1. Bad Königshofen IM-Turnier

       

Zu den Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11   Schlussbericht
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Tabelle

Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Punkte SoBerg
1. Gasthofer, Alexander 2308   1 ½ 1 1 ½ ½ 1 0 1 1 7.5 35.50
2. Zakurdjaeva, Irina 2230 0   1 ½ 0 1 1 ½ 1 1 1 7.0 29.75
3. Ksieski, Zbigniew 2385 ½ 0   ½ ½ ½ ½ 1 1 1 1 6.5 27.25
4. Gasthofer, Viktor 2350 0 ½ ½   ½ ½ ½ ½ 1 1 1 6.0 25.00
5. Golda, Harald 2297 0 1 ½ ½   1 0 ½ ½ ½ 1 5.5 25.50
6. Bogdanowitsch, Grigorij 2402 ½ 0 ½ ½ 0   ½ 1 1 1 0 5.0 23.75
7. Kulagin, Alexander 2324 ½ 0 ½ ½ 1 ½   ½ 0 ½ ½ 4.5 22.50
8. Jurek, Josef 2355 0 ½ 0 ½ ½ 0 ½   ½ 1 1 4.5 18.00
9. Jahrsdörfer, Gerd 2136 1 0 0 0 ½ 0 1 ½   0 1 4.0 18.50
10. Rink, Christian 2124 0 0 0 0 ½ 0 ½ 0 1   1 3.0 10.50
11. Hodova, Lucie 2072 0 0 0 0 0 1 ½ 0 0 0   1.5 7.25

Rundenergebnisse

Runde 1

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Montag 17.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Hodova Lucie 2072 IM Gasthofer Viktor 2350 0-1 Nachspielen
2 IM Jurek Josef 2355   Rink Christian 2124 1-0 Nachspielen
3 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 1-0 Nachspielen
4 FM Gasthofer Alexander 2308 FM Golda Harald 2297 1-0 Nachspielen
5 IM Ksieski Zbigniew 2385   Jahrsdörfer Gerd 2136 1-0 Nachspielen
6 FM Kulagin Alexander 2324   spielfrei        
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Die erste Runde begann mit einer handfesten Überraschung: Irina Zakurdjaeva gewann durch einen Eröffnungsfehler des Favoriten Bogdanovich zwei Bauern und konnte diese am Ende zu einem Sieg verwerten. Rink verlor unglücklich, nachdem er zeitweise besser stand, in Zeitnot seinen Vorteil jedoch vergab. Hodova hatte keine Chance gegen ihren routinierten Gegner. Alexander Gasthofer gewann nach 6 Stunden mit Dame gegen zwei Türme, da Golda einen Läufer stehen ließ. Ksieski ließ den Gewinn im Mittelspiel aus, drückte aber später seinen Freibauern durch. Bemerkenswert an der ersten Runde ist zudem, dass kein einziges Remis zustande kam. Die Kombattanten scheinen also zum Kämpfen aufgelegt zu sein. Ein gutes Zeichen!

Runde 2

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Dienstag 18.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 FM Golda Harald 2297 IM Ksieski Zbigniew 2385 ½-½ Nachspielen
2 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 FM Gasthofer Alexander 2308 ½-½ Nachspielen
3   Rink Christian 2124 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 0-1 Nachspielen
4 IM Gasthofer Viktor 2350 IM Jurek Josef 2355 ½-½ Nachspielen
5 FM Kulagin Alexander 2324   Hodova Lucie 2072 ½-½ Nachspielen
6   spielfrei       Jahrsdörfer Gerd 2136    
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In dieser Runde war es wiederum Irina Zakurdjaeva, die eine sehenswerte Partie präsentierte. Auch in Zeitnot, die bei Irina bereits ab dem 25. Zug begann - bei ihrem Gegner Christian Rink ab Zug 34 -, fand sie noch beste Züge. Die beiden Remisen der Partien Golda-Ksieski und Kulagin-Hodova wurde ausgekämpft, bei den beiden anderen kam der Friedensschluss nach wenigen Zügen. Irina Zakurdjaeva ist damit deutlich auf WGM-Kurs, Alexander Gasthofer (FM) könnte eine IM-Norm erreichen.

