2. Mannschaft 2004/2005
Spielberichte nach Runden: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Stammspieler
Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die
persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.
| Spieler/in |
DWZ |
Ergebnis |
| Corley Dr. |
Brian |
2000 |
3/9 |
| Müller |
Roland |
1998 |
2/4 |
| Müller |
Lutz |
1967 |
3/7 |
| Müller |
Gerhard |
1823 |
1/4 |
| Fischer |
Thomas |
1839 |
3/8 |
| Böckler |
Michael |
1785 |
3½/7 |
| Hofmann |
Andreas |
1761 |
2½/9 |
| Beyersdorf |
Gunter |
1654 |
2/6 |
| Weikert |
Benedikt |
1580 |
2/7 |
Ersatzspieler
| Spieler/in |
DWZ |
Ergebnis |
| Kulagin |
Alexander |
2286 |
0/1 |
| Burzler |
Annette |
1661 |
2/2 |
| Günsch |
Hans-Georg |
1768 |
1/2 |
| Döpfner |
Volker |
1594 |
0/2 |
| Kuhn |
Marco |
1408 |
0/0 |
| Müller |
Niklas |
925 |
0/1 |
Spielberichte
Runde 9
Nach oben
Unser letzter Kampf war für die Tabelle ohne Bedeutung. Wir waren bereits abgestiegen,
unser Gegner Klingenberg Meister. So konnte jeder für sich selbst spielen. Wir gingen mit dem Bonus
eines unbesetzten Brettes bei Klingenberg an den Start, doch auch dies half nicht, uns einen Mannschaftspunkt
zu bescheren. Fischer und Weikert konnten mit Schwarz Kurzremisen erreichen. Angesichts der Wertungszahlen
der Gegner durchaus ein Erfolg. Beyersdorf kam mit der Eröffnung des Gegners nicht zurecht, agierte passiv
und musste schließlich aufgeben, nachdem der Gegner durch eine Kombination eine Figur eroberte.
Böckler holte das nächste Remis. Er hatte eine vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer und gedecktem
Freibauern erreicht, sah aber angesichts seines Doppelbauern und der ungleichfarbigen Läufer zuviele
Schwierigkeiten, diese zum Sieg zu verwerten. Auch Müller hatte nach der Eröffnung die bessere
Stellung erreicht, aber er verbrauchte anschließend zuviel Zeit mit der Suche nach guten Fortsetzungen,
jedoch ohne sie zu finden. Schließlich geriet er in heftige Zeitnot und verlor durch Blättchenfall.
In seiner Partie hatte Corley vergeblich versucht, das Remis zu halten. Recht bald nach der Eröffnung war
durch fleißiges Abtauschen ein Turmendspiel erreicht, aber Brian hatte sich nie Ausgleich erkämpfen
können. Dann wurde sein König in eine mißliche Lage gebracht, und als Matt nur noch unter
schwerem Materialverlust abzuwenden war, gab Brian auf. Als letzter beendete Hofmann seine Partie. Dem Druck
seines Gegners begegnete er mit einem Königsangriff. Nach einigen Abtäuschen blieb für ihn ein
Freibauer am Damenflügel übrig, der aber angesichts des gegnerischen Drucks eher als Schwäche
anzusehen war. Andreas konnte sich schließlich herauswinden und eigene Initiative entwickeln. Doch es
reichte nicht, um den Freibauern zu verwerten, so dass sich die Kontrahenten auf remis einigten.
Runde 8
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Der letzte Strohhalm ist uns aus der Hand geglitten, und der Abstieg mit dieser
Niederlage besiegelt. Fairerweise muss man sagen, dass wir heute keine Chance gegen die im Schnitt um 200
DWZ-Punkte besseren Kitzinger hatten. Auch ohne die Ersatzschwächung wäre es sehr schwer
geworden. Zunächst sah es aber ganz anders aus. Corley holte wieder sein Kurzremis gegen einen
nominell weit stärkeren Gegner. Anschließend gewann Hofmann seine Partie. Er war nach der
Eröffnung gedrückt gestanden und setzte mit einem Gegenangriff alles auf eine Karte. Bauer
und Qualität wurden geopfert, ein Springer hing etliche Züge lang. Doch Nußbaumer
fand nicht die beste Verteidigung und geriet unter erheblichen Druck. Er opferte die Dame zurück,
hatte nun Turm und Läufer dafür bekommen und noch einige Gegenchancen. Doch Andreas
fand weiter gute Züge und als Nußbaumer eine weitere Figur verlor, gab er auf.
