1. Mannschaft 2004/2005

Klasse: Landesliga Nord Aktuelle Tabelle Rundenplan
Saisonziel: Klassenerhalt Aktuelle Ergebnisse Spieltermine - Übersicht
  Vorsaison
Mannschaftsführer:  , Keßlerstraße 28, 97631 Bad Königshofen, Tel.: 09761/2452

Spielberichte nach Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9

Stammspieler

Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.

Spieler/in ELO DWZ Ergebnis
IM Ivanov Victor L. 2463 2464 8/9
WGM Zakurdjaeva Irina 2285 2282 0/1
  Sternheimer Erhard 2215 2137 4½/8
FM Hofstetter Dr. Hans-Joachim 2231 2128 5/7
  Frobenius Dr. Wolfram 2196 2196 0/2
WIM Blazkova Petra 2205 2191 2½/5
  Suren Peter 2214 2077 2½/5
  Jahrsdörfer Gerd 2178 2146 4/8
  Michaelis Martin - 2170 2/3
  Schmid Michael 2155 2107 6/8
  Mikliaeva Darja 2097 2082 3½/7

Ersatzspieler

Spieler/in ELO DWZ Ergebnis
  Müller Roland - 1998 2/3
  Müller Lutz - 1967 0/2
  Fischer Thomas 2028 1839 ½/1
  Weikert Benedikt - 1580 0/1

Spielberichte

Runde 9

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10.04. Array  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Ivanov Victor L. 1 Pohl-Kümmel Jens-Uwe 0 Nachspielen
2 Zakurdjaeva Irina 1 KL Paerr Manfred 0 KL kampflos
3 Sternheimer Erhard 0 Trenchev Yolo 1 Nachspielen
4 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Bayer Christian 0 Nachspielen
5 Blazkova Petra 0 Heumann Joern 1 Nachspielen
6 Michaelis Martin 0 Boca Harald 1 Nachspielen
7 Schmid Michael 1 Blodig Stefan 0 Nachspielen
8 Mikliaeva Darja 0 Wasl Ernst 1 Nachspielen

Knapp daneben ist auch vorbei! Ein halber Brettpunkt hat uns zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Oberliga gefehlt. Der vor der letzten Runde punktgleiche Mitkonkurrent Dettingen patzte nicht und gewann sein Match. Wir hätten einfach nur 4½-3½ gewinnen müssen, um die Meisterschaft zu sichern, aber das »einfach« war in diesem Fall wohl relativ. Und das, obwohl wir die in dieser Saison stärkste Mannschaft an die Bretter bekommen konnten und auch noch eine Partie geschenkt bekamen, denn die Regensburger traten zu siebt an und bescherten Irina Zakurdjaeva damit einen freien Tag.

Hofstetter steuerte bald einen zweiten Punkt bei, da sein Gegner einen vergifteten Bauern fraß und daraufhin einen Springer einbüßte. Mikliaeva dagegen verlor erst einen Bauern, dann eine Qualität und schließlich mündete das ganze in eine komplette Minusfigur. Als ihr Gegner den Damentausch erzwang, sah Darja keine Chance mehr für das Endspiel und gab auf. Schmid schaffte es, in einem gleichwertigen Endspiel mit dem Springerpaar gegen das Läuferpaar zu obsiegen. Er sammelte kleine Stellungsvorteile und nach einem Patzer des Gegners gewann er einen der Läufer. Die Partie war damit praktisch gelaufen. Sternheimers Partie blieb bis ins Damenendspiel unspektakulär und im Remisbereich, doch dann gewann der entfernte Freibauer von Trenchev mehr und mehr Gewicht. Erhard versuchte nach dem Damentausch noch einen Bauerndurchbruch am Königsflügel, aber es reichte nicht mehr.

