2. Mannschaft 2004/2005

Klasse: Unterfrankenliga Aktuelle Tabelle Rundenplan
Saisonziel: Klassenerhalt Aktuelle Ergebnisse Spieltermine - Übersicht
  Vorsaison
Mannschaftsführer:  , Scherenbergstraße 1, 97082 Würzburg, Tel.: 0931/415376

Spielberichte nach Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9

Stammspieler

Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.

Spieler/in DWZ Ergebnis
Corley Dr. Brian 2000 3/9
Müller Roland 1998 2/4
Müller Lutz 1967 3/7
Müller Gerhard 1823 1/4
Fischer Thomas 1839 3/8
Böckler Michael 1785 3½/7
Hofmann Andreas 1761 2½/9
Beyersdorf Gunter 1654 2/6
Weikert Benedikt 1580 2/7

Ersatzspieler

Spieler/in DWZ Ergebnis
Kulagin Alexander 2286 0/1
Burzler Annette 1661 2/2
Günsch Hans-Georg 1768 1/2
Döpfner Volker 1594 0/2
Kuhn Marco 1408 0/0
Müller Niklas 925 0/1

Spielberichte

Runde 9

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10.04. SC 1957 Bad Königshofen II SK Klingenberg 1982  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Dr. Corley Brian 0 Strobel Walter 1 Nachspielen
2 Müller Lutz 0 Kraich Klaus 1 Nachspielen
3 Fischer Thomas ½ Zöller Bernd ½ Nachspielen
4 Böckler Michael ½ Link Klaus ½ Nachspielen
5 Hofmann Andreas ½ Englert Fabian ½ Nachspielen
6 Beyersdorf Gunter 0 Süss Mirco 1 Nachspielen
7 Weikert Benedikt ½ Hennig Anton ½ Nachspielen
8 Kuhn Marco 1 KL (unbesetzt)   0 KL kampflos

Unser letzter Kampf war für die Tabelle ohne Bedeutung. Wir waren bereits abgestiegen, unser Gegner Klingenberg Meister. So konnte jeder für sich selbst spielen. Wir gingen mit dem Bonus eines unbesetzten Brettes bei Klingenberg an den Start, doch auch dies half nicht, uns einen Mannschaftspunkt zu bescheren. Fischer und Weikert konnten mit Schwarz Kurzremisen erreichen. Angesichts der Wertungszahlen der Gegner durchaus ein Erfolg. Beyersdorf kam mit der Eröffnung des Gegners nicht zurecht, agierte passiv und musste schließlich aufgeben, nachdem der Gegner durch eine Kombination eine Figur eroberte.

Böckler holte das nächste Remis. Er hatte eine vorteilhafte Stellung mit Mehrbauer und gedecktem Freibauern erreicht, sah aber angesichts seines Doppelbauern und der ungleichfarbigen Läufer zuviele Schwierigkeiten, diese zum Sieg zu verwerten. Auch Müller hatte nach der Eröffnung die bessere Stellung erreicht, aber er verbrauchte anschließend zuviel Zeit mit der Suche nach guten Fortsetzungen, jedoch ohne sie zu finden. Schließlich geriet er in heftige Zeitnot und verlor durch Blättchenfall.

In seiner Partie hatte Corley vergeblich versucht, das Remis zu halten. Recht bald nach der Eröffnung war durch fleißiges Abtauschen ein Turmendspiel erreicht, aber Brian hatte sich nie Ausgleich erkämpfen können. Dann wurde sein König in eine mißliche Lage gebracht, und als Matt nur noch unter schwerem Materialverlust abzuwenden war, gab Brian auf. Als letzter beendete Hofmann seine Partie. Dem Druck seines Gegners begegnete er mit einem Königsangriff. Nach einigen Abtäuschen blieb für ihn ein Freibauer am Damenflügel übrig, der aber angesichts des gegnerischen Drucks eher als Schwäche anzusehen war. Andreas konnte sich schließlich herauswinden und eigene Initiative entwickeln. Doch es reichte nicht, um den Freibauern zu verwerten, so dass sich die Kontrahenten auf remis einigten.

