   Niedermaier Barbara 2038 1-0 Nachspielen
9   von Herman Brigitte 2071   Mohr Jutta 1840 1-0 Nachspielen
10   Hannes Diana 1957   Schulze Dorothee 1975 1-0 Nachspielen
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Nur zwei Remisen am heutigen Spieltag und ein Schwarzsieg der Titelverteidigerin, ansonsten war es ein guter Tag für die jeweiligen Führerinnen der weißen Steine. Sandra Krege führt weiterhin das Feld an mit einer makellosen Bilanz von 4/4 Punkten und hat zwischen sich und die Verfolgerinnen schon einen Punkt Abstand gebracht. Damit avancierte sie als auf Platz acht gesetzte nun endgültig zur heißen Titelaspirantin. Schon in der Eröffnung ließ sie ein Springeropfer vom Stapel, das ihre Gegnerin Dämering wohlweislich nicht annahm. Doch der gegnerische Königsflügel war damit löchrig geworden und eine schützende Rochade nicht mehr möglich. Das Eindringen auf der siebten Reihe besiegelte schließlich Dämerings Schicksal. Eine überzeugende Leistung!

Das erste Remis nach nur neun Zügen war eindeutig aus der Sparte »Salonremis«, doch das zweite mit ungleicher Materialverteilung, aber Inititive auf der eher schwächeren Seite hätte sich mancher gerne noch ein wenig länger angesehen. Doch beide Kontrahentinnen trauten offensichtlich dem Braten nicht und schlossen Remis. Annemarie Meier hatte es heute leicht, denn Blodig ließ sich freiwillig den Königsflügel zertrümmern und lud geradezu zum Mattangriff ein. Auch Kopylova fand mit ihrem Sieg über Elke Müller wieder Anschluss an das Spitzenfeld. Sie hatte zwar einen Bauern verloren, aber einen zweiten gefährlich nah ans Umwandlungsfeld gebracht. Müller verpasste mit der Sequenz 35...Lxa3 36.Td8 Sxc7 37.Txh8 Lf8 eine gute Chance, per Qualitätsopfer den gefährlichen Freibauern zu beseitigen, den gegnerischen Turm auszusperren, die Initiative an sich zu reißen und die eigenen Bauern zu aktivieren. Doch stattdessen brachte Kopylova später ihren Bauern durch und Müller musste die Waffen strecken.

An den hinteren Brettern wurde von den »Schwarzen« zum Teil bereits in der Eröffnung gepatzt. Niedermaier verlor eine Qualität und fand dann kein Mittel mehr gegen Hafensteins anstürmende Bauern. Schulze verlor einen Bauern, konnte diesen aber immerhin in eine zeitweilige Initiative ummünzen. Aber Diana Hannes verteidigte gut, konnte Damentausch erzwingen, wonach der Rest für sie nur noch eine Frage der Technik war. Mohr zog nach der Eröffnung zuviel mit der Dame umher und vernachlässigte ihre Entwicklung. Von Herman nahm dies zum Anlass, auf die Jagd nach derselbigen zu gehen, was auch glückte. Mohr holte für ihre Dame immerhin noch Turm und Läufer, aber die Partie war auf Dauer nicht mehr zu retten, auch wenn sie sich noch lange wehrte.

Runde 3

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Sonntag 17.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Müller Elke 1967   Krege Sandra 2063 0-1 Nachspielen
2   Großmann Susan 2049 IM Kopylova Ljubov 2230 1-0 Nachspielen
3 FM Dämering Katrin 2109   Schulz Stefanie 2043 1-0 Nachspielen
4   Meier Annemarie Sylvia 2300 FM Berglitz Regina 2076 1-0 Nachspielen
5   Mohr Jutta 1840   Germann Heike 2109 0-1 Nachspielen
6 FM Hund Isabel 2099   Mader Manuela 2041 ½-½ Nachspielen
7   von Herman Brigitte 2071   Blodig Carolin 1946 0-1 Nachspielen
8   Niedermaier Barbara 2038   Sautter Elke 2033 ½-½ Nachspielen
9   Schulze Dorothee 1975   Just, Dr. Gabriele 2034 0-1 Nachspielen
10   Hannes Diana 1957   Hafenstein Andrea 1976 ½-½ Nachspielen
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Wieder eine Runde mit nur drei Remisen – die Frauen erweisen sich als sehr entscheidungssuchend. Am Spitzenbrett musste heute eine Entscheidung zwischen den beiden Spitzenreiterinnen Elke Müller und Sandra Krege fallen. Müller bewies zunächst wieder ihre bestechende Form aus den Vorrunden und beherrschte das Geschehen. Sie zelebrierte ein feines Qualitätsopfer auf d7 und brachte damit den feindlichen König und seine Dame in die Bredouille. Allerdings setzte sie nicht mit dem stärkeren Sxe5+ mit Abzugsdrohung gegen die Dame fort. Im Anschluss daran verpuffte ihr Angriff zusehends. Schließlich griff sie fehl und büßte eine Figur ein, was zur sofortigen Aufgabe führte. Schade! Krege führt damit das Feld nun mit einem hundertprozentigen Score alleine an.