Damit stand es 3-2 für uns, doch die restlichen Partien sahen ungünstig für uns aus. Michaelis stand bis zum Endspiel gleichwertig, dann aber ließ er sich den wichtigen Bauern am Damenflügel abluchsen. Der entfernte Mehr- und Freibauer reichte aus, um die Partie gegen Martin zu entscheiden. Blazkova verpasste in der entscheidenden hochtaktischen Phase das vielversprechende Springeropfer 28...Sxe3 und kam stattdessen aus der Abwicklung mit einer Minusfigur heraus. Sie wehrte sich noch einige Züge, doch letztendlich bekam sie keine Chance mehr. So blieb bei Ivanov die Aufgabe hängen, mit einem Sieg wenigstens noch das 4-4 zu erreichen. Bis zum Endspiel stand es jedoch ausgeglichen, bis Victor eine Gelegenheit fand, die beiden Damenbauern des Gegners einzuheimsen. Das reichte für den Gewinn seiner Partie und das Mannschaftsunentschieden, aber eben nicht mehr für den Meistertitel.

Runde 8

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13.03. Wacker Neutraubling SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Loos Roland 1 Ivanov Victor L. 0 Nachspielen
2 Halbritter Josef ½ Sternheimer Erhard ½ Nachspielen
3 Hitzler Philipp 0 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Nachspielen
4 Schmahl Stephan 0 Blazkova Petra 1 Nachspielen
5 Müller Christian 1 Suren Peter 0 Nachspielen
6 Wutz Christoph 0 Jahrsdörfer Gerd 1 Nachspielen
7 Werner Claus 0 Schmid Michael 1 Nachspielen
8 Dietrich Reinhard 1 Mikliaeva Darja 0 Nachspielen

Schneller als gedacht sind wir plötzlich wieder Tabellenführer. Dettingen bot uns Schützenhilfe und schlug Mitkonkurrent Regensburg, avancierte damit aber auch zum ernsthaften Aspiraten auf den Titel, da diese beiden nun mit uns punktgleich an der Spitze stehen. Wir selbst schlugen heute in einem nervenaufreibenden Krimi einen weiteren Mitkonkurrenten aus dem Feld.

Ivanov verbuchte diesmal seinen ersten Minuspunkt der Saison. Seine Partie, in der er zumindest nicht schlechter stand, hatte er in Zeitnot weggeworfen. Hofstetter besiegte in einer Kurzpartie seinen Gegner, der mit den schwarzen Steinen die Entwicklung sträflich vernachlässigt hatte. So blieb der König in der Mitte hängen und wurde wenig später zur Strecke gebracht. Mikliaeva verlor erst im Mittelspiel eine Qualität, geriet unter Druck und vergriff sich nach einigen weiteren Zügen. Der absehbare Turmverlust zwang zur Aufgabe. Schmid überzeugte einmal mehr. Wie so oft stand er zunächst gedrückt, konnte sich aber herauswinden und sich verbundene Freibauern im Zentrum erarbeiten, die er in den Sieg ummünzte.

Der Bauernsturm von Suren am Königsflügel wurde vom Gegner gut abgewehrt, Peter verlor dabei einen Bauern und büßte die Kontrolle über das Zentrum ein. Später wurde auch noch ein Springer eingefangen. Suren wehrte sich noch einige Züge, bis er sich mit dem unvermeidlichen Verlust abfand. Jahrsdörfer wehrte die Versuche seines Gegners, sich mit einem Bauernopfer nach dem anderen die Initiative zu erobern, souverän ab. Am Ende hatten sich vier Bauern aufsummiert, die Gerd schließlich zum Sieg umsetzte. Das wichtige Remis für den Mannschaftssieg steuerte Sternheimer bei. Er hatte sich starke Initiative am Damenflügel und einen Mehrbauern erarbeitet, musste sich dann aber in eine Stellungswiederholung fügen, weil seine Leichtfiguren in der gegnerischen Stellung ohne Unterstützung blieben und der Verlust einer von beiden drohte. Blazkova hatte sich in der Eröffnung zwei Bauern erkämpft, geriet aber zur Zeitkontrolle in Bedrängnis. Doch diese Komplikationen überstand sie gut und brachte ihren Vorteil bis in die zweite Zeitnotphase. Als das Blättchen ihres Gegners fiel, hatte sie auch nur noch eine Minute auf der Uhr.