Runde 8

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13.03. SC Kitzingen 05 SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Kannenberg Karl-Heinz ½ Dr. Corley Brian ½ Nachspielen
2 Kliche Alexander 1 Müller Lutz 0 Nachspielen
3 Basel Matthias 1 Fischer Thomas 0 Nachspielen
4 Gernert Ingolf 1 Böckler Michael 0 Nachspielen
5 Nußbaumer Hans 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen
6 Kwossek Georg 1 Döpfner Volker 0 Nachspielen
7 Pfannes Andreas 1 Weikert Benedikt 0 Nachspielen
8 Kwossek Martin 1 Müller Niklas 0 fehlt

Der letzte Strohhalm ist uns aus der Hand geglitten, und der Abstieg mit dieser Niederlage besiegelt. Fairerweise muss man sagen, dass wir heute keine Chance gegen die im Schnitt um 200 DWZ-Punkte besseren Kitzinger hatten. Auch ohne die Ersatzschwächung wäre es sehr schwer geworden. Zunächst sah es aber ganz anders aus. Corley holte wieder sein Kurzremis gegen einen nominell weit stärkeren Gegner. Anschließend gewann Hofmann seine Partie. Er war nach der Eröffnung gedrückt gestanden und setzte mit einem Gegenangriff alles auf eine Karte. Bauer und Qualität wurden geopfert, ein Springer hing etliche Züge lang. Doch Nußbaumer fand nicht die beste Verteidigung und geriet unter erheblichen Druck. Er opferte die Dame zurück, hatte nun Turm und Läufer dafür bekommen und noch einige Gegenchancen. Doch Andreas fand weiter gute Züge und als Nußbaumer eine weitere Figur verlor, gab er auf.

Doch dies sollte schon unser letzter Punkt in diesem Match bleiben, die folgenden sechs Partien wurden verloren. Als erster war Niklas Müller an der Reihe. Ihm hatten wir nicht wirklich eine Chance zugetraut. Aber er hielt sich recht lange, dann musste er aber doch seinem überlegenen Gegner die Waffen strecken. Fischer schaffte es nicht, die Bauernwalze seines Gegners am Königsflügel unter Kontrolle zu bringen. Im weiteren Verlauf ließ er sich seinen Läufer einkasteln, der damit eine traurige Gestalt bot und nicht mehr mitspielte. Als sein Gegner den Druck am Königsflügel noch verstärken konnte, gab Thomas auf. Böckler fand im Mittelspiel in einer Abwicklung nicht die beste Fortsetzung, verlor einen Bauern und handelte sich einen schlechten Doppelbauern ein. Das Eindringen des Gegners auf der siebten Reihe entschied dann das Spiel. Zwei Züge vor dem Matt gab Michael auf.

Weikert spielte anfangs gut mit, hätte dann aber durch eine Springergabel die Qualität verloren. Beim Versuch, dies mit einer anderen Abwicklung zu vermeiden, übersah er eine Mattdrohung des Gegners, wodurch eine Figur nicht zurückgeschlagen werden konnte. Damit blieb ihm eine Minusfigur, die Pfannes im Endspiel ohne Probleme in den Sieg ummünzte. Den Sieg schon fast in der Tasche hatte Döpfner, der erst einen Bauern gewann und dann einen Freibauern bis nach d2 vorstoßen konnte. Aber in der entscheidenden Phase verpasste er mit nur noch fünf Minuten auf der Uhr zwei Gewinnzüge mit 29...Se3 und 30...Dxd2, vergab seinen Vorteil und stellte schließlich auch noch den Springer ein. Lutz Müller bildete wieder einmal das Schlusslicht. Er hatte sich zunächst eine gute Stellung erspielt, patzte dann aber, geriet ins Hintertreffen und bekam keine Chance mehr, den Verlust abzuwenden. Schon kurz nach vier Stunden war der Kampf vorbei.