Runde 3

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Mittwoch 19.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Jurek Josef 2355 FM Kulagin Alexander 2324 ½-½ Nachspielen
2 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 IM Gasthofer Viktor 2350 ½-½ Nachspielen
3 FM Gasthofer Alexander 2308   Rink Christian 2124 1-0 Nachspielen
4 IM Ksieski Zbigniew 2385 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 ½-½ Nachspielen
5   Jahrsdörfer Gerd 2136 FM Golda Harald 2297 ½-½ Nachspielen
6   Hodova Lucie 2072   spielfrei        
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Wie in der Vorrunde sah man in dieser Runde ebenfalls eine Gewinnpartie, zwei ausgekämpfte Remisen und zwei strategische Remisen. Christian Rink dient weiter als etwas unglücklicher Punktelieferant. Er ließ sich bereits in der Eröffnung in eine unbequeme Stellung drängen und verpasste im 29. Zug mit dem allerdings schwer zu sehenden Läuferopfer Lxf2+ eine letzte Gegenchance. Sein Gegner Alexander Gasthofer schloss damit auf die bisher allein führende Irina Zakurdjaeva auf, die ein schnelles Remisangebot aus strategischen Gründen annahm und damit heute einen Erholungstag hatte. Für Gerd Jahrsdörfer war gegen Golda heute mehr drin als ein Remis. Harald Golda nach der Partie: »Gerd kam riesig aus der Eröffnung und hat dann wie bei einer Torte Stück für Stück zurückgegeben«. Zudem verpasste Gerd im 31. Zug den aussichtsreichen Bauerngewinn Txd4+. Alexander Kulagin kämpfte 6 Stunden mit lang andauernder Initiative, doch letztendlich blieb ihm trotz zweier Mehrbauern aufgrund ungleicher Läufer doch nur remis.

Runde 4

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Donnerstag 20.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Rink Christian 2124 FM Golda Harald 2297 ½-½ Nachspielen
2 IM Gasthofer Viktor 2350   Jahrsdörfer Gerd 2136 1-0 Nachspielen
3 FM Kulagin Alexander 2324 IM Ksieski Zbigniew 2385 ½-½ Nachspielen
4   Hodova Lucie 2072 FM Gasthofer Alexander 2308 0-1 Nachspielen
5 IM Jurek Josef 2355 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 ½-½ Nachspielen
6   spielfrei     IM Bogdanowitsch Grigorij 2402    
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In dieser Runde gab es wieder zwei Kurzremisen, und zwar in den Partien Rink-Golda und Jurek-Zakurdjaeva, obwohl Irina mit Schwarz deutlich besser aus der Eröffnung kam. Gerd Jahrsdörfer kämpfte in einer Blockadepartie verbissen um das remis, wurde dafür aber nicht belohnt, denn sein Gegner Viktor Gasthofer fand den Weg, über ein Läuferopfer die Festung zu knacken. Lucie Hodova konnte ein Qualitätsopfer nicht widerlegen und verlor schließlich das Turmendspiel gegen Alexander Gasthofer, der damit die Tabellenspitze übernahm. Alexander Kulagin opferte die Qualität im Endspiel und brachte seinen Bauern auf die 7. Reihe, doch Ksieski verteidigte gut und somit blieb wieder nur ein remis.

