2. Mannschaft, Meister 2003/2004

Klasse: Bezirksliga Ost Aktuelle Tabelle Rundenplan
Saisonziel: Klassenerhalt Aktuelle Ergebnisse Spieltermine - Übersicht
  Vorsaison
Mannschaftsführer:  , Scherenbergstraße 1, 97082 Würzburg, Tel.: 0931/415376

Spielberichte nach Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9

Stammspieler

Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.

Spieler/in DWZ Ergebnis
Michaelis Martin 2177 1½/3
Mikliaeva Darja 2070 2/2
Müller Lutz 1916 5/7
Müller Roland 1945 7/9
Böckler Michael 1787 4½/8
Beyersdorf Gunter 1676 3½/9
Müller Gerhard 1819 3/4
Härter Jan 1742 2/2
Günsch Hans-Georg 1730 5/7
Hofmann Andreas 1731 7/9
Fischer Thomas 1799 6½/8

Ersatzspieler

Spieler/in DWZ Ergebnis
Müller Jürgen 1658 1/1
Burzler Annette 1639 ½/2
Weikert Benedikt 1514 ½/1

Spielberichte

Runde 9

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02.05. Array  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Michaelis Martin 0 Effmert Thomas 1 Nachspielen
2 Müller Lutz 1 Anliker Peter 0 Nachspielen
3 Müller Roland 1 Binder Andreas 0 Nachspielen
4 Böckler Michael 0 Ritter Friedrich 1 Nachspielen
5 Beyersdorf Gunter 0 Otto Adolf 1 Nachspielen
6 Günsch Hans-Georg 1 Krebs Konrad 0 Nachspielen
7 Fischer Thomas 1 Schäfer Sven 0 Nachspielen
8 Hofmann Andreas 1 Braulik Johann 0 Nachspielen

Es ist geschafft! Als Aufsteiger gleich nochmal aufgestiegen! Wir wiederholen das Kunststück, das unsere erste Mannschaft schon 2001 vollbracht hat. Nur noch zwei Brettpunkte waren zu sammeln, doch wir wollten auch diesen Kampf gewinnen, alleine um zu zeigen, dass die Meisterschaft verdient ist. Von Remisgeschiebe, was angesichts der Vorgabe verständlich gewesen wäre, war dieser Kampf weit entfernt, denn alle Partien sahen einen Sieger.

Zunächst sah es aber wieder einmal gar nicht nach Sieg aus. Als Kiebitz sah unser Ehrenvorsitzender Gerhard Müller schon dunkle Wolken aufziehen, denn die ersten beiden Partien, in denen Tendenzen zu sehen waren, liefen gegen uns. Böckler hatte im Angriffsoptimismus seine Königsstellung zu sehr gelockert und dabei einen Springer verloren. Der wurde zwar kurz darauf von Ritter zurückgeopfert, doch der mangelnde Bauernschutz des Königs entschied schlussendlich die Partie. Zu dem Zeitpunkt hatte auch Michaelis bereits eine Figur durch eine falsch berechnete Abwicklung verloren.

Just in dem Moment, als der Königsangriff von Hofmann endlich ins Rollen kommen sollte, patzte sein Gegner und erlaubte ein einzügiges Matt. Auch Günsch brachte dann seine Druckstellung gegen den rückständigen Bauern auf d7 voll zur Geltung. Damit war der Sack »Meisterschaft« zu, und es ging für uns nur noch darum, auch den Kampf selbst zu gewinnen. Wir führten zwar erstmals, doch kurz darauf verlor Michaelis endgültig, und auch Beyersdorf musste die Waffen strecken. Er hatte dem Druck auf seinen Königsflügel nicht mehr standhalten können. Wieder im Rückstand rechneten wir aber schon mit dem Gewinn von Fischer. Dieser war zwischenzeitlich mit einer Qualität plus einem Bauern in Vorteil, opferte diese jedoch zurück, um einen gefährlichen Freibauern zu beseitigen und in ein gewonnenes Endspiel abzuwickeln, was er schließlich auch nach Hause brachte.