Runde 7

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20.02. SC 1957 Bad Königshofen II SV Heidingsfeld  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Dr. Corley Brian ½ Ostermeyer Peter ½ Nachspielen
2 Müller Lutz 1 Königer Matthias 0 Nachspielen
3 Müller Gerhard 1 Levit Vladimir 0 Nachspielen
4 Böckler Michael ½ Scheer Walter ½ Nachspielen
5 Hofmann Andreas 0 Gebauer Thomas 1 Nachspielen
6 Beyersdorf Gunter ½ Bauer Ottmar ½ Nachspielen
7 Döpfner Volker 0 Hemmer Karl-Edmund 1 Nachspielen
8 Weikert Benedikt 1 Heil Paul 0 Nachspielen

Erstaunlich! Mit diesem Sieg hatten wir nicht mehr gerechnet, zumal wir auch ersatzgeschwächt antraten. Nachdem wir bereits alle Hoffnung auf einen Nichtabstieg haben fahren lassen, kommt nun der Hoffnungsfunke durch die Hintertür zurück. Aber dazu müssen die letzten beiden Kämpfe gewonnen werden, was insbesondere im Falle des Spitzenreiters Klingenberg utopisch scheint. Aber immerhin steigen wir nicht ohne Mannschaftspunkte ab.

Es begann wieder einmal mit einem schnellen Remis von Corley. Gegen IM Ostermeyer darf dies mit Fug und Recht als großer Erfolg angesehen werden. Brian hatte ihn zu einem Läuferopfer eingeladen, das laut Literatur aber nicht durchdringt. So holte Ostermeyer nur ein Dauerschach raus. Weikert stand zu diesem Zeitpunkt schon gut, denn sein Gegner hatte ein überflüssiges Springerschach gegeben und verlor dadurch nicht nur zwei Bauern, sondern handelte sich auch einen gefährlichen Bauern auf f7 ein. Weikert baute seine Position aus und als er schließlich einen Turm mehr hatte, gab Heil auf.

Anschließend remisierte Böckler mit einem 20-Züger. Angesichts seiner Angeschlagenheit aufgrund einer Grippe das beste, was er tun konnte. Döpfner hatte im Mittelspiel einen wichtigen Bauern verloren, da er ein Zwischenschach übersehen hatte. Sein Gegner überspielte ihn nach und nach am Damenflügel, und als weiterer Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab Volker auf. Lutz Müller hatte sich in einer blitzsauberen Partie einen Freibauern auf der C-Linie und damit Druck auf dem Damenflügel verschafft. Kurz nachdem er daraus verbundene Freibauern machen konnte, fiel Königers Blättchen, der mit der Verteidigung zuviel Zeit verbraucht hatte.

Hofmann hatte sich nach anfänglichem Gegendruck befreit und zwischenzeitlich die bessere Stellung erreicht. Ein angebotenes Remis schlug er aus, da die Partie von Gerhard Müller dem Anschein nach schlecht stand. Gebauer musste sogar die Qualität opfern, um sich vom Druck zu entlasten. Doch leider verlor Andreas wieder einmal durch Zeitüberschreitung, ausgerechnet im vierzigsten Zug. Damit war der Punktestand mit 3-3 wieder ausgeglichen. Die Partie von Beyersdorf befand sich schon im Endspiel. Gunter hatte zwischenzeitlich einen Bauern gewonnen, doch durch das fehlende »Luftloch« ergaben sich zuviele Drohungen, und so verlor er den Bauern wieder. Im Springerendspiel ergab sich keine Chance mehr und man remisierte. Auf diese Weise blieb die Entscheidung über den gesamten Kampf beim alten Haudegen und Ehrenvorsitzenden Gerhard Müller hängen. Mit einem Springeropfer gegen zwei Bauern hatte er die Königsstellung aufgeknackt, doch drang das Opfer zunächst nicht durch und Levit konnte sich konsolidieren, indem er einige Abtäusche erzwang. Doch dann verlor er zuviel Zeit und der Vormarsch des Königs und der zwei Freibauern am Königsflügel entschieden den Tag für Müller und das gesamte Team.

Runde 6

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30.01. SK Bad Neustadt 1933 SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Söder Thomas ½ Dr. Corley Brian ½ Nachspielen
2 Eckstein Bernd 1 Müller Roland 0 fehlt
3 Brauner Lucas 0 Müller Lutz 1 fehlt
4 Federschmidt Ralf 1 Müller Gerhard 0 fehlt
5 Markert Markus 0 Fischer Thomas 1 fehlt
6 Memmler Marcus 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen
7 Menninger Gerd 1 Weikert Benedikt 0 fehlt
8 Demling Kurt 1 KL (unbesetzt)   0 KL kampflos

Das schlimmste an diesem Spieltag war nicht die Niederlage, auch nicht die Tatsache, dass damit auch der letzte Hoffnungsfunke auf den Klassenerhalt erloschen ist. Noch schlimmer war, dass unser Mannschaftskamerad Gunter Beyersdorf auf der Hinfahrt offensichtlich einen Autounfall hatte und ins Krankenhaus musste. Genauere Informationen liegen im Moment noch nicht vor. Wir wünschen ihm auch auf diesem Wege alles Gute.