Runde 7

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13.02. SC 1957 Bad Königshofen SC 1868 Bamberg II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Ivanov Victor L. 1 Krauseneck Prof.Dr. Peter 0 Nachspielen
2 Sternheimer Erhard 1 Rous Frantisek 0 Nachspielen
3 Frobenius Dr. Wolfram 0 Schwalbe Gerhard 1 Nachspielen
4 Blazkova Petra 1 Saring Dr. Christoph 0 Nachspielen
5 Suren Peter 1 Bender Thomas 0 Nachspielen
6 Jahrsdörfer Gerd ½ Denk Stefan ½ Nachspielen
7 Müller Roland 1 Mikuta Alexander 0 Nachspielen
8 Fischer Thomas ½ Schmid Bernhard ½ Nachspielen

Nach diesem Sieg hat sich unsere Situation in der Liga komplett geändert, denn nun können wir tatsächlich noch aus eigener Kraft Meister werden. Nachdem der bisherige Spitzenreiter Neutraubling gegen den jetzt neuen Tabellenführer SV Fortuna Regensburg II heute strauchelte, sind es nur noch zwei Punkte Abstand zur Spitze. In den beiden letzten Runden geht es gegen diese beiden und mit zwei Siegen können wir den Meistertitel erringen.

Bereits nach der Eröffnungsphase sah es diesmal nach einem Sieg aus. Sechs Bretter standen tendenziell besser, nur Sternheimer musste sich eines Angriffs erwehren und auch Jahrsdörfer stand gehörig unter Druck. Suren gewann als erster, nachdem er einen klassischen Angriff auf die Königsstellung über die h-Linie zum Erfolg führte. Wenig später gewann auch Roland Müller seine Partie. Sein Gegner zog einen optisch gefährlichen Bauernsturm auf, doch wurde er aufgrund des zu stürmischen Vorgehens dabei zugleich zwei von diesen Bauern los und der Angriff verpuffte. Auch ein weiteres Qualitätsopfer brachte nicht den Erfolg und nachdem sich Roland konsolidiert hatte, gab Mikuta auf. Fischers Partie überschritt in seinem Landesligadebut trotz zwischenzeitlich leicher Vorteile nie die Remisbreite und so einigte man sich im Endspiel auf das Unentschieden, als für beide gar nichts mehr ging.

Ivanov gewann wieder einmal in seiner gewohnt trockenen Art. Er nutzte kleine Schwächen des Gegners konsequent und in Ruhe aus, ohne ernsthaftes Gegenspiel zuzulassen. Der Zusammenbruch der weißen Stellung war dann nur eine Frage der Zeit. Derweil warf Frobenius seine gute Position in der Zeitnot weg. Seinen guten Freibauern konnte er nicht verwerten, stattdessen ließ er sich die Bauern am Königsflügel wegnehmen und im Endspiel reichte dieser Vorteil dann zum Gewinn für seinen Gegner Schwalbe. Petra Blazkova spielte eine aufregende Partie, in der sie drei Bauern opferte und in der das Material nicht wirklich eine Rolle spielte. Entscheidend war letztendlich, dass sie es schaffte, den gegnerischen König in der Mitte zu halten, und Saring den einzigen rettenden Zug 26...Txb5 nicht sah.

Damit war der Mannschaftssieg in der Tasche, und es ging nur noch um die Höhe. Und ausgerechnet die beiden anfangs für uns schlecht stehenden Partien blieben übrig. Jahrsdörfer stand nach der Öffnung der h-Linie lange unter Druck. Nach den Turmtäuschen verlor sein Gegner Denk langsam die Initiative, da er den vielversprechenden Bauernvorstoß f5 unterließ. Im Damenendspiel stand es sogar etwas besser für Gerd, aber Denk wickelte in ein Dauerschach ab. Nachdem sein Gegner den Gewinn von Bauer und Qualität (16...Lxf3 17.Lxf3 Sxd4) übersehen hatte, befreite sich Sternheimer durch mutige Bauernvorstöße aus der fast tödlichen Umklammerung und gewann bei den Abtäuschen der Schwerfiguren zudem zwei Bauern. Dieses Endspiel wollte sich der Gegner nicht mehr antun.