Zur Zeitkontrolle stand es also 3-3, doch die letzten beiden Partien ließen noch lange auf sich warten. In der Partie Müller-Anliker inszenierten beide Parteien Angriffe auf die Rochadestellung des anderen. Anliker verpasste im 27. Zug die Chance, die Bauern auf seinem Königsflügel endgültig zu verkeilen. So konnte Lutz in seine Stellung einbrechen, was die Partie dann entschied. Roland Müller häufte in seiner positionell geführten Partie Vorteil um Vorteil an und drückte seinen Gegner in die Defensive. Dieser hatte sich in eine Festung verschanzt, konnte jedoch keine eigenen Initiativen mehr angehen. Am Ende fand Roland doch noch den Weg, die Festung zu knacken.

Runde 8

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28.03. SV Heidingsfeld II SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Storr Christian 0 Müller Lutz 1 Nachspielen
2 Behringer Dieter 0 Müller Roland 1 Nachspielen
3 Groß Günter ½ Böckler Michael ½ Nachspielen
4 Kriener Peter-Georg 0 Beyersdorf Gunter 1 Nachspielen
5 Weber Jürgen ½ Günsch Hans-Georg ½ Nachspielen
6 Richter Prof. Ernst 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen
7 Matern Ludwig 1 Burzler Annette 0 Nachspielen
8 Nees Norbert ½ Müller Jürgen ½ Nachspielen

Mit diesem Sieg haben wir den Aufstieg schon fast in der Tasche. Nachdem Verfolger Bergrheinfeld einen Mannschaftspunkt in Bad Kissingen ließ, haben wir nun zwei Mannschaftspunkte und 6½ Brettpunkte Vorsprung, d.h. zwei Brettpunkte reichen uns im letzten Kampf zum Aufstieg, unter der unwahrscheinlichen Voraussetzung, dass Bergrheinfeld 8-0 gewinnen kann. Dass man in dieser Saison mit fünf Minuspunkten noch Meister werden kann, zeigt, wie ausgeglichen die Liga ist.

Nach einem unspektakulären Remis von Günsch gab es gleich mal einen Dämpfer. Annette Burzler hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Sie vergriff sich gleich zweimal hintereinander und hatte plötzlich einen Turm weniger. Einige Züge später brach ihre Stellung zusammen. Doch zu diesem Zeitpunkt standen Lutz und Roland Müller an den ersten Brettern bereits gut. Wenig später konnten beide ihre Königsangriffe erfolgreich abschließen. Böckler hatte zwischenzeitlich einen Bauern verloren, der aufgrund der geschlossenen Stellung ohne Auswirkung blieb. Dann gewann er den Bauern zurück und das zunehmend verflachte Turmendspiel wurde berechtigterweise remis gegeben.

Bei dem Zwischenstand von 3-2 mussten die letzten drei Partien entscheiden. Diese standen aber schon tendenziell gut für uns. Jürgen Müller hatte sich auf einen riskanten Bauernraub in der Eröffnung eingelassen und dabei die Entwicklung seines Königsflügels vernachlässigt. Dies ging aber gut und sein Gegner Nees ließ sich sogar seinen Läufer einsperren, der dann verloren ging. Der Gegenangriff brachte Jürgen einige Probleme ein, denn sein Mehrspringer war ohne Wert am Rand im Abseits. Schließlich ließ er sich im Interesse des Mannschaftsergebnisses auf eine Stellungswiederholung ein.