Dementsprechend gestaltete sich der Beginn etwas chaotisch, auch zumal man nicht im gewohnten Spiellokal der Neustädter spielte. Der Beginn verzögerte sich um eine halbe Stunde und auch danach kehrte aufgrund der Unklarheit über Gunters Verbleiben in der Mannschaft keine Ruhe ein. Dann fanden wir uns aber mit der Situation ab und versuchten, in Ruhe unsere Partien zu spielen. Der junge Thomas Fischer blieb offensichtlich unbelastet, da er den Mannschaftsführer der Neustädter Markus Markert in nur 20 Zügen überspielte. Doch unser Ausgleich des kampflosen Verlustpunktes blieb nicht lange erhalten, denn Roland Müller stellte in bereits gedrückter Stellung die Dame ein, da er eine Kombination übersehen hatte.

Dann dauerte es bis etwa eine halbe Stunde vor der Zeitkontrolle, als weitere Entscheidungen fielen. Corley remisierte wieder einmal im 20 Zug, doch hatte er einen Bauern weniger, und beide nur noch wenig Zeit. Dann konnte Hofmann endlich seine Negativserie in dieser Saison brechen. Er war im gegnerischen Damenflügel eingebrochen und hatte einen Bauern erobert. Nach einigen Abtäuschen machte sein Gegner - bereits in Zeitnot - einen Fehler und lief in eine Fesselung hinein. Dadurch verlor er zwei weitere Bauern und der Verlust war nicht mehr weit. Etwa zeitgleich verlor Weikert seine Partie. Er hatte einige passive Züge gemacht und den König in der Mitte belassen. Schließlich brach seine Stellung nach einem Springeropfer auf f2 zusammen.

Die letzten beiden Partien von Gerhard und Lutz Müller mussten entscheiden. Doch auch Gerhard befand sich schon im verzweifelten Abwehrkampf. Federschmidt hatte die verkeilte Stellung geknackt und war auf dem Königsflügel eingebrochen. Als er Damentausch erzwang, gab Müller auf, da er sich mit dem König der beiden entfernten Freibauern nicht mehr erwehren konnte. Damit stand der Mannschaftsverlust fest. Lutz Müller hatte sich eine wilde Zeitnotschlacht mit Brauner geliefert und als die Blättchen gefallen waren, verzogen sich die beiden letzten Spieler an ein anderes Brett, um die Züge nachzuschreiben. Da passierte eine Kuriosität, denn während die beiden noch rekonstruierten, hatte ein Neustädter in der Annahme, die Partie sei beendet, am eigentlichen Brett bereits die Uhr abgestellt und die Figuren aufgeräumt. Es war aber keine Schwierigkeit, die letzte Position wiederherzustellen. Während sich die restlichen Spieler bis auf die beiden Mannschaftsführer bereits verzogen hatten, kämpften Müller und Brauner noch ein langwieriges Endspiel aus, in dem Lutz einen Tick besser stand, da er einen Läufer gegen einen Springer mit beiderseitigen Freibauern an beiden Flügeln hatte. Lutz brachte das Endspiel dann doch noch souverän nach Hause und ließ sich dabei auch nicht von den Gästen am Nebentisch stören, die inzwischen im Nebenraum des Cafés Platz genommen hatten und lautstark diskutierten.