Runde 6

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30.01. SK SW Nürnberg Süd SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Elber Manfred 0 Ivanov Victor L. 1 Nachspielen
2 Saathoff Richard ½ Sternheimer Erhard ½ Nachspielen
3 Finster Michael 0 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Nachspielen
4 Meulner Klaus 0 Suren Peter 1 Nachspielen
5 Stiller Jürgen ½ Jahrsdörfer Gerd ½ Nachspielen
6 Redzepovic Irfan 0 Michaelis Martin 1 Nachspielen
7 Konsek Peter ½ Schmid Michael ½ Nachspielen
8 Elrbeck Peter 0 Mikliaeva Darja 1 Nachspielen

Ein überzeugender Auftritt unsererseits gestaltete diesen Kampf etwas einseitig. Schon nach einer Stunde gewinnt Michaelis in einer scharfen Variante der französischen Partie eine Figur, in der man normalerweise einen Bauern weniger hat. Wenig später startet Ivanov einen Angriff und steht besser. Schmid opfert zwei Bauern für den Angriff und gewinnt bald einen zurück, ohne seine Initiative zu verlieren. Dann aber verpasst er ein mögliches Springeropfer (19.Seg5), das zum Vorteil geführt hätte. Michaelis muss eine Qualität opfern, um den Gegenangriff abzubremsen und seine Dame in die Mitte des eigenen Angriffs zu bringen.

Doch der erste, der seine Partie gewinnt, ist Ivanov, der in der Schlußkombination sogar die Dame opfert, aber die Rückgewinnung unter erheblichem weiteren Materlialverlust konnte der Gegner nicht mehr verhindern. Mikliaeva nutzt einen Fehler des Gegners aus, gewinnt seine zwei Zentrumsbauern und knackt schließlich die Königsstellung, was zur Aufgabe führt. Als nächstes bringt Michaelis sein Spiel nach Hause. Die aktiven Springer brachten schließlich die Entscheidung. Hofstetter befindet sich derweil schon im Turmendspiel, gewinnt plötzlich Bauern um Bauern und als der Gewinn der Bauern drei und vier unabwendbar ist, gibt der Gegner auf. Damit steht es bereits 4-0 für uns.

Der Angriff von Schmid gerät ins Stocken, doch dafür kann er das Materialverhältnis ausgleichen. Nach weiteren Abtäuschen verflacht das Spiel und man gibt Remis, was gleichzeitig den Mannschaftssieg bedeutet. Peter Suren erschwindelte sich in einem eigentlich verlorenen Endspiel eine Figur über eine Springergabel. Der Gegner hatte für seinen Läufer kein gutes Feld mehr gesehen, doch mit einem Zug in die Höhle des Löwen (25.Lg7!) hätte er den Materialvorteil halten können. Suren gewann daraufhin souverän und sehenswert. Die beiden verbleibenden Partien von Sternheimer und Jahrsdörfer wurden dann remisiert und man fuhr zufrieden nach Hause. Der Abstieg ist damit kein Thema mehr und wir können jetzt nach vorne sehen. Zwei der drei in der Tabelle vor uns liegenden Teams können wir selbst noch bremsen.

Runde 5

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16.01. SC 1957 Bad Königshofen SC Noris Tarrasch Nürnberg II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Ivanov Victor L. 1 Roth Norbert 0 Nachspielen
2 Sternheimer Erhard ½ Wulfmeyer Johannes ½ Nachspielen
3 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Hirn Oskar 0 Nachspielen
4 Frobenius Dr. Wolfram 0 Willim Michael 1 Nachspielen
5 Blazkova Petra 0 Sargin Anatol 1 Nachspielen
6 Jahrsdörfer Gerd ½ Reiser Wolfgang ½ Nachspielen
7 Schmid Michael ½ Wagner Florian ½ Nachspielen
8 Mikliaeva Darja 1 Ederer Rene 0 Nachspielen

Es war ein relativ ausgeglichener Kampf, und dennoch ein nicht unverdienter Sieg, da die Mehrzahl der Partien doch eher zu unseren Gunsten standen. Es ging aber erst mal mit einem Dämpfer los. Frobenius war frühzeitig per Generalabtausch im Endspiel angelangt, wurde in die eigene Hälfte zurückgedrängt und übersah schließlich eine Springergabel, die die Qualität kostete. Angesichts der ohnehin schlechten Stellung gab er auf. Doch im Gegenzug gelangte der kraftvolle Angriff von Mikliaeva zu seinem erfolgreichen Ende. Mit einem Turmopfer knackte sie die gegnerische Stellung endgültig.