Doch dies sollte schon unser letzter Punkt in diesem Match bleiben, die folgenden sechs Partien wurden
verloren. Als erster war Niklas Müller an der Reihe. Ihm hatten wir nicht wirklich eine Chance zugetraut.
Aber er hielt sich recht lange, dann musste er aber doch seinem überlegenen Gegner die Waffen strecken.
Fischer schaffte es nicht, die Bauernwalze seines Gegners am Königsflügel unter Kontrolle zu
bringen. Im weiteren Verlauf ließ er sich seinen Läufer einkasteln, der damit eine traurige Gestalt bot
und nicht mehr mitspielte. Als sein Gegner den Druck am Königsflügel noch verstärken konnte,
gab Thomas auf. Böckler fand im Mittelspiel in einer Abwicklung nicht die beste Fortsetzung, verlor
einen Bauern und handelte sich einen schlechten Doppelbauern ein. Das Eindringen des Gegners auf der
siebten Reihe entschied dann das Spiel. Zwei Züge vor dem Matt gab Michael auf.
Weikert spielte anfangs gut mit, hätte dann aber durch eine Springergabel die Qualität verloren. Beim
Versuch, dies mit einer anderen Abwicklung zu vermeiden, übersah er eine Mattdrohung des Gegners, wodurch
eine Figur nicht zurückgeschlagen werden konnte. Damit blieb ihm eine Minusfigur, die Pfannes im Endspiel
ohne Probleme in den Sieg ummünzte. Den Sieg schon fast in der Tasche hatte Döpfner, der erst einen
Bauern gewann und dann einen Freibauern bis nach d2 vorstoßen konnte. Aber in der entscheidenden Phase
verpasste er mit nur noch fünf Minuten auf der Uhr zwei Gewinnzüge mit 29...Se3 und 30...Dxd2, vergab
seinen Vorteil und stellte schließlich auch noch den Springer ein. Lutz Müller bildete wieder
einmal das Schlusslicht. Er hatte sich zunächst eine gute Stellung erspielt, patzte dann aber, geriet ins
Hintertreffen und bekam keine Chance mehr, den Verlust abzuwenden. Schon kurz nach vier Stunden war der Kampf
vorbei.
Runde 7
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Erstaunlich! Mit diesem Sieg hatten wir nicht mehr gerechnet, zumal wir auch
ersatzgeschwächt antraten. Nachdem wir bereits alle Hoffnung auf einen Nichtabstieg haben fahren
lassen, kommt nun der Hoffnungsfunke durch die Hintertür zurück. Aber dazu müssen die
letzten beiden Kämpfe gewonnen werden, was insbesondere im Falle des Spitzenreiters Klingenberg
utopisch scheint. Aber immerhin steigen wir nicht ohne Mannschaftspunkte ab.
Es begann wieder einmal mit einem schnellen Remis von Corley. Gegen IM Ostermeyer darf dies mit Fug
und Recht als großer Erfolg angesehen werden. Brian hatte ihn zu einem Läuferopfer eingeladen,
das laut Literatur aber nicht durchdringt. So holte Ostermeyer nur ein Dauerschach raus. Weikert stand
zu diesem Zeitpunkt schon gut, denn sein Gegner hatte ein überflüssiges Springerschach gegeben
und verlor dadurch nicht nur zwei Bauern, sondern handelte sich auch einen gefährlichen Bauern auf
f7 ein. Weikert baute seine Position aus und als er schließlich einen Turm mehr hatte, gab Heil auf.
Anschließend remisierte Böckler mit einem 20-Züger. Angesichts seiner Angeschlagenheit
aufgrund einer Grippe das beste, was er tun konnte. Döpfner hatte im Mittelspiel einen wichtigen
Bauern verloren, da er ein Zwischenschach übersehen hatte. Sein Gegner überspielte ihn nach
und nach am Damenflügel, und als weiterer Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab Volker
auf. Lutz Müller hatte sich in einer blitzsauberen Partie einen Freibauern auf der C-Linie und damit
Druck auf dem Damenflügel verschafft. Kurz nachdem er daraus verbundene Freibauern machen konnte, fiel
Königers Blättchen, der mit der Verteidigung zuviel Zeit verbraucht hatte.