Runde 5

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23.01. SC 1928 Mömbris SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Behl Claus ½ Dr. Corley Brian ½ Nachspielen
2 Stadtmüller Michael 0 Müller Roland 1 Nachspielen
3 Susallek Markus 1 Müller Lutz 0 Nachspielen
4 Pfarr Michael 1 Fischer Thomas 0 Nachspielen
5 Simon Carlo 0 Böckler Michael 1 Nachspielen
6 Kemmerer Toni 1 Hofmann Andreas 0 Nachspielen
7 Oster Norbert 1 Beyersdorf Gunter 0 Nachspielen
8 Reising Bernhard ½ Weikert Benedikt ½ Nachspielen

Schon wieder knapp verloren, aber diesmal dürfte es unseren Abstieg endgültig besiegelt haben. Zwar ist theoretisch noch was drin, aber gegen das Restprogramm rechnen wir uns nicht die Chancen aus, noch die nötigen Punkte zu sammeln. Corley war als erster fertig. Sein Remis war berechtigt. Er tauschte möglicherweise falsch in der Hoffnung, sein Springer würde bessere Felder finden, doch hätte er den Läufer behalten, wäre dieser seinem Pendant gegenüber leicht in Vorteil gewesen. In der Zwischenzeit hatte Fischer schon in der Entwicklung eine Qualität verloren. Er kämpfte einen langen Abwehrkampf, konnte aber das Blatt nicht mehr wenden und fuhr trotz der an Zügen längsten Partie unseren ersten Minuspunkt ein.

Einen Hoffnungsschimmer gab es kurz darauf, als Böckler seinen Punkt machte. Er hatte einen »Pfahl im Fleische« auf e6 plazieren können und drang daraufhin in die gegnerische Stellung ein. Der Gegenangriff kam ein Tempo zu spät und so wurde der gegnerische König mattgesetzt. Aber danach kippte der Kampf gegen uns. Beyersdorf hatte die Bauern vor seiner Königsstellung gelockert, sein Gegner konnte Linien für seine Figuren öffnen, drang zu Gunters ungeschütztem König vor und setzte ihn schließlich Matt. Auch Hofmann verlor wieder seine Partie. In einer geschlossenen Stellung konnte er lange gut mithalten und sich sogar leichte positionelle Vorteile erkämpfen. Doch die Zeitnot machte einen Strich durch die Rechnung. In ihr übersah er ein Abzugsschach und verlor damit eine Figur.

So hatten die Mömbriser bereits 3½ Punkte gesammelt und noch drei Partien standen aus. Die Partien von Lutz und Roland Müller standen auf des Messers Schneide, Weikert war in der Verteidigung. Der Sieg von Roland Müller gab dann Anlass zur Hoffnung. Zwar hatte er zwischenzeitlich eine Qualität verloren, doch im Anschluss daran spielte sein Gegner ohne Ideen und Roland übernahm die aktive Rolle. Durch ein sehenswertes Springeropfer konnte er dem König zu Leibe rücken und Stadtmüller gab auf, denn er musste sich zwischen Matt und massivem Materialverlust entscheiden.

Lutz Müller hatte sich Raumvorteil und Initiative erkämpft, aber in der Zeitnotphase kippte das Spiel, weil Lutz übersah, dass der Gegner im 36. Zug seinen Läufer en prise stellte, und das Geschenk nicht annahm. Stattdessen verlor er die Qualität und sein guter Freibauer wog dies nicht auf. Der wurde gestoppt und der gegnerische lief durch. Das war die Entscheidung zum Verlust des Mannschaftskampfes. Die Partie von Weikert dauerte noch ein wenig. Er hatte wieder einmal einen Bauern weniger, der sich noch dazu auf der gegnerischen Seite als Freibauer darstellte. Doch Reising fand den Gewinnweg nicht und Benedikt konnte diesmal einen halben Punkt für seine Abwehrleistung einstreichen.

Runde 4

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19.12. SC 1957 Bad Königshofen II SC Obernau  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Dr. Corley Brian 0 Dobrovolsky Ladislav 1 Nachspielen
2 Müller Roland ½ Schramm Christian ½ Nachspielen
3 Müller Gerhard 0 Krejci Jakub 1 Nachspielen
4 Fischer Thomas 0 Gerlach-Büdinger Manuela 1 Nachspielen
5 Böckler Michael ½ Siwek Anton ½ Nachspielen
6 Hofmann Andreas 0 Frankenberger Ralf 1 Nachspielen
7 Beyersdorf Gunter 1 Elter Thimo 0 Nachspielen
8 Burzler Annette 1 Gerlach Dieter 0 Nachspielen