In der Zeitnotphase kam dann die Vorentscheidung. Hofstetters Gegner unterschätzte zwei Zwischenschachs, wodurch er erheblichen Materialverlust erlitt und bald darauf zu unseren Gunsten aufgeben musste. Ivanov brach nach ungewöhnlicher Eröffnung über die B-Linie in den Damenflügel des Gegners ein, gewann nebenbei einen Bauern und dominierte schließlich nach Belieben. Die Drohung einer bevorstehenden Bauernumwandlung entschied dann das Spiel. Petra Blazkova dagegen geriet im Endspiel unter Druck und gleichzeitig in Zeitnot. Kurz vor einer möglichen Bauernumwandlung durch den Gegner fiel das Blättchen.

Wir führten nun 3-2 und in den übrigen drei Partien standen wir an allen Brettern leicht besser. Schmid hatte sogar eine Qualität mehr. Jahrsdörfer versuchte wirklich alles, doch zum Schluß waren ungleiche Läufer übrig und es wurde gespielt, bis nur noch zwei Könige auf dem Brett waren. In Anbetracht der Lage, dass Sternheimer ein besseres Endspiel am Brett hatte, ließ Schmid ein schwieriges Endspiel aus und remisierte duch Stellungswiederholung. Es lag einmal mehr an Erhard Sternheimer, den Mannschaftssieg klar zu machen. Aus dem erhofften Partiegewinn wurde nichts mehr, dafür jedoch ein sehenswertes erzwungenes Patt. Mit dem Sieg festigten wir unseren Mittelfeldplatz und haben vielleicht schon den Nichtabstieg gesichert. Angesichts der Leistungsdichte in der Klasse ist aber weder nach oben noch nach unten etwas spruchreif. Umso mehr zeigt sich, wie wichtig es ist, ein möglichst kampfstarkes Team an die Bretter zu bekommen.

Runde 4

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12.12. SF Dettingen SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Schönau Werner 0 Ivanov Victor L. 1 Nachspielen
2 Stickler Andreas 1 KL Zakurdjaeva Irina 0 KL kampflos
3 Stickler Roberto 0 Sternheimer Erhard 1 Nachspielen
4 Rosenberger Berthold ½ Hofstetter Dr. Hans-Joachim ½ Nachspielen
5 Bahlke Wolfgang ½ Jahrsdörfer Gerd ½ Nachspielen
6 Pfeifer Peter ½ Schmid Michael ½ Nachspielen
7 Dahlheimer Bernd 1 Müller Lutz 0 Nachspielen
8 Schnell Manfred 1 Weikert Benedikt 0 Nachspielen

Der Verlust heute ist eindeutig der Ersatzschwächung zuzuschreiben. Ein Brett blieb frei und an den hinteren Brettern wurde zwar bravourös gekämpft, doch letztendlich blieb man ohne Chance. Und dennoch schrammten wir nur knapp an einem Mannschaftspunkt vorbei! Ivanov hatte es diesmal leicht, denn sein Gegner zelebrierte ein inkorrektes Läuferopfer auf h3, das er leicht abwehren konnte. Auch Sternheimer hatte rasch eine Siegstellung auf dem Brett. Er konnte mit Tempo auf der d-Linie mit den Türmen in die gegnerischen Stellung eindringen. Dann konnte er sie auch noch auf der siebten Reihe verdoppeln, was Stickler keine Chance mehr ließ.