Hofmann hatte sich nach anfänglichem Gegendruck befreit und zwischenzeitlich die bessere Stellung erreicht.
Ein angebotenes Remis schlug er aus, da die Partie von Gerhard Müller dem Anschein nach schlecht stand.
Gebauer musste sogar die Qualität opfern, um sich vom Druck zu entlasten. Doch leider verlor Andreas wieder
einmal durch Zeitüberschreitung, ausgerechnet im vierzigsten Zug. Damit war der Punktestand mit 3-3 wieder
ausgeglichen. Die Partie von Beyersdorf befand sich schon im Endspiel. Gunter hatte zwischenzeitlich einen
Bauern gewonnen, doch durch das fehlende »Luftloch« ergaben sich zuviele Drohungen, und so verlor
er den Bauern wieder. Im Springerendspiel ergab sich keine Chance mehr und man remisierte. Auf diese Weise
blieb die Entscheidung über den gesamten Kampf beim alten Haudegen und Ehrenvorsitzenden Gerhard Müller
hängen. Mit einem Springeropfer gegen zwei Bauern hatte er die Königsstellung aufgeknackt, doch drang das
Opfer zunächst nicht durch und Levit konnte sich konsolidieren, indem er einige Abtäusche erzwang.
Doch dann verlor er zuviel Zeit und der Vormarsch des Königs und der zwei Freibauern am
Königsflügel entschieden den Tag für Müller und das gesamte Team.
Runde 6
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| 30.01. |
SK Bad Neustadt 1933 |
SC 1957 Bad Königshofen II |
|
| Brett |
Name |
Vorname |
Ergebnis |
Name |
Vorname |
Ergebnis |
Partie |
| |
Download als PGN-Datei |
4½ |
Download als CBV-Datei |
3½ |
|
| 1 |
Söder |
Thomas |
½ |
Dr. Corley |
Brian |
½ |
Nachspielen |
| 2 |
Eckstein |
Bernd |
1 |
Müller |
Roland |
0 |
fehlt |
| 3 |
Brauner |
Lucas |
0 |
Müller |
Lutz |
1 |
fehlt |
| 4 |
Federschmidt |
Ralf |
1 |
Müller |
Gerhard |
0 |
fehlt |
| 5 |
Markert |
Markus |
0 |
Fischer |
Thomas |
1 |
fehlt |
| 6 |
Memmler |
Marcus |
0 |
Hofmann |
Andreas |
1 |
Nachspielen |
| 7 |
Menninger |
Gerd |
1 |
Weikert |
Benedikt |
0 |
fehlt |
| 8 |
Demling |
Kurt |
1 KL |
(unbesetzt) |
|
0 KL |
kampflos |
Das schlimmste an diesem Spieltag war nicht die Niederlage, auch nicht die Tatsache,
dass damit auch der letzte Hoffnungsfunke auf den Klassenerhalt erloschen ist. Noch schlimmer war,
dass unser Mannschaftskamerad Gunter Beyersdorf auf der Hinfahrt offensichtlich einen Autounfall
hatte und ins Krankenhaus musste. Genauere Informationen liegen im Moment noch nicht vor. Wir
wünschen ihm auch auf diesem Wege alles Gute.
Dementsprechend gestaltete sich der Beginn etwas chaotisch, auch zumal man nicht im gewohnten Spiellokal
der Neustädter spielte. Der Beginn verzögerte sich um eine halbe Stunde und auch danach kehrte
aufgrund der Unklarheit über Gunters Verbleiben in der Mannschaft keine Ruhe ein. Dann fanden wir
uns aber mit der Situation ab und versuchten, in Ruhe unsere Partien zu spielen. Der junge Thomas Fischer
blieb offensichtlich unbelastet, da er den Mannschaftsführer der Neustädter Markus Markert in
nur 20 Zügen überspielte. Doch unser Ausgleich des kampflosen Verlustpunktes blieb nicht lange
erhalten, denn Roland Müller stellte in bereits gedrückter Stellung die Dame ein, da er eine
Kombination übersehen hatte.