Hofmann hatte nach Problemen in der Eröffnung durch passive Züge des Gegners eine aktive Druckstellung gegen den weißen Isonali auf d4 aufbauen können. Beide Spieler hatten zwischenzeitlich Remisen angeboten, aber vom Gegner abgelehnt bekommen. Schließlich konnte Andreas die Verteidigung des Isolani unterminieren, diesen erobern und zusätzlich Prof. Richter einen Doppelbauern einbrocken. Das Turmendspiel war wohl theoretisch gewonnen, aber durch einen Fehler Richters wurde sein König mitten auf dem Brett Matt gesetzt. Unser inzwischen schon Dauerschlusslicht Gunter Beyersdorf schaffte es nach zwei schweren Fehlern des Gegners, eine lupenreine Zwickmühle aufzubauen. Mit dieser erlangte er entscheidenden Materialvorteil (Dame für Turm) und wenige Züge später gab Kriener die aussichtslose Partie auf. Schon vor der Zeitkontrolle um 18:00 Uhr war der Kampf beendet.

Runde 7

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14.03. SK 1933 Bad Neustadt II SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Weck Hans 0 Müller Lutz 1 Nachspielen
2 Dorst Joachim 0 Müller Roland 1 Nachspielen
3 Lorz Heribert ½ Böckler Michael ½ Nachspielen
4 Heerlein Gerd ½ Beyersdorf Gunter ½ Nachspielen
5 Memmler Marcus 0 Günsch Hans-Georg 1 Nachspielen
6 Treibel Michael 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen
7 Gütling Achim ½ Weikert Benedikt ½ Nachspielen
8 Schwartl Helmut 0 Fischer Thomas 1 Nachspielen

Das Ergebnis fiel wesentlich deutlicher aus, als es dem Spielverlauf nach zunächst aussah. Etwa nach 2,5 Stunden kam eine erste Entscheidungsphase. Böckler und Weikert hatten Remisen angeboten bekommen. Auf unserer Seite standen Roland Müller und Günsch bereits mit starken Angriffsstellungen auf Gewinn, doch an anderen Brettern sah es bedenklich aus. Hofmann hatte eine Qualität verloren, Fischer musste sich mit einem Springer auf d6 herumplagen und der König von Lutz Müller stand luftig. Die Remisen wurden dennoch angenommen. Kurz darauf gewann tatsächlich Roland Müller seine Partie. Er hatte die unkoordinierte Stellung der gegnerischen Figuren und die Schwächen am Damenflügel ausgenutzt. Nach dem Verlust der Qualität hatte Hofmann seine Dame auf Raubzug ins gegnerische Lager geschickt, doch sein Gegner tat es ihm gleich. Andreas hatte nur noch auf einen Schwindel, z.B. eine Gabel mit den zwei Springern gehofft, doch nachdem man sich gegenseitig die Zentrumsbauern genommen hatte, stellte Treibel urplötzlich die Dame ein. Ein geschenkter Sieg! Dies war wohl der psychologische Knacks für die Neustädter, denn nun stand es 3-1 für uns. Bei einem 2-2 wäre es noch schwer für uns geworden.

Wenig später wurde die Zeitnotphase eingeläutet. Diese brachte die endgültige Entscheidung. In heftiger Zeitnot befanden sich auf unserer Seite Lutz Müller sowie auf Neustädter Seite Memmler und Heerlein mit jeweils nur noch 10 Minuten für 15-18 Züge. Als erstes brach Memmler zusammen. Gegen die Druckstellung von Günsch fand er einfach nicht mehr die besten Züge. Günsch hatte einen Eröffnungsfehler ausgenutzt und Memmler die Rochade verdorben. Dieser konnte sich gegen den guten Springer auf d6 mit blockiertem Bauer d7 nicht mehr vernünftig entwickeln. Lutz Müller stellte wieder einmal seine Qualitäten als versierter Blitzer unter Beweis. Er fand selbst in hochgradiger Zeitnot noch beste Züge, während sein Gegner mit mehr Zeit gerade jetzt Fehler produzierte. Müllers nächster Zug nach dem Vervollständigen des Partieformulars entschied die Partie. Der gegnerische Springer war nicht mehr zu retten.