Federn lassen musste heute auch die Mitfavoritin Kopylova. Sie machte vor Zeitkontrolle einige schwache Züge. Großmann nutzte dies aus und verleibte sich ihre Damenbauern ein. Zum 40. Zug war die Partie strategisch entschieden, doch Kopylova wehrte sich noch einige Züge lang und versuchte am Ende einen Pattwitz, der aber leicht zu durchschauen war und von der Gegnerin auch als Falle identifiziert wurde. So gab Kopylova auf. Einen schönen Sieg trug die bayerische Spielerin Carolin Blodig nach nur 19 Zügen davon. Von Herman hatte das Läuferopfer auf c3 übersehen, mit dem Blodig mindestens zwei Bauern plus Qualität erobert hätte. Angesichts dieser Aussichten gab von Herman auf.

In den anderen Begegnungen gab es keine großen Überraschungen. Dämering bewies Schulz, dass ihr Qualitätsopfer doch korrekt war, denn sie konnte Läufer und Springer durch Androhung von Dameneinschlag auf h7 mit vernichtendem Angriff und das Zwischenschach auf e6 retten. Schulz wehrte sich im Anschluss noch lange in bravouröser Weise, doch musste sie am Ende dem Materialübergewicht Tribut zollen. Berglitz geriet gegen Meier in eine tödliche Fesselung und verpasste dann aber den Moment zum möglichen Ausbruch mit 30...Txd7 31. Se4 Sb5! Hafenstein stand lange unter Druck und hatte zwischenzeitlich ein Minus von drei Bauern zu verbuchen. Dann konnte sie aber ihre Dame aktivieren und Hannes' König mit Schachgeboten drangsalieren. Am Ende gab sie sich aber mit Remis durch Dauerschach zufrieden, als sie mit 40...Dd3+ 41.De3 Dd1+ 42.Kg3 Dg4+ (oder 42.De2 Dxe2+) den gegnerischen Springer hätte erobern können. Dennoch wäre das Endspiel mit Springer gegen zwei Mehrbauern nicht einfach geworden.

Runde 2

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Samstag 16.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Krege Sandra 2063   Meier Annemarie Sylvia 2300 1-0 Nachspielen
2   Germann Heike 2109   Müller Elke 1967 0-1 Nachspielen
3 IM Kopylova Ljubov 2230   Schulze Dorothee 1975 1-0 Nachspielen
4   Hafenstein Andrea 1976 FM Dämering Katrin 2109 0-1 Nachspielen
5   Blodig Carolin 1946 FM Hund Isabel 2099 ½-½ Nachspielen
6 FM Berglitz Regina 2076   Mohr Jutta 1840 ½-½ Nachspielen
7   Just, Dr. Gabriele 2034   Großmann Susan 2049 0-1 Nachspielen
8   Schulz Stefanie 2043   Niedermaier Barbara 2038 1-0 Nachspielen
9   Sautter Elke 2033   von Herman Brigitte 2071 ½-½ Nachspielen
10   Mader Manuela 2041   Hannes Diana 1957 1-0 Nachspielen
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Im Gegensatz zur ersten Runde wurden am zweiten Spieltag eine ganze Reihe von Partien eindeutig entschieden. Die Runde war ebenso ein Beweis dafür, dass das Teilnehmerinnenfeld sehr ausgeglichen zu sein scheint, denn diesmal gab es an den beiden ersten Brettern Favoritenstürze. Die Titelverteidigerin musste gegen Sandra Krege eine bittere Niederlage einstecken. In hochgradiger Zeitnot schaffte sie es nicht mehr, den 40. Zug aufs Brett zu bekommen, weshalb das Blättchen fiel. Aber auch so war ihre Stellung eindeutig die schlechtere, nachdem Krege durch eine schöne Kombination eine Qualität erobert hatte.