Dann dauerte es bis etwa eine halbe Stunde vor der Zeitkontrolle, als weitere Entscheidungen fielen.
Corley remisierte wieder einmal im 20 Zug, doch hatte er einen Bauern weniger, und beide nur noch wenig
Zeit. Dann konnte Hofmann endlich seine Negativserie in dieser Saison brechen. Er war im gegnerischen
Damenflügel eingebrochen und hatte einen Bauern erobert. Nach einigen Abtäuschen machte sein
Gegner - bereits in Zeitnot - einen Fehler und lief in eine Fesselung hinein. Dadurch verlor er zwei
weitere Bauern und der Verlust war nicht mehr weit. Etwa zeitgleich verlor Weikert seine Partie. Er hatte
einige passive Züge gemacht und den König in der Mitte belassen. Schließlich brach seine
Stellung nach einem Springeropfer auf f2 zusammen.
Die letzten beiden Partien von Gerhard und Lutz Müller mussten entscheiden. Doch auch Gerhard befand
sich schon im verzweifelten Abwehrkampf. Federschmidt hatte die verkeilte Stellung geknackt und war auf dem
Königsflügel eingebrochen. Als er Damentausch erzwang, gab Müller auf, da er sich mit dem
König der beiden entfernten Freibauern nicht mehr erwehren konnte. Damit stand der Mannschaftsverlust
fest. Lutz Müller hatte sich eine wilde Zeitnotschlacht mit Brauner geliefert und als die Blättchen
gefallen waren, verzogen sich die beiden letzten Spieler an ein anderes Brett, um die Züge nachzuschreiben.
Da passierte eine Kuriosität, denn während die beiden noch rekonstruierten, hatte ein Neustädter
in der Annahme, die Partie sei beendet, am eigentlichen Brett bereits die Uhr abgestellt und die Figuren
aufgeräumt. Es war aber keine Schwierigkeit, die letzte Position wiederherzustellen. Während sich
die restlichen Spieler bis auf die beiden Mannschaftsführer bereits verzogen hatten, kämpften
Müller und Brauner noch ein langwieriges Endspiel aus, in dem Lutz einen Tick besser stand, da er einen
Läufer gegen einen Springer mit beiderseitigen Freibauern an beiden Flügeln hatte. Lutz brachte das
Endspiel dann doch noch souverän nach Hause und ließ sich dabei auch nicht von den Gästen am
Nebentisch stören, die inzwischen im Nebenraum des Cafés Platz genommen hatten und lautstark
diskutierten.
Runde 5
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Schon wieder knapp verloren, aber diesmal dürfte es unseren Abstieg endgültig
besiegelt haben. Zwar ist theoretisch noch was drin, aber gegen das Restprogramm rechnen wir uns nicht
die Chancen aus, noch die nötigen Punkte zu sammeln. Corley war als erster fertig. Sein Remis war
berechtigt. Er tauschte möglicherweise falsch in der Hoffnung, sein Springer würde bessere Felder
finden, doch hätte er den Läufer behalten, wäre dieser seinem Pendant gegenüber leicht
in Vorteil gewesen. In der Zwischenzeit hatte Fischer schon in der Entwicklung eine Qualität verloren.
Er kämpfte einen langen Abwehrkampf, konnte aber das Blatt nicht mehr wenden und fuhr trotz der an
Zügen längsten Partie unseren ersten Minuspunkt ein.
Einen Hoffnungsschimmer gab es kurz darauf, als Böckler seinen Punkt machte. Er hatte einen »Pfahl
im Fleische« auf e6 plazieren können und drang daraufhin in die gegnerische Stellung ein. Der
Gegenangriff kam ein Tempo zu spät und so wurde der gegnerische König mattgesetzt. Aber danach
kippte der Kampf gegen uns. Beyersdorf hatte die Bauern vor seiner Königsstellung gelockert, sein Gegner
konnte Linien für seine Figuren öffnen, drang zu Gunters ungeschütztem König vor und setzte
ihn schließlich Matt. Auch Hofmann verlor wieder seine Partie. In einer geschlossenen Stellung konnte
er lange gut mithalten und sich sogar leichte positionelle Vorteile erkämpfen. Doch die Zeitnot machte
einen Strich durch die Rechnung. In ihr übersah er ein Abzugsschach und verlor damit eine Figur.