Thomas Fischer hatte sich durch einige ungenaue Züge seines Gegners des unangenehmen Springers auf d6 entledigen können und dabei auch noch einen Bauern gewonnen. Die sehr offene Stellung blieb dennoch schwierig, aber dann stellte sein Gegner den Turm ein, was die Partie sofort beendete. Beyersdorf setzte wieder einmal den Schlusspunkt. Er hatte aus der Zeitnot von Heerlein immerhin einen Bauern erwirtschaftet und bemühte sich in dem entstandenen Turmendspiel redlich, diesen zu einem Sieg zu verwerten, fand aber den Gewinnweg nicht und musste sich schließlich in ein Remis fügen.

Runde 6

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29.02. SC 1957 Bad Königshofen II SC Maßbach 1951  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Michaelis Martin ½ Gehrig Thomas ½ Nachspielen
2 Müller Roland 1 Dünisch Manfred 0 Nachspielen
3 Müller Lutz 1 Steinmetz Rainer 0 Nachspielen
4 Müller Gerhard 1 Conrady Helmut 0 Nachspielen
5 Beyersdorf Gunter 0 Genthner Klaus 1 Nachspielen
6 Günsch Hans-Georg ½ Schwarz Harald ½ Nachspielen
7 Hofmann Andreas 0 Weigand Dr. Michael 1 Nachspielen
8 Fischer Thomas 1 May Thomas 0 Nachspielen

Erst in der zweiten Zeitnotphase um 20.00 Uhr wurde der Kampf entschieden, der auch genausogut zu Gunsten von Maßbach hätte ausgehen können. Damit haben wir wieder den Spitzenplatz der Tabelle übernommen, da Mitkonkurrent Würzburg 1965 in Bergrheinfeld Punkte abgeben musste. Wir stehen jetzt punktgleich mit Würzburg, aber unsere positive Brettpunktebilanz zählt fast so viel wie ein Mannschaftspunkt. Doch bei drei noch ausstehenden Runden, zwei Mannschaften mit 9 und drei mit 8 Punkten an der Spitze wird die Entscheidung über die Meisterschaft wohl erst am letzten Spieltag getroffen.

Günsch remisierte schnell in etwas besserer Stellung. Hofmann geriet ins Hintertreffen, nachdem er den möglichen Bauerngewinn falsch abwickelte (17.Txc3, gefolgt von Sxe4+ und Lxc3) und zudem den Gegenangriff unglücklich abwehrte. Sein Gegner konnte daraufhin einen starken Läufer auf f6 platzieren, lavierte aber zu lange und ließ Andreas nochmal ins Spiel kommen. Das Endspiel mit Minusbauern und ungleichen Läufern wäre wohl zu halten gewesen, aber ein weiterer Fehler entschied dann. Thomas Fischer übersah zwar einen taktischen Schlag im Mittelspiel (20.Txf6, gefolgt von Dg4+ und dxc6), konnte aber seinen Freibauern bis d7 vordrücken und die Partie damit entscheiden. Zur ersten Zeitkontrolle stand es mit nur drei entschiedenen Partien unentschieden.

Dann brachte uns Gerhard Müller erstmals in Führung. In der Zeitnotphase hatte er einen Springer erobert und mit dessen Hilfe wurde der Freibauer auf der C-Linie unwiderstehlich. Die Partie von Michaelis sah nach Qualitäts- und Bauerngewinn plus starkem Freibauern nach einem klaren Punkt für uns aus, doch Martin opferte in der unklaren Stellung die Qualität zurück, um die Angriffschancen seines Gegners zu unterbinden. Das Springerendspiel wurde dann remis gegeben. Die letzten drei Partien mussten entscheiden und ließen noch länger auf sich warten. Beyersdorf hatte es mit mit einem gegnerischen Freibauern auf der D-Linie zu tun, der später mitsamt dem C-Bauern als verbundene Freibauern das Spiel entschied. Gunter hatte dabei einige Gegenchancen verpasst (Turm-Einschlag auf c2, Vorrücken des eigenen Freibauern).