Runde 5

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Freitag 21.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1   Jahrsdörfer Gerd 2136 FM Gasthofer Alexander 2308 1-0 Nachspielen
2 FM Golda Harald 2297 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 1-0 Nachspielen
3 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 IM Jurek Josef 2355 1-0 Nachspielen
4   Rink Christian 2124   Hodova Lucie 2072 1-0 Nachspielen
5 IM Gasthofer Viktor 2350 FM Kulagin Alexander 2324 ½-½ Nachspielen
6 IM Ksieski Zbigniew 2385   spielfrei        
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Erfreulicherweise konnte man in der fünften Runde gleich vier Gewinnpartien beobachten, bei denen es auch einige Überraschungen gab. So punkteten diesmal ausnahmslos Spieler, die sich bisher zunächst mit einem Platz in der zweiten Tabellenhälfte zufrieden geben mussten. Die beiden bisherigen Tabellenführer Alexander Gasthofer und Irina Zakurdjaeva strauchelten hingegen. Gasthofer musste als Opfer für einen glänzend aufgelegten Gerd Jahrsdörfer dienen, der in einer sehenswerten Partie bewies, dass auch in einer strategisch-positionellen Partie Materialvorteil nicht immer entscheidend sein muss. Zunächst nahm er dem gegnerischen, optisch gut stehenden, weil zentralisierten Springer des Gegners systematisch jede Bewegungsmöglichkeit und konnte ihn schließlich erobern. Kurz darauf opferte er seinen eigenen Turm gegen einen Freibauern, um mit Qualitätsminus den eigenen Freibauern zum Gewinn zu verwerten. Eine fantastische Partie!

Irina Zakurdjaeva hatte Harald Golda zuerst in die Enge gedrückt, der sich jedoch befreien und auf der c-Linie Druck aufbauen konnte. Nach dem Fehler g6 im 38. Zug (Zeitnot!) kippte die Partie zugunsten von Golda, der kurz nacheinander zwei Bauern eroberte und diese zum Sieg im Endspiel verwertete. Bogdanowitsch und Rink konnten jeweils ihre ersten ganzen Punkte einfahren. Im »ELO-Spitzenduell« nutzte Bogdanowitsch gezielt eine strategische Schwäche von Jurek. Rink hatte mit Lucie Hodova wenig Probleme und gewann leicht. Kulagin und Viktor Gasthofer trennten sich nach wenigen Zügen friedlich remis, womit letzterer die Tabellenspitze von seinem Sohn übernahm.

Runde 6

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Samstag 22.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Gasthofer Viktor 2350 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 ½-½ Nachspielen
2 FM Kulagin Alexander 2324 FM Golda Harald 2297 1-0 Nachspielen
3   Hodova Lucie 2072   Jahrsdörfer Gerd 2136 0-1 Nachspielen
4 IM Jurek Josef 2355 IM Ksieski Zbigniew 2385 0-1 Nachspielen
5 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 FM Gasthofer Alexander 2308 0-1 Nachspielen
6   spielfrei       Rink Christian 2124    
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Diese Runde versprach mit zwei vereinsinternen Duellen (Gasthofer V.-Bogdanowitsch, Hodova-Jahrsdörfer) und dem Aufeinandertreffen der bisherigen Spitzenreiter Alexander Gasthofer und Irina Zakurdjaeva einige spannende Begegnungen. Irina verlor wiederum nach besserer Stellung in Zeitnot die Nerven und stellte im Endspiel eine Figur ein. Sie rutschte damit vorläufig ins Mittelfeld ab und muss jetzt schon alle 4 Partien gewinnen, um noch die WGM-Norm zu schaffen. Alexander Gasthofer hat noch bessere Chancen auf eine IM-Norm, aber verlieren darf auch er nicht mehr. Lucie kam sehr gut aus der Eröffnung, sie hatte sich gut und lange auf Sc6 vorbereitet, eine Lieblingseröffnung von Gerd Jahrsdörfer mit Schwarz, doch Gerd setzte sich letztendlich mit genauem Spiel durch. Alexander Kulagin robbt sich langsam, aber sicher an die Tabellenspitze heran. Er kämpfte gegen Harald Golda wie ein Löwe und gewann am Ende verdient. Die Partie fehlt leider noch in der Datenbank dieser Runde und wird nachgereicht. Josef Jurek agierte gegen Ksieski etwas unglücklich und konnte bei gleichem Material seine Freibauern nicht so in Szene setzen wie sein Kontrahent. Viktor Gasthofer und Bogdanowitsch remisierten a la Großmeister.