Hofstetter beendete seine Partie ebenfalls bereits im Mittelspiel. Zwar hatte er durch eine Kombination eine Qualität gewonnen, doch der gegnerische, unangreifbare Springer auf e5 war praktisch genausoviel Wert wie ein Turm. So gab man remis. Jahrsdörfer konnte aus der Eröffnung einen kleinen Vorteil ins Endspiel hinüber retten, doch dann fand er nicht die richtigen Züge und büßte die Initiative ein. Als der Gegner bereits etwas besser stand, einigte man sich auf ein Remis. Nach einem unspektakulärem Beginn wurde Schmids Partie erst im Endspiel interessant. Erst erspielte er sich leichte Vorteile durch seine aufgerückten Bauern am Königsflügel, doch kehrte sich dieser Vorteil ins Gegenteil um und er musste gegen das Läuferpaar und einen Mehrbauern ankämpfen. Dann konnte er den Abtausch gegen den richtigen Läufer und somit ungleiche Läufer erzwingen. Der Rest war einfach und das theoretische Remis sicher.

Lutz Müller versuchte sich mit einem Angriff am Königsflügel, doch dafür musste er selbst den König in der Mitte belassen. Dort war er angreifbar, was der Gegner ausnutzte und schließlich mit Bauernverlust bestrafte. Nach dem Damentausch war die Partie vielleicht noch zu halten, aber Lutz tat zu lange nichts gegen die Fesselung seines Läufers und fiel dann auf eine Kombination von Dahlheimer herein, der den Läufer damit eroberte. Die Partie schleppte sich noch einige Züge hin, doch als die Situation aussichtslos wurde, gab Lutz auf. Weikert spielte anfangs gut mit, versperrte sich dann aber den Rückzugsweg seiner Dame, bis sein Gegner die Chance hatte, sie zu einzukreisen. Benedikt nahm zudem den falschen Turm, denn mit 22...Dxe1+ hätte er zusätzlich den Springer auf d5 bekommen, womit das Materialverhältnis halbwegs gewahrt und noch Raum für Schwindelchancen geblieben wären. Doch so ging es rasch dem Ende entgegen.

Runde 3

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28.11. SC 1957 Bad Königshofen TSV Bindlach II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Ivanov Victor L. 1 Opitz Alexander 0 Nachspielen
2 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 0 Wetscherek Andreas 1 Nachspielen
3 Blazkova Petra ½ Pesch Prof.Dr. Werner ½ Nachspielen
4 Suren Peter ½ Aulinger Reimund ½ Nachspielen
5 Jahrsdörfer Gerd 0 Tiller Jaroslav 1 Nachspielen
6 Schmid Michael ½ Spitzl Bertram ½ Nachspielen
7 Mikliaeva Darja ½ Völker Sebastian ½ Nachspielen
8 Müller Roland 0 Heimerdinger Jörg 1 Nachspielen

Nach den beiden Siegen ist dies jetzt der erste Dämpfer. Dabei hätten wir genausogut gewinnen können, denn mindestens die Partien von Hofstetter, Mikliaeva und Müller waren für einen Sieg gut. Aber die Chancen wurden reihenweise vergeben. Auch Ivanov schien anfangs Schwächen zu zeigen. Er ließ zu, dass sein Gegner mit einem Läuferopfer die beiden ungedeckten Türme aufgabeln konnte. Das brachte zwar Materialgewinn, doch stellte Opitz damit seine Dame ins Abseits und Viktor konnte mit seiner Herrscherin ungestört agieren. Nachdem die weiße Dame endlich befreit war, standen für Ivanov zwei Bauern mehr auf dem Brett, die er mit seiner Technik ohne Probleme verwertete. Die wohl bitterste Partie verlor Hofstetter. Er hatte seinen Gegner am Damenflügel bereits überspielt und war kurz davor, einen Freibauer auf der sechsten Reihe zu etablieren. Doch vernachlässigte er die eigene Königsstellung, die gegnerische Dame fand ein Schlupfloch, kam aus der eigenen Defensive heraus, und plötzlich war ein schnelles Matt unabwendbar.