So stand es wieder unentschieden. Die beiden letzten Partien wurden erst in in der Zeitnot mit beiderseits weniger als fünf Minuten auf der Uhr entschieden. Nervenaufreibend für die Kiebitze war die Partie von Lutz Müller, der einen Springer geopfert hatte, um eine Bauernwalze am Königsflügel in Bewegung zu bringen. Offensichtlich verpasste auch er mehrere Möglichkeiten, den Sack zuzumachen, aber einer der Bauern drang durch und die neue Dame entschied. Roland Müller und sein Gegner Dünisch produzierten einen echten 100-Züger. Nach langem Lavieren im Mittelspiel entstand ein Endspiel mit Läufer- gegen Springerpaar. Rolands Läuferpaar erwies sich dabei als stärker. Schließlich konnte er in der zweiten Zeitnot einen Springer erobern, womit das Spiel entschieden war.

Runde 5

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25.01. SV Würzburg 1865 III SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Lange Dr. Manfred ½ Müller Lutz ½ Nachspielen
2 Seubert Karl 1 Müller Roland 0 Nachspielen
3 Kuhn Christian ½ Böckler Michael ½ Nachspielen
4 Reitz Helmut 1 Beyersdorf Gunter 0 Nachspielen
5 Drewes Thomas 0 Müller Gerhard 1 Nachspielen
6 Schäfer Jürgen 1 Günsch Hans-Georg 0 Nachspielen
7 Nahler Dr. Michael ½ Fischer Thomas ½ Nachspielen
8 Saftenberger Wolfgang 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen

Ein Kampf bis auf Messers Schneide! Er hätte genauso gut auch für uns ausgehen können, vielleicht sogar müssen. Dabei verlief der Beginn mehr als ungünstig. Für Günsch und Beyersdorf war jeweils ein Damenschach des gegnerischen Weißen auf a4 der Todesstoß. Günsch hatte zunächst noch den Anfangselan von Schäfer zurückwerfen können, übersah dann aber eine Mattkombination. Beyersdorf fraß in der Eröffnung einen vergifteten Bauern und verlor daraufhin einen Springer. Die Partie schleppte sich noch 20 Züge dahin, aber Gunter bekam keine Chance mehr, das Blatt zu wenden. Thomas Fischer kam ebenfalls schlecht aus der Eröffnung, erspielte sich trotzdem einen kleinen Vorteil, den er aber nicht halten konnte. Im ausgeglichenen Springerendspiel gab man Remis. Auch Lutz Müller remisierte in unklarer, weil sehr offener Stellung.

So stand es zwischenzeitlich 3-1 gegen uns. Aber dann glichen Gerhard Müller und Hofmann aus. Müller erwarb sich entscheidenden Materialvorteil mittels einer Fesselung auf der d-Linie und einigen Springergabeln. Die Partie von Hofmann blieb lange unklar. Entschieden wurde sie letztendlich durch die Zeitnot von Saftenberger, der mit nur noch wenigen Sekunden auf der Uhr seine große Chance 33.Dg4 verpasste. Zur Zeitkontrolle stand es also 3-3, und die letzten beiden Partien mussten den Kampf entscheiden. Böckler hatte bis dato Druckspiel auf der h-Linie entwickelt, das im weiteren Verlauf aber nicht zu entscheidendem Vorteil führte. Dagegen hatte Roland Müller mit dem vorgerückten c-Bauern die klar bessere Position und verpasste im 43. Zug sogar einen klaren Gewinnzug (43...c3). Dann aber ließ er Gegenchancen zu, weil er auf den Damentausch verzichtete. Nachdem dieser doch erfolgte, war die Stellung immer noch zu gewinnen. In der irrigen Annahme, der Bauer laufe unaufhaltsam durch, ließ er eine Springergabel mit Schach zu und verlor dadurch seinen Läufer. Die Partie war damit nicht mehr zu halten. Böckler remisierte schließlich, da er berechtigterweise keine Chance sah, das Turmendspiel zu gewinnen.