Runde 7

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Sonntag 23.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 WIM Zakurdjaeva Irina 2230   Hodova Lucie 2072 1-0 Nachspielen
2 FM Gasthofer Alexander 2308 FM Kulagin Alexander 2324 ½-½ Nachspielen
3 IM Ksieski Zbigniew 2385 IM Gasthofer Viktor 2350 ½-½ Nachspielen
4   Jahrsdörfer Gerd 2136   Rink Christian 2124 0-1 Nachspielen
5 FM Golda Harald 2297 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 1-0 Nachspielen
6 IM Jurek Josef 2355   spielfrei        
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In dieser Runde wurde das Publikum geradezu verwöhnt mit einer Reihe teils spektakulärer Angriffspartien. Ganz vorne ist hier die Begegnung zwischen Golda und Bogdanowitsch zu nennen, bei der am Schluss beide Damen hingen. Die Nervenanspannung führte dann wohl dazu, dass beide Kontrahenten nicht mehr in der Lage zu einer ordentlichen Mitschrift waren, weshalb die Partie hier nur als Fragment angeboten werden kann. Ein ähnlich scharfer Kampf entwickelte sich in der Partie von Gerd Jahrsdörfer, der mit zwei Siegen im Rücken eine zweischneidige Variante der französischen Eröffnung provozierte. Er erlangte tatsächlich zunächst einen geringen Vorteil, dann erlag er aber aufgrund einiger Ungenauigkeiten dem Gegenangriff seines Kontrahenten Christian Rink. Irina Zakurdjaeva konnte im »Duell der Grazien« gegen Lucie Hodova wieder einmal einen Sieg verbuchen. Sie brachte durch geschickte Linienöffnung ihr Läuferpaar zur Geltung. Der gezielte Druck auf die schwarzen Schwächen in der f-Linie drang schließlich durch. Alexander Gasthofer verteidigte seine Tabellenführung, nachdem er gegen Kulagin in einer Blockadestellung im 20. Zug in remis einwilligte. Sein Vater Viktor hatte mit Ksieski nach neun Zügen bereits sein fünftes Kurzremis vereinbart.

Runde 8

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Montag 24.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 FM Gasthofer Alexander 2308 IM Jurek Josef 2355 1-0 Nachspielen
2 IM Ksieski Zbigniew 2385   Hodova Lucie 2072 1-0 Nachspielen
3   Jahrsdörfer Gerd 2136 FM Kulagin Alexander 2324 1-0 Nachspielen
4 FM Golda Harald 2297 IM Gasthofer Viktor 2350 ½-½ Nachspielen
5 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402   Rink Christian 2124 1-0 Nachspielen
6 WIM Zakurdjaeva Irina 2230   spielfrei        
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Auch diese Runde zeigte wieder erfreulich viele Gewinnpartien. Für das einzige Remis war wieder einmal Viktor Gasthofer zuständig, diesmal nach 6 Zügen gegen Harald Golda. Gerd Jahrsdörfer hatte Alexander Kulagin zunächst ein schnelles remis angeboten, was jedoch abgelehnt wurde. Dann übersah dieser eine Kombination. Nach dem Damenschach im letzten Zug der Partie hätte Jahrsdörfer gefahrlos den Springer auf c5 schlagen können. Dies wollte sich Kulagin nicht mehr zeigen lassen und gab auf. In der Partie Bogdanowitsch gegen Rink versuchte letzterer zu mauern, doch Bogdanowitsch fand einen Hebel, um die Stellung zu knacken. Für Lucie Hodova wäre gegen Ksieski eventuell mehr drin gewesen, aber der Bauerngewinn setzte sich letztendlich durch. Tabellenführer Alexander Gasthofer gewann sehr souverän gegen IM Josef Jurek, womit die IM-Norm in greifbare Nähe rückt, da ihm aufgrund der guten Performance des Turniers 7,5 Punkte genügen.