Auch diesmal blieben wird wieder unter unseren Möglichkeiten, auch wenn die Obernauer mit der bisher besten Mannschaft in dieser Saison antraten. So war es vor allem an den vorderen Brettern schwer für uns. Corley hatte es mit dem um 400 Rating-Punkte besseren IM Dobrovolsky zu tun. Demzufolge musste es schon nach 20 Zügen aufgeben, nachdem sein Gegner seine Königsstellung mit einem Springeropfer aufgeknackt hatte. Der Springer wäre unter Mitnahme von zwei Bauern und anhaltendem Angriff des Meisters zurückgewonnen worden, der weitere Verlauf also aussichtslos geworden. Einen Lichtblick gab es ein wenig später, als Beyersdorf den Königsangriff seines Gegners nicht nur abwehren, sondern die geöffnete H-Linie sogar zu seinen Gunsten ausnutzen konnte. Der Gewinn einer Qualität und das Eindringen auf der zweiten Reihe reichte aus, um einige Bauern zu sammeln und das Endspiel souverän zu gewinnen.

Danach kam es jedoch knüppeldick. Gerhard Müller verlor seine Dame, da er ein Ablenkungsschach übersehen hatte. Aber auch ohne dies wäre ein Springer verloren gewesen. Hofmann setzt sein Formtief mit einer weiteren Niederlage fort. In einer turbulenten Eröffnungsphase hatte er einen Springer für die bessere Entwicklung und zwei Bauern geopfert und konnte diesen mit Bauerngewinn im Saldo zurückgewinnen. Doch nach dem Damentausch geriet er außer Tritt und überließ dem Gegner zuviele Freiheiten. Dieser drang dann in seine Stellung ein und eroberte mit einer Kombination einen Turm, was zur Aufgabe zwang. Böckler remisierte etwa zeitgleich mit einem Minusbauern. Damit hatten die Obernauer schon 3½ Punkte und die letzten drei Partien standen auch nicht zum besten.

Diese zogen sich noch eine Weile hin. Fischer hatte im Mittelspiel zwei Bauern verloren, konnte zwar einen zurückgewinnen und ein Endspiel mit ungleichen Läufern erreichen, doch der mächtige Freibauer auf der D-Linie zwang ihn zur Passivität. Im 73. Zug verpasste er die Remis-Chance, als der gefährliche Bauer hätte geschlagen werden können. 15 Züge später musste er trotz Zeitnot der Gegnerin aufgeben. Damit war der Kampf entschieden. Roland Müller hielt in einer sauberen Partie ein Remis gegen den fast 300 DWZ-Punkte stärkeren FIDE-Meister Schramm. Zeitweise stand er sogar einen Tick besser, doch in Wirklichkeit war die Remisbreite nie überschritten worden. Schramm zog die Partie trotz eindeutiger Remisstellung noch bis zum unvermeidlichen Patt vor dem Randbauern hin. Annette Burzler und ihr Gegner Gerlach nutzen die gesamte Bedenkzeit von sechs Stunden bis zu den letzten Sekunden aus. Annette war ständig unter Druck gestanden und hatte einen Bauern verloren. Dies war wohl auch der Grund, warum sich Gerlach nicht mit einem Remis zufrieden geben wollte. Es kam dann zu einer echten Zeitnotschlacht mit etlichen Stellungswiederholungen, aber da keiner nachgeben oder Remis nach FIDE-Regeln beantragen wollte, fiel schließlich das Blättchen bei Gerlach zuerst.

Runde 3

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05.12. SC 1957 Bad Königshofen II SB Versbach  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Dr. Corley Brian ½ Hegmann Hartmut ½ Nachspielen
2 Müller Lutz 0 Meinberger Leo 1 Nachspielen
3 Fischer Thomas ½ Lindner Werner ½ Nachspielen
4 Böckler Michael ½ Schmidtel Wolfgang ½ Nachspielen
5 Hofmann Andreas 0 Meier Andreas 1 Nachspielen
6 Beyersdorf Gunter ½ Scholz Peter ½ Nachspielen
7 Günsch Hans-Georg ½ Scheiger Gerhard ½ Nachspielen
8 Weikert Benedikt 0 Marx Peter 1 Nachspielen

Eigentlich hatten wir vor, in diesem Kampf endlich die ersten Mannschaftspunkte für den Klassenerhalt zu besorgen, doch irgendwie stand der Tag unter keinem guten Stern. Außer Gunter Beyersdorf konnte von uns niemand zu irgendeinem Zeitpunkt einen nennenswerten Vorteil herausarbeiten. So war es auch nur folgerichtig, dass sich nach einiger Zeit vier Remisen von Corley, Fischer, Böckler und Günsch auf dem Konto einfanden.