Runde 4

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14.12. SC 1957 Bad Königshofen II TSV Prichsenstadt  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Müller Roland ½ Steinhauser Thomas ½ Nachspielen
2 Beyersdorf Gunter 1 Krenz Dieter 0 Nachspielen
3 Böckler Michael ½ Klüber Werner ½ Nachspielen
4 Müller Gerhard ½ Lindner Helmut ½ Nachspielen
5 Härter Jan 1 Böttger Jörg 0 Nachspielen
6 Günsch Hans-Georg 1 Feidel Claudius 0 Nachspielen
7 Hofmann Andreas 1 Pfaff Kevin 0 Nachspielen
8 Fischer Thomas 1 Lechner Oskar 0 Nachspielen

Nach diesem Sieg überwintern wir in der bequemen Position des Tabellenführers. Der Nichtabstieg ist gesichert, doch ob wir wirklich Chancen auf den Titel und den Aufstieg haben, wird sich erst im neuen Jahr zeigen. Erst dann warten die wirklich schweren Aufgaben mit Würzburg, Bad Neustadt oder auch Heidingsfeld auf uns. Der bisherige Saisonverlauf hat aber gezeigt, dass die Liga sehr ausgeglichen ist und an einem guten Tag jeder jeden schlagen kann.

Der Kampf blieb zunächst unklar und es dauerte lange, bis die erste Entscheidung fiel. Hofmann beendete als erster seine Partie nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit. Er hatte einen schlechten Tag erwischt und ließ sich von dem blendend aufspielenden Kevin Pfaff in die Defensive drängen. Dieser verpasste jedoch mehrere gute Fortsetzungen und auch die Forcierung seines Angriffs durch ein Qualitätsopfer brachte nicht die Entscheidung. Schließlich wehrte Pfaff ein angedrohtes Matt auf e1 fehlerhaft ab und verlor dadurch die Partie. Roland Müller hatte mit einem Remisangebot im Rücken bis dahin bereits über eine halbe Stunde gewartet, um Tendenzen im Mannschaftskampf zu erkennen. Mit nur noch 5 Minuten auf der Uhr, dem ersten Sieg am Brett und den schon besser stehenden Partien von Günsch und Fischer konnte er beruhigt das Remis annehmen. Fischer hatte schon in der Eröffnung eine Qualität gewinnen können und verwertete diese dann im Endspiel.

Etwa zeitgleich remisierten Böckler und Gerhard Müller. Beide hatten jeweils einen Bauern gewonnen, verloren diese jedoch wieder und standen (laut Fritz 8) in ihren Endstellungen leicht schlechter. Die Remisen wurden auch im Hinblick auf den Mannschaftssieg geschlossen, da damit ein Punktestand von 3½-1½ erreicht war und sowohl Günsch als auch Beyersdorf auf Gewinn standen. Gunter konnte diesmal eine überzeugende Partie auf's Brett bringen. Gegen Krenz hatte er im Mittelspiel eine Qualität gewonnen, kam aber unter Druck und musste die letzten elf Züge bis zur Zeitkontrolle in vier Minuten absolvieren. Diese Zeitnotphase überstand er jedoch glänzend und wickelte in ihr in ein gewonnenes Endspiel ab.