So hatten die Mömbriser bereits 3½ Punkte gesammelt und noch drei Partien standen aus. Die Partien
von Lutz und Roland Müller standen auf des Messers Schneide, Weikert war in der Verteidigung. Der Sieg
von Roland Müller gab dann Anlass zur Hoffnung. Zwar hatte er zwischenzeitlich eine Qualität verloren,
doch im Anschluss daran spielte sein Gegner ohne Ideen und Roland übernahm die aktive Rolle. Durch ein
sehenswertes Springeropfer konnte er dem König zu Leibe rücken und Stadtmüller gab auf, denn
er musste sich zwischen Matt und massivem Materialverlust entscheiden.
Lutz Müller hatte sich Raumvorteil und Initiative erkämpft, aber in der Zeitnotphase kippte das
Spiel, weil Lutz übersah, dass der Gegner im 36. Zug seinen Läufer en prise stellte, und das
Geschenk nicht annahm. Stattdessen verlor er die Qualität und sein guter Freibauer wog dies nicht auf. Der
wurde gestoppt und der gegnerische lief durch. Das war die Entscheidung zum Verlust des Mannschaftskampfes.
Die Partie von Weikert dauerte noch ein wenig. Er hatte wieder einmal einen Bauern weniger, der sich noch
dazu auf der gegnerischen Seite als Freibauer darstellte. Doch Reising fand den Gewinnweg nicht und Benedikt
konnte diesmal einen halben Punkt für seine Abwehrleistung einstreichen.
Runde 4
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Auch diesmal blieben wird wieder unter unseren Möglichkeiten, auch wenn die
Obernauer mit der bisher besten Mannschaft in dieser Saison antraten. So war es vor allem an den
vorderen Brettern schwer für uns. Corley hatte es mit dem um 400 Rating-Punkte besseren
IM Dobrovolsky zu tun. Demzufolge musste es schon nach 20 Zügen aufgeben, nachdem sein Gegner
seine Königsstellung mit einem Springeropfer aufgeknackt hatte. Der Springer wäre unter
Mitnahme von zwei Bauern und anhaltendem Angriff des Meisters zurückgewonnen worden, der
weitere Verlauf also aussichtslos geworden. Einen Lichtblick gab es ein wenig später, als
Beyersdorf den Königsangriff seines Gegners nicht nur abwehren, sondern die geöffnete
H-Linie sogar zu seinen Gunsten ausnutzen konnte. Der Gewinn einer Qualität und das Eindringen
auf der zweiten Reihe reichte aus, um einige Bauern zu sammeln und das Endspiel souverän zu
gewinnen.
Danach kam es jedoch knüppeldick. Gerhard Müller verlor seine Dame, da er ein
Ablenkungsschach übersehen hatte. Aber auch ohne dies wäre ein Springer verloren gewesen.
Hofmann setzt sein Formtief mit einer weiteren Niederlage fort. In einer turbulenten
Eröffnungsphase hatte er einen Springer für die bessere Entwicklung und zwei Bauern
geopfert und konnte diesen mit Bauerngewinn im Saldo zurückgewinnen. Doch nach dem Damentausch
geriet er außer Tritt und überließ dem Gegner zuviele Freiheiten. Dieser drang
dann in seine Stellung ein und eroberte mit einer Kombination einen Turm, was zur Aufgabe zwang.
Böckler remisierte etwa zeitgleich mit einem Minusbauern. Damit hatten die Obernauer schon
3½ Punkte und die letzten drei Partien standen auch nicht zum besten.
Diese zogen sich noch eine Weile hin. Fischer hatte im Mittelspiel zwei Bauern verloren, konnte
zwar einen zurückgewinnen und ein Endspiel mit ungleichen Läufern erreichen, doch der
mächtige Freibauer auf der D-Linie zwang ihn zur Passivität. Im 73. Zug verpasste
er die Remis-Chance, als der gefährliche Bauer hätte geschlagen werden können.