Runde 9

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Dienstag 25.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 FM Kulagin Alexander 2324   Rink Christian 2124 ½-½ Nachspielen
2   Hodova Lucie 2072 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 1-0 Nachspielen
3 IM Jurek Josef 2355 FM Golda Harald 2297 ½-½ Nachspielen
4 WIM Zakurdjaeva Irina 2230   Jahrsdörfer Gerd 2136 1-0 Nachspielen
5 FM Gasthofer Alexander 2308 IM Ksieski Zbigniew 2385 ½-½ Nachspielen
6   spielfrei     IM Gasthofer Viktor 2350    
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Das Turnier geht in die Endphase, was man auch an den Partien merkt: Die Salonremisen nehmen ab, da auch die Chancen, doch noch Punkte zu sammeln, um sich im Tabellenplatz zu verbessern, abnehmen. Deswegen waren auch die Remisen weitgehend ausgekämpft. Die Sensation des Tages war eindeutig der Sieg von Lucie Hodova gegen Bogdanowitsch mittels eines fulminanten Mattangriffs inklusive Läuferopfer. Die Partie zwischen Kulagin und Rink verließ nie ernsthaft die Remisbreite, obwohl sich beide redlich darum bemühten, jedoch tendenziell eher mit Initiative bei Kulagin. Gerd Jahrsdörfer unterließ gegen Irina Zakurdjaeva einen wichtigen Verteidigungszug (16...Lh4 statt 16...Kg7) und verlor. Harald Golda und Josef Jurek kämpften über fünf Stunden, aber auch hier konnte keiner einen größeren Vorteil herausarbeiten. In der Partei zwischen Alexander Gasthofer gegen Zbigniew Ksieski war dagegen schon nach 21 Zügen die Luft raus und man schloss Frieden.

Runde 10

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Mittwoch 26.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Ksieski Zbigniew 2385 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 0-1 Nachspielen
2   Jahrsdörfer Gerd 2136 IM Jurek Josef 2355 ½-½ Nachspielen
3 FM Golda Harald 2297   Hodova Lucie 2072 1-0 Nachspielen
4 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402 FM Kulagin Alexander 2324 ½-½ Nachspielen
5   Rink Christian 2124 IM Gasthofer Viktor 2350 0-1 Nachspielen
6 FM Gasthofer Alexander 2308   spielfrei        
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Heute gab es keine strategischen Spielchen mit Kurzremisen, jeder kämpfte um ELO-Punkte, Platzierung oder Normen. Der Lauf von Irina Zakurdjaeva mit inzwischen drei Siegen in Folge dauert an. Sie spielte die spektakulärste Partie der Tages gegen Ksieski. Nach einem Bauernverlust zaubert Sie mit den Bauernopfern 33.e5 und 34.f4 aus dem Nichts einen Angriff, und das bei beiderseitiger hochgradiger Zeitnot mit nur noch je zwei Minuten Bedenkzeit. Ksieski fand sich im Variantengeflecht nicht rechtzeitig zurecht und überschritt die Zeit. Irina braucht jetzt noch einen Sieg für die WGM-Norm.

Viktor Gasthofer blieb seiner Strategie treu, gegen die nominell schwächeren Spieler einen Sieg zu versuchen und gegen die anderen mit Kurzremisen auf Sicherheit zu gehen. Der Erfolg in Gestalt des 2. Tabellenplatzes gibt ihm recht. Diesmal war Christian Rink das Opfer, wobei dieser etwas unter Form spielte. Rink ließ sich von Gasthofer immer mehr zurückdrängen, bis schwerer Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war. In dem Remis zwischen Gerd Jahrsdörfer und Josef Jurek war zu keinem Zeitpunkt ein Vorteil für eine Seite zu sehen. Harald Golda (in der letzten Runde spielfrei) schloss das Turnier mit einem Sieg gegen Lucie Hodova ab, die zwar wieder gut stand, aber dann durch einen taktischen Schlag unter die Räder kam. Kulagin und Bogdanowitsch trennten sich ebenfalls remis, nachdem scharf gekämpft wurde, mit Vorteilen bei Kulagin.