Die vielleicht noch größere Sensation des Tages vollbrachte Elke Müller mit ihrem zweiten Sieg über eine stärker gelistete Gegnerin. Damit steht sie, die aufgrund ihrer Wertungszahl auf den viertletzten Platz gesetzt war, nun an der Spitze der Tabelle. Ihre Partie spiegelte ihre gute Form wider. Zug um Zug verschaffte sie sich positionelle Vorteile und krönte das ganze mit einer sauberen Abschlußkombination.

Barbara Niedermaier als bayerische Vertreterin agierte unglücklich. Sie hatte einen Königsangriff inszeniert, der zunächst vielversprechend aussah. Doch ihre Gegnerin Stefanie Schulz verteidigte umsichtig und konnte schließlich Niedermaiers Dame einsperren, was die Entscheidung brachte. Ebenso Pech hatte am letzten Tisch Diana Hannes, die gegen ihre immerhin fast 100 Punkte höher gewertete Gegnerin Manuela Mader bereits eine überlegene Stellung herausgearbeitet hatte. Doch die Zeitnot machte ihr einen Strich durch die Rechnung, und sie verlor im 37. Zug durch Zeitüberschreitung.

Runde 1

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Freitag 15.07.
Tisch Spielerin Weiß Spielerin Schwarz Ergebnis Partie
1   Meier Annemarie Sylvia 2300   Mader Manuela 2041 1-0 Nachspielen
2   Niedermaier Barbara 2038 IM Kopylova Ljubov 2230 ½-½ Nachspielen
3 FM Dämering Katrin 2109   Just, Dr. Gabriele 2034 ½-½ Nachspielen
4   Sautter Elke 2033   Germann Heike 2109 0-1 Nachspielen
5 FM Hund Isabel 2099   Hafenstein Andrea 1976 ½-½ Nachspielen
6   Schulze Dorothee 1975 FM Berglitz Regina 2076 ½-½ Nachspielen
7   von Herman Brigitte 2071   Müller Elke 1967 0-1 Nachspielen
8   Hannes Diana 1957   Krege Sandra 2063 0-1 Nachspielen
9   Großmann Susan 2049   Blodig Carolin 1946 ½-½ Nachspielen
10   Mohr Jutta 1840   Schulz Stefanie 2043 ½-½ Nachspielen
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In der ersten Runde gab es erstaunlich viele Remisen, wo man doch bei einem Turnier nach Schweizer System zunächst vor allem Favoritensiege erwarten sollte. Doch etliche der nominal schwächeren Spielerinnen konnten sich gegen ihre Kontrahentinnen behaupten. Nicht nur das, Elke Müller besiegte sogar die höher gesetzte Brigitte von Herman. Dabei hatte sie zuvor sogar eine hübsche taktische Wendung mit Txd4, Dxd4, Lc5 ausgelassen, die einige Züge lang (26. bis 32. Zug) möglich war. Am Ende münzte sie ihre Überlegenheit dennoch in einen Sieg um.

Ebenfalls äußerst bemerkenswert ist auch das Remis von Barbara Niedermaier, die gegen die Mitfavoritin und Internationale Meisterin Kopylova sogar die bessere Stellung erreichte, kurz vor einem möglichen Bauerngewinn stand, dann aber selbst die Punkteteilung anbot. Keine Überraschung gab es dagegen am Spitzenbrett, wo die Titelverteidigerin Annemarie Sylvia Meier nicht viel Federlesens machte und die gegnerische Stellung im Sturm eroberte.

Ein spektakuläres Ende fand die Partie Hannes-Krege, in der sich zum Schluss drei Damen auf dem Brett befanden. Der heftigste Patzer des Tages aber war definitiv der von Germann, die im 43. Zug die Dame einstellte. Doch auch ihre Gegnerin Sautter verpasste die Chance, mit 44.Sg5+ die feindliche Dame gegen ihre zwei Leichtfiguren zu erobern. So gewann Germann glücklich, aber auch dem Spielverlauf nach verdient. Sautter hätte im Damenendspiel noch auf Dauerschach hoffen können, doch erlaubte sie ein vorzeitiges Matt.

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