15 Züge später musste er trotz Zeitnot der Gegnerin aufgeben. Damit war der Kampf
entschieden. Roland Müller hielt in einer sauberen Partie ein Remis gegen den fast 300 DWZ-Punkte
stärkeren FIDE-Meister Schramm. Zeitweise stand er sogar einen Tick besser, doch in Wirklichkeit
war die Remisbreite nie überschritten worden. Schramm zog die Partie trotz eindeutiger
Remisstellung noch bis zum unvermeidlichen Patt vor dem Randbauern hin. Annette Burzler und ihr
Gegner Gerlach nutzen die gesamte Bedenkzeit von sechs Stunden bis zu den letzten Sekunden aus.
Annette war ständig unter Druck gestanden und hatte einen Bauern verloren. Dies war wohl auch
der Grund, warum sich Gerlach nicht mit einem Remis zufrieden geben wollte. Es kam dann zu einer
echten Zeitnotschlacht mit etlichen Stellungswiederholungen, aber da keiner nachgeben oder Remis
nach FIDE-Regeln beantragen wollte, fiel schließlich das Blättchen bei Gerlach zuerst.
Runde 3
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Eigentlich hatten wir vor, in diesem Kampf endlich die ersten Mannschaftspunkte
für den Klassenerhalt zu besorgen, doch irgendwie stand der Tag unter keinem guten Stern.
Außer Gunter Beyersdorf konnte von uns niemand zu irgendeinem Zeitpunkt einen
nennenswerten Vorteil herausarbeiten. So war es auch nur folgerichtig, dass sich nach einiger
Zeit vier Remisen von Corley, Fischer, Böckler und Günsch auf dem Konto einfanden.
An den anderen Brettern stand es diesem Zeitpunkt nicht gut. Hofmann und Weikert hatten je einen
Minusbauern und Lutz Müller hatte einen Springer auf f7 geopfert. Sein Angriff versandete dann
jedoch, weshalb Lutz daraufhin aufgeben musste. Hofmann ließ im 40. Zug das Blättchen
fallen, nachdem er beständig unter Druck gestanden war. In der Eröffnung hatte er einen
Bauern verloren, dabei aber Figurengewinn gegen zwei Bauern verpasst.
Beyersdorf hatte sich zwischenzeitlich einen Mehrbauern erobert, der zusammen mit einem Kollegen
ein gefährliches Freibauernpaar im Zentrum bildete. In der Folge fand Gunter jedoch nicht die
richtigen Züge, ließ sich zurückdrängen und den Bauern wieder abnehmen. Er
gelangte im Endspiel wieder in Initiative, doch der gute Freibauer reichte nicht mehr als zu remis.
Auch Weikert hatte in der Eröffnung einen Bauern verspielt, konnte sich in der Folgezeit noch recht
gut wehren, doch gab im Bauernendspiel der Mehrbauer letztendlich den Ausschlag.
Runde 2
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Dumm gelaufen oder ärgerlich, je nach Geschmack, doch solche Dinge lassen sich
nie ganz vermeiden. Trotz eigentlich guter Planung verpasst Beyersdorf die Abfahrt der
Fahrgemeinschaft und muss alleine hinterherfahren. In Obernburg selbst findet er das Spiellokal
nicht und kommt so erst kurz nach 11 Uhr an. Damit war seine Partie verloren. Ob auch Annette
Burzlers Partie damit wertlos wird, steht in der Schwebe, doch wir mussten mit zwei Verlustpunkten
von Anfang an rechnen.
Es dauerte sehr lange, bis sich an den Brettern Tendenzen in bestimmte Richtungen erkennen
ließen. Nur Burzler stand recht bald gut und gewann schließlich durch einen Mattangriff.
Doch dieser Sieg wird möglicherweise nur DWZ-Wert haben. Corley ging anschließend ein
Remis ein. Sein Königsangriff drang nicht durch. Sterk hatte hartnäckig verteidigt und die
Stellung war verkeilt. Angesichts der Aussichten auf einen schwarzen Einbruch am Damenflügel oder
ein Endspiel mit grottenschlechtem Läufer war das Remis berechtigt. Kurz vor der Zeitkontrolle
verlor Hofmann durch Zeitüberschreitung, doch die Stellung wäre über kurz oder lang
ohnehin zusammengebrochen. Seine vorgerückten und zersplitterten Bauern am Damenflügel
wurden von Becker erfolgreich unter Beschuss genommen.