An den anderen Brettern stand es diesem Zeitpunkt nicht gut. Hofmann und Weikert hatten je einen Minusbauern und Lutz Müller hatte einen Springer auf f7 geopfert. Sein Angriff versandete dann jedoch, weshalb Lutz daraufhin aufgeben musste. Hofmann ließ im 40. Zug das Blättchen fallen, nachdem er beständig unter Druck gestanden war. In der Eröffnung hatte er einen Bauern verloren, dabei aber Figurengewinn gegen zwei Bauern verpasst.

Beyersdorf hatte sich zwischenzeitlich einen Mehrbauern erobert, der zusammen mit einem Kollegen ein gefährliches Freibauernpaar im Zentrum bildete. In der Folge fand Gunter jedoch nicht die richtigen Züge, ließ sich zurückdrängen und den Bauern wieder abnehmen. Er gelangte im Endspiel wieder in Initiative, doch der gute Freibauer reichte nicht mehr als zu remis. Auch Weikert hatte in der Eröffnung einen Bauern verspielt, konnte sich in der Folgezeit noch recht gut wehren, doch gab im Bauernendspiel der Mehrbauer letztendlich den Ausschlag.

Runde 2

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21.11. SC Obernburg 1946 SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Sterk Joachim ½ Dr. Corley Brian ½ Nachspielen
2 Staub Florian ½ Müller Roland ½ Nachspielen
3 Rebscher Ralf 0 Müller Lutz 1 Nachspielen
4 Zimmermann Frank 1 Müller Gerhard 0 Nachspielen
5 Lutz Hans-Joachim 0 Fischer Thomas 1 Nachspielen
6 Becker Michael 1 Hofmann Andreas 0 Nachspielen
7 Bachmann Claus 1 KL Beyersdorf Gunter 0 KL kampflos
8 Schlegel Thomas 0 Burzler Annette 1 Nachspielen

Dumm gelaufen oder ärgerlich, je nach Geschmack, doch solche Dinge lassen sich nie ganz vermeiden. Trotz eigentlich guter Planung verpasst Beyersdorf die Abfahrt der Fahrgemeinschaft und muss alleine hinterherfahren. In Obernburg selbst findet er das Spiellokal nicht und kommt so erst kurz nach 11 Uhr an. Damit war seine Partie verloren. Ob auch Annette Burzlers Partie damit wertlos wird, steht in der Schwebe, doch wir mussten mit zwei Verlustpunkten von Anfang an rechnen.

Es dauerte sehr lange, bis sich an den Brettern Tendenzen in bestimmte Richtungen erkennen ließen. Nur Burzler stand recht bald gut und gewann schließlich durch einen Mattangriff. Doch dieser Sieg wird möglicherweise nur DWZ-Wert haben. Corley ging anschließend ein Remis ein. Sein Königsangriff drang nicht durch. Sterk hatte hartnäckig verteidigt und die Stellung war verkeilt. Angesichts der Aussichten auf einen schwarzen Einbruch am Damenflügel oder ein Endspiel mit grottenschlechtem Läufer war das Remis berechtigt. Kurz vor der Zeitkontrolle verlor Hofmann durch Zeitüberschreitung, doch die Stellung wäre über kurz oder lang ohnehin zusammengebrochen. Seine vorgerückten und zersplitterten Bauern am Damenflügel wurden von Becker erfolgreich unter Beschuss genommen.

Einmal mehr stellte Lutz Müller seine Qualitäten in der Zeitnotphase unter Beweis. Er konnte einen Turm auf der siebten Reihe etablieren. Der dadurch entstehende Druck ermöglichte es ihm, einen Bauern nach dem anderen aufzusammeln. Wie so oft bei Lutz, gab der Gegner im 41. Zug auf. Roland Müller hatte sich mit einem ungleichen Materialverhältnis auseinanderzusetzen. Staub hatte einen Springer geopfert, um Turm und zwei Bauern gegen Rolands Läuferpaar zu besitzen. Nach beiderseitiger Remisablehnung geriet Staub dann beim Versuch, einen Bauern zu verwerten, in ein Dauerschach.