Blazkova hatte in der Eröffnung einen Turm für einen Läufer und zwei Bauern geopfert. Nach einigen Abtäuschen blieb ein Mehrbauer in einem Turmendspiel übrig. Letztendlich reichte dieser nicht, denn ihr Gegner konnte eine Remisfestung aufbauen. Auch Suren hatte lange Zeit die Initiative und Druck auf der h-Linie, doch auch seine Partie reichte nicht über ein Remis hinaus. Jahrsdörfer stand lange Zeit etwas besser, doch die von ihm selbst initiierte Öffnung der Stellung gereichte ihm nicht zum Vorteil. Stattdessen profitierte sein Gegner von seinen nun entstandenen verbundenen Freibauern. Gerd war gezwungen, seinen Läufer zu opfern, aber danach war die Partie nicht mehr zu retten. Die Partie von Schmid dagegen hatte nie die Remisbreite überschritten. Nach einigem Figurengeplänkel im Zentrum einigte man sich auf Remis durch Stellungswiederholung.

Mikliaeva hatte es nach dem Damentausch geschafft, auf dem Damenflügel die Übermacht zu bekommen und sich einen Freibauern auf der b-Linie zu erarbeiten. Dann jedoch versäumte sie es, diesen rechtzeitig weiter voranzutreiben. So konnte der gegnerische König herankommen und die Situation entschärfen. Damit reichte es letztendlich nur zu einem Remis. Und auch Roland Müller agierte im Endspiel unglücklich. Erst hatte er erheblichen Druck des Gegners durch genaues Spiel nicht durchdringen lassen. Daraufhin hatte er sich sogar zwei Mehrbauern im Turmendspiel erobert. Doch dann übersah er eine Kombination, bei der der Gegner seinen Freibauern auf f3 entscheidend in Szene setzte. Schade! Bei diesem Kampf war definitiv mehr drin.

Runde 2

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14.11. SV Altensittenbach SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Albrecht Hans 0 Ivanov Victor L. 1 Nachspielen
2 Röder Frank 1 Zakurdjaeva Irina 0 Nachspielen
3 Röder Dr. Gerd ½ Sternheimer Erhard ½ Nachspielen
4 Pauli Dr. Alexander ½ Hofstetter Dr. Hans-Joachim ½ Nachspielen
5 Wallinger Manfred ½ Jahrsdörfer Gerd ½ Nachspielen
6 Hanisch Friedrich 0 Michaelis Martin 1 Nachspielen
7 Auer Günther 0 Schmid Michael 1 Nachspielen
8 Rösch Lothar 1 Mikliaeva Darja 0 Nachspielen

Ein etwas glücklicher Sieg, der unter anderem dem Siegeswillen von Martin Michaelis zu verdanken ist. Ein Mannschaftsremis wäre der Begegnung durchaus gerecht gewesen. Der Kampf war über den gesamten Verlauf weitgehend ausgeglichen, nur am Ende neigte sich die Waage zu unseren Gunsten. Es begann mit einem sehr kurzen Remis von Hofstetter. Ivanov dagegen gelangte bald in leichten Vorteil, den er mittels seines Läuferpaares zu einem klaren Gewinn verdichtete.

Dadurch gelangten wir zunächst in Führung, doch an anderen Brettern sah es zwischenzeitlich nicht gut aus. So war Irina Zakurdjaeva schlecht aus der Eröffnung gekommen und geriet bald unter Druck. Ihr Gegner konnte mit seiner Dame in ihre Stellung eindringen und einen Mattangriff inszenieren, dem sie letztendlich erlag. Doch etwa zeitgleich gewann Schmid seine Partie. Er hatte sich über ein starkes Bauernzentrum Vorteil gesichert und diesen kontinuierlich ausgebaut. Ein weiteres Remis wurde von Jahrsdörfer beigesteuert. Gerd stand anfangs etwas besser, verpasste dann aber ein erfolgversprechendes Qualitätsopfer. Beide Gegner starteten anschließend Königsangriffe. Nachdem sich der Pulverdampf verzog, hatte Gerd einen Mehrbauern, der ihm aber nichts nützte, da Wallinger in ein Dauerschach abwickelte. Der Ausgleich für Altensittenbach geschah dann durch die Partie von Darja Mikliaeva. Rösch hatte eine Figur für drei Bauern geopfert und sich damit starke Freibauern verschafft. Darja musste später die Figur zurückopfern, doch es blieben Minusbauern, die zum Verlust führten.