Einmal mehr stellte Lutz Müller seine Qualitäten in der Zeitnotphase unter Beweis. Er
konnte einen Turm auf der siebten Reihe etablieren. Der dadurch entstehende Druck ermöglichte
es ihm, einen Bauern nach dem anderen aufzusammeln. Wie so oft bei Lutz, gab der Gegner im 41. Zug
auf. Roland Müller hatte sich mit einem ungleichen Materialverhältnis auseinanderzusetzen.
Staub hatte einen Springer geopfert, um Turm und zwei Bauern gegen Rolands Läuferpaar zu besitzen.
Nach beiderseitiger Remisablehnung geriet Staub dann beim Versuch, einen Bauern zu verwerten, in ein
Dauerschach.
Um noch sicher ein Mannschaftsremis herbeizuführen, hätten wir noch zweier Siege bedurft.
Fischer und sein Gegner Lutz hatten in einer positionellen Partie lange laviert, bis Lutz die
Abwesenheit von Fischers Dame nutzte und am Königsflügel einen kleinen Angriff inszenierte,
der aber nicht nur steckenblieb, sondern auch zum Verlust einer Qualität führte. Thomas
verwertete dann seinen Materialvorteil im Endspiel souverän. Gerhard Müller war
zwischenzeitlich zwei Bauern im Plus, doch einer war immerhin sicher. Er ließ sich durch
ungenaue Züge aber in die Defensive drängen und sein Gegner konnte die Bauern unter
Beibehaltung der Initiative zurückgewinnen. Nach einer Abschlusskombination mit Generalabtausch
entschieden die Freibauern von Zimmermann.
Runde 1
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Wir hatten zwar eine Niederlage erwartet, doch wir mussten auch eine heftige
Packung einstecken. Die war in der Tendenz etwas zu hoch, auch wenn wir gegen einen der
Favoriten der Liga ersatzgeschwächt antraten und die Gegner im Schnitt um die hundert
DWZ-Punkte mehr aufbieten konnten. Dabei fing alles recht harmlos an. Böckler remisierte schnell,
Hofmann spielte riskant auf Angriff und auch Kulagin baute langsam, aber sicher einen Angriff am
Königsflügel auf. An den anderen Brettern zeichnete sich noch keine Tendenz ab.
Doch dann kippte die Lage zugunsten der Schweinfurter. Weikert erlag nach guter Eröffnung
einem klassischen Sämisch-Angriff. Dann übersah Kulagin, von dem wir uns einen sicheren
Punkt erhofft hatten, ein spektakuläres Qualitätsopfer, das kurz darauf zu Figurenverlust
und Eindringen der gegnerischen Dame führte. Nach dem Damentausch gab Kulagin die hoffnungslose
Stellung auf.
Günsch stand zwar beständig unter Druck, konnte seine Position aber hervorragend halten
und holte damit unseren zweiten halben Punkt. Doch dabei sollte es auch bleiben. Corley überstand
einen Einbruch auf seinem Königsflügel nicht unbeschadet. Hofmann musste zu einem Endspiel
mit ungleicher Materialverteilung abwickeln. In diesem sah er sich bald unter Druck gesetzt, wobei die
Figuren von Neubauer besser harmonierten. Er führte einen Abwehrkampf mit absteigender Tendenz
und musste schließlich die Segel streichen. Damit war der Mannschaftskampf verloren.
Aber auch Thomas Fischer hatte nach gutem Beginn eine Qualität durch einen eindringenden Springer
verloren, später kam ein Bauer hinzu, was letztendlich zum Verlust führte. Das Schlusslicht
bildete einmal mehr Beyersdorf. Nach ruhigem Beginn geriet die Partie in taktisches Fahrwasser mit
beiderseitigen Angriffen auf den gegnerischen König. Dabei wurden von beiden Seiten Chancen
ausgelassen, den Sack zuzumachen (Feichtner) oder das Ruder herumzureißen (Beyersdorf). Am Ende
war Gunter gezwungen, die Dame zu opfern, um das drohende Matt abzuwenden. Mit dem Läufer gegen
die Dame hatte er trotz Freibauern keine wirkliche Chance mehr.