Bayerische Einzelmeisterschaften 1972

Festsaal des Gymnasiums
4. bis 12. August 1972

Unser besonderer Dank gilt Dimitrios Vogiatzis (Nürnberg) für die Übermittlung der Turnierergebnisse aus »Deutsche Schachblätter«, 09/72, lose Beilage »Süddeutsche Schachzeitung«.

Herren Meisterklasse 1

Rang Teilnehmer Verein Punkte
1 Nehmert, Ulrich Marktheidenfeld
2 Westermeier, Arnulf München 6
3 Körber Aschaffenburg
4 Schulz München
5 Besendorfer Nürnberg
6 Tauber München
7 Höhenberger München 4
8 Janka Hirschau
9 Schuh Nürnberg 2
10 Röder, Frank Hersbruck 2

Herren Meisterklasse 2

30 Teilnehmer

Rang Teilnehmer Verein Punkte
1 Schlosser, Hans Rosenheim
2 Wachinger Rosenheim
3 Rohr München 6
4 Cordic Augsburg 6
5 Weigel Fürth
6 Gretzer Kitzingen

Damenklasse I

8 Teilnehmerinnen

Rang Teilnehmer Verein Punkte
1 Sotter, Gerlinde Aschaffenburg
2 Götz, Angela Nürnberg
3 Walter, Helga Kitzingen 4
4 Hofmann, Helga Augsburg 4
5 Vosseler, Elisabeth Bad Tölz 4

Damenklasse II

8 Teilnehmerinnen

Rang Teilnehmer Verein Punkte
1 Dorn, Christl Würzburg 1865
2 Göthert, Anna München
3 Kreutzberg, Emma Grassau/Chiemgau
4 Reimann, Helene München
5 Sorg, Helga Arzberg

Die »Deutschen Schachblätter« schreiben außerdem:

Die in Königshofen/Grabfeld durchgeführten 43. Bayerischen Einzelmeisterschaften, an denen in vier Klassen insgesamt 56 der besten Spieler und Spielerinnen aus ganz Bayern beteiligt waren, endeten mit einem kaum erwarteten Erfolg für die Vertreter Unterfrankens. Mit Ulrich Nehmert (Marktheidenfeld) und Gerlinde Sotter Aschaffenburg errangen sie nicht nur die beiden Meistertitel, sondern stellten mit Christel Dorn (Würzburg 1865) auch die überlegene Siegerin in der Damenklasse II.

Beim anschließenden Kongreß des Bayerischen Schachbundes wurde unter Vorsitz von Präsident Otto Thiermann (München) eine umfangreiche Tagesordnung behandelt, in deren Mittelpunkt die verstärkte Werbung für das Schachspiel, die Heranziehung talentierter Jugendlicher und die Überwindung des Generationenproblems im Vereinsleben standen.

Eingehend erörtert wurde das Verhältnis zwischen den Vereinen des BSB und den im BLSV organisierten Schachvereinen. Nach längerer Aussprache kam man überein, sich nicht in Zwietracht zu verzetteln sondern das Interesse für das königliche Spiel in jeder Weise zu fördern.

Die turnusmäßigen Wahlen bestätigten das Vertrauen in die Vorstandschaft.

Es wurden wiedergewählt: Arnold Schetelig (Kitzingen) zum Vizepräsidenten, Josef Baader (Nürnberg) zum 1.Schatzmeister, Alfred Diel (Großkotzenburg) zum Pressewart und Redakteur der »Deutschen Schachblätter«, Siegfried Hofmann (Augsburg) zum Bundesrechtsberater, Joachim Rothe (Passau) zum Schach- und Werbewart sowie Max Rieger (München) zum Problemwart.

Die 44.Bayerischen Einzelmeisterschaften und der Kongreß wurden für Ende Juli 1973 nach Krumbach/Schwaben vergeben.

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