Um noch sicher ein Mannschaftsremis herbeizuführen, hätten wir noch zweier Siege bedurft. Fischer und sein Gegner Lutz hatten in einer positionellen Partie lange laviert, bis Lutz die Abwesenheit von Fischers Dame nutzte und am Königsflügel einen kleinen Angriff inszenierte, der aber nicht nur steckenblieb, sondern auch zum Verlust einer Qualität führte. Thomas verwertete dann seinen Materialvorteil im Endspiel souverän. Gerhard Müller war zwischenzeitlich zwei Bauern im Plus, doch einer war immerhin sicher. Er ließ sich durch ungenaue Züge aber in die Defensive drängen und sein Gegner konnte die Bauern unter Beibehaltung der Initiative zurückgewinnen. Nach einer Abschlusskombination mit Generalabtausch entschieden die Freibauern von Zimmermann.

Runde 1

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31.10. SK Schweinfurt 2000 II SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Wiener Horst 1 Kulagin Alexander 0 Nachspielen
2 Kügel Konrad 1 Dr. Corley Brian 0 Nachspielen
3 Full Jochen 1 Fischer Thomas 0 Nachspielen
4 Kassubek Wolfgang ½ Böckler Michael ½ Nachspielen
5 Neubauer Jaroslaus 1 Hofmann Andreas 0 Nachspielen
6 Feichtner Erich 1 Beyersdorf Gunter 0 Nachspielen
7 Fischner Uwe ½ Günsch Hans-Georg ½ Nachspielen
8 Kolosnjaji Janko 1 Weikert Benedikt 0 Nachspielen

Wir hatten zwar eine Niederlage erwartet, doch wir mussten auch eine heftige Packung einstecken. Die war in der Tendenz etwas zu hoch, auch wenn wir gegen einen der Favoriten der Liga ersatzgeschwächt antraten und die Gegner im Schnitt um die hundert DWZ-Punkte mehr aufbieten konnten. Dabei fing alles recht harmlos an. Böckler remisierte schnell, Hofmann spielte riskant auf Angriff und auch Kulagin baute langsam, aber sicher einen Angriff am Königsflügel auf. An den anderen Brettern zeichnete sich noch keine Tendenz ab.

Doch dann kippte die Lage zugunsten der Schweinfurter. Weikert erlag nach guter Eröffnung einem klassischen Sämisch-Angriff. Dann übersah Kulagin, von dem wir uns einen sicheren Punkt erhofft hatten, ein spektakuläres Qualitätsopfer, das kurz darauf zu Figurenverlust und Eindringen der gegnerischen Dame führte. Nach dem Damentausch gab Kulagin die hoffnungslose Stellung auf.

Günsch stand zwar beständig unter Druck, konnte seine Position aber hervorragend halten und holte damit unseren zweiten halben Punkt. Doch dabei sollte es auch bleiben. Corley überstand einen Einbruch auf seinem Königsflügel nicht unbeschadet. Hofmann musste zu einem Endspiel mit ungleicher Materialverteilung abwickeln. In diesem sah er sich bald unter Druck gesetzt, wobei die Figuren von Neubauer besser harmonierten. Er führte einen Abwehrkampf mit absteigender Tendenz und musste schließlich die Segel streichen. Damit war der Mannschaftskampf verloren.

Aber auch Thomas Fischer hatte nach gutem Beginn eine Qualität durch einen eindringenden Springer verloren, später kam ein Bauer hinzu, was letztendlich zum Verlust führte. Das Schlusslicht bildete einmal mehr Beyersdorf. Nach ruhigem Beginn geriet die Partie in taktisches Fahrwasser mit beiderseitigen Angriffen auf den gegnerischen König. Dabei wurden von beiden Seiten Chancen ausgelassen, den Sack zuzumachen (Feichtner) oder das Ruder herumzureißen (Beyersdorf). Am Ende war Gunter gezwungen, die Dame zu opfern, um das drohende Matt abzuwenden. Mit dem Läufer gegen die Dame hatte er trotz Freibauern keine wirkliche Chance mehr.

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