So mussten die letzten beiden Partien von Sternheimer und Michaelis entscheiden. Für beide wurden Remisen angeboten. Zu diesem Zeitpunkt stand Sternheimer gedrückt und Michaelis hatte einen Minusbauern. Doch beide wollten weiterspielen! Sternheimer war zuversichtlich, das Remis definitiv halten zu können und Michaelis meinte, seine Stellung sei gut, und der Bauer werde zwangsläufig zurückgewonnen. Welch vorbildlicher Kampfgeist! Wenig später willigte Sternheimer doch ins Remis ein und Michaelis hatte seinen Bauern zurückgewonnen. Zu diesem kamen nach und nach noch zwei weitere Bauern hinzu, und Martin sicherte sich damit nicht nur den eigenen, sondern auch den Mannschaftssieg.

Runde 1

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24.10. 1. FC Marktleuthen SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Trefny Vlastimil 0 Ivanov Victor L. 1 Nachspielen
2 Lorenz Mark ½ Sternheimer Erhard ½ Nachspielen
3 Kopp Andre 1 Suren Peter 0 Nachspielen
4 Heinz Thomas ½ Jahrsdörfer Gerd ½ Nachspielen
5 Nürnberger Stefan 0 Schmid Michael 1 Nachspielen
6 Wilfert Andre 0 Mikliaeva Darja 1 Nachspielen
7 Küspert Helmut 0 Müller Roland 1 Nachspielen
8 Lichtinger Bernd 1 Müller Lutz 0 Nachspielen

Gleich zum Auftaktmatch als Aufsteiger ein Sieg, und das wieder mit einem ersatzgeschwächten Team. Und der Sieg hätte noch höher ausfallen können, denn Peter Suren hatte den Punkt schon auf der Hand. Werden wir damit der Favoritenrolle gerecht, die uns die anderen schon wieder zugeschrieben haben?

Zwei Partien kippten schon recht bald zu unseren Gunsten und fuhren auch die ersten beiden Punkte ein, wenn auch dieses sich noch über 3 Stunden hinzog. Unser Neuzugang IM Victor L. Ivanov hatte einen Bauern für die Initiative geopfert. Sein Gegner opferte die Qualität zurück. Ivanov gewann später den Bauern mit besserer Stellung zurück. Der Gegenangriff von Trefny blieb ohne Wirkung, und der Materialvorteil reichte zum Gewinn aus. Darja Mikliaeva konnte in der Eröffnung einen Bauern ergattern, diesen verteidigen und ebenfalls eine Qualität hinzugewinnen, was die Partie letztendlich entschied.

Die übrigen Partien blieben lange ausgeglichen. Michael Schmid bewies zwischenzeitlich Kampfgeist, indem er ein Figurenopfer verschmähte, das seinem Gegner die Möglichkeit gegeben hätte, per Dauerschach remis zu erzwingen. Schließlich wurde er dafür später mit dem Sieg belohnt. Peter Suren nimmt dagegen ein Qualitätsopfer an, verteidigt im Anschluß hervorragend und kommt dadurch in Vorteil. In der ersten Zeitnotphase schwindet dieser durch einen schwachen Zug etwas und die verbleibende Materialkonstellation mit zwei Türmen gegen Springer, Läufer und zwei Mehrbauern ist schwierig, birgt aber noch gute Chancen. Dagegen verliert Lutz Müller in der Zeitnot möglicherweise die Übersicht oder die Nerven, sicher jedoch einen Turm und damit die Partie.

Nach dem endgültigen Sieg von Schmid steht es kurz nach der Zeitkontrolle 3-1 für uns, und die restlichen Partien stehen alle tendenziell besser. Sternheimer und Jahrsdörfer haben Endspiele mit Mehrbauern, doch es ist jeweils unsicher, ob dieser zum Gewinn ausreicht. Beide bekommen Remisen angeboten. Kurz darauf kippt die Partie von Roland Müller aufgrund der Zeitnot des Gegners endgültig zu seinen Gunsten und der vierte Punkt ist im Sack. Jahrsdörfer nimmt daraufhin das angebotene Remis an, womit der Mannschaftssieg gesichert ist. Suren gerät ebenfalls in Zeitnot, verliert einen Turm und gibt auf, woraufhin auch Sternheimer ein Remis annimmt.

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