Runde 11

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Donnerstag 27.03.
Tisch Spieler/in Weiß Spieler/in Schwarz Ergebnis Partie
1 IM Bogdanowitsch Grigorij 2402   Jahrsdörfer Gerd 2136 1-0 Nachspielen
2   Rink Christian 2124 IM Ksieski Zbigniew 2385 0-1 Nachspielen
3 IM Gasthofer Viktor 2350 FM Gasthofer Alexander 2308 0-1 Nachspielen
4 FM Kulagin Alexander 2324 WIM Zakurdjaeva Irina 2230 0-1 Nachspielen
5   Hodova Lucie 2072 IM Jurek Josef 2355 0-1 Nachspielen
6   spielfrei     FM Golda Harald 2297    
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Das wichtigste zuerst: Alexander Gasthofer ist der Turniersieger des 1. Bad Königshofen IM-Turnier und erspielt eine IM-Norm mit 7½ Punkten und einer Performance von 2461. Irina Zakurdjaeva wird Großmeisterin, nachdem sie mit 7 Punkten ihre dritte WGM-Norm erspielte und sich damit doch noch den zweiten Tabellenplatz sicherte. Beide gewannen ihre Abschlusspartien in jeweils souveräner Manier. Insbesondere die Partie von Irina gegen Aleander Kulagin zeigte beiderseitige scharfe Königsangriffe, bei der Irina einen Tick schneller war.

Auch die anderen Partien waren von harten Kämpfen geprägt. Alle sahen einen Sieger, was im Turnier bisher nur in der Anfangsrunde der Fall war. Zbigniew Ksieski gewann seine Partie mit viel Unterstützung von Caissa. Zunächst hatte er seinen Gegner Christian Rink im Griff, bis dieser sich befreien und einen fulminanten Gegenangriff inszenieren konnte. Rink vergriff sich jedoch in zwei aufeinanderfolgenden Zügen (45.Dh5+ und 46.Tf4) und verdarb damit den sicheren Sieg. Fritz 8 sah schon ein Matt am Horizont für 45.Dg6+. Lucie Hodova spielte wieder stark, doch setzte sich die Routine von Jurek durch. Gerd Jahrsdörfer verlor nach nicht ganz korrektem Spiel gegen Bogdanowitsch. Auch hier war wohl mehr drin.

Schlussbericht

Über den Verlauf des Turniers können die Organisatoren vom SC 1957 Bad Königshofen mehr als zufrieden sein. Von der sportlichen Seite her hat dieser Wettkampf die Erwartungen teils übererfüllt. Es wurde Schach auf sehr hohem Niveau gespielt, mit faszinierenden Kombinationen und spektakulären Partien. Bemerkenswert ist auch der vergleichsweise hohe Anteil an Gewinnpartien. Die beiden jungen Spieler, die letztendlich die Spiegerplätze einnahmen, konnten ihre angepeilten Normen erreichen. Der Turnierleiter und Schiedsrichter Jürgen Müller hatte keine größeren Streitfälle zu schlichten. Das Turnier fand unter den Spielern derart großen Anklang, so dass von mehreren darum gebeten wurde, dieses im nächsten Jahr zu wiederholen.

Von der organisatorischen Seite her ist ebenfalls ein positives Fazit zu ziehen. Das Organisationsteam leistete gute Arbeit. Bei Unterbringung, Verpflegung im Turnierraum, Schiedsrichtertätigkeit etc. waren viele helfende Hände bereit, einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. An dieser Stelle einen herzlichen Dank dafür! Auch Stadt- und Kurverwaltung ist zu danken, insbesondere für das Bereitstellen des Turnierraums.

Nicht zuletzt scheint auch die Aussenwirkung des Turniers besser als erwartet. Es fanden sich mehr Kiebitze in dem kleinen Turniersaal ein als erhofft, und dies nicht nur aus dem Umfeld des Vereins. Auch Schachfreunde, die nicht die Zeit fanden in den Turniersaal zu kommen, nahmen regen Anteil, vor allem durch die Berichterstattung in der Presse, aber (hoffentlich) auch über diese Webseite. Alles im allem ein sehr erfolgreiches Turnier!

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