Damit war der Sieg im Kasten. Die beiden letzten Partien waren nur noch für das Brettpunktekonto interessant. Günsch kam nach der Eröffnung unter Druck, doch Feidel setzte ungenügend fort, sein Springeropfer verpuffte und er verlor noch einen Läufer. Der Rest war für Hans-Georg eine Frage der Technik. Wie im letzten Kampf bildete Härter das Schlusslicht und wieder konnte er seinen Gegner in die Zeitnot treiben, wodurch er letztendlich gewann. Jan hatte den wichtigen Zentralbauern auf d4 gewonnen, allerdings auf Kosten der Entwicklung. Sein Gegner Böttger verwandte daraufhin zu viel Bedenkzeit darauf, aus seiner Initiative etwas zählbares zu machen, jedoch ohne Erfolg. Bereits weit vor der Zeitkontrolle um 18.00 Uhr war der Mannschaftskampf vorbei. Im Ergebnis etwas hoch, war der Sieg dennoch verdient.

Runde 3

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30.11. SV Bergtheim SC 1957 Bad Königshofen II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Schliermann Thomas ½ Müller Lutz ½ Nachspielen
2 Küffner Wolfgang ½ Müller Roland ½ Nachspielen
3 Heller Thomas 0 Böckler Michael 1 Nachspielen
4 Werner Stefan 0 Beyersdorf Gunter 1 Nachspielen
5 Müller Thomas ½ Müller Gerhard ½ Nachspielen
6 Engelstätter Roland 0 Härter Jan 1 Nachspielen
7 Krückel Wolfgang 0 Hofmann Andreas 1 Nachspielen
8 Münster Hagen 0 Fischer Thomas 1 Nachspielen

In diesem Match trugen wir letztendlich einen ungefährdeten Sieg davon, obwohl wir uns aufgrund der nominalen Stärke der Bergtheimer auf ein knappes Ergebnis eingestellt hatten. Böckler eröffnete den Reigen, indem er praktisch mit Ansage einen gefesselten Springer eroberte. Der Gegner ließ sich darauf nicht ein und gab stattdessen die Dame für den Läufer. Nach ein paar weiteren Zügen wurde er Matt gesetzt. Thomas Fischer musste sich eines Königsangriffs mit Läuferopfer erwehren. Nach Fehlern auf beiden Seiten verlief der Angriff im Sande und der Materialvorteil entschied. Roland Müller stand zunächst gedrückt, aber fest, und Küffner konnte daraus kein Kapital ziehen. Nach dem Damentausch vereinbarte man Remis. Der Zwischenstand von 2½-½ stimmte bereits hoffnungsfroh, da Lutz Müller und Hofmann gut standen.

Nach längerem Abstand kamen weitere Entscheidungen. Beyersdorf hatte zwar einen Bauern gewonnen, stand aber unter Druck. Doch dann verrechnete sich Werner, stellte einen Springer ein und gab auf. Hofmann hatte bereits in der Eröffnung eine Siegchance per Läuferopfer auf f7 verpasst, da er den glänzenden Folgezug Se6 übersah. Trotzdem konnte er einen starken Läufer auf e6 etablieren. Der nachfolgende Angriff verpuffte zwar, doch immerhin blieb ein Qualitätsplus. Im Endspiel entschieden zwei schwere Fehler des Gegners. Damit war der Mannschaftskampf mit 4½-½ bereits unter Dach und Fach.

Die letzten drei Bretter gingen auf die Zeitkontrolle zu und an allen herrschte Zeitnot auf beiden Seiten. Angesichts dieser willigte Lutz Müller etwas unzufrieden in ein Remis ein, nachdem er lange Zeit besser und auf Angriff stand, die Stellung aber mit dem Damentausch verflacht und sogar etwas zugunsten des Gegners gekippt war. Gerhard Müller stand lange unter Druck, verpasste dann aber - bereits in Zeitnot - den Qualitätsgewinn mit 33. Dd2. Wenige Züge später gab man Remis. Die letzte Partie gewann Jan Härter durch Zeitüberschreitung, allerdings in besserer Stellung und nachdem er bereits vorher beste Gewinnchancen verpasst hatte (31.. Txf2 und 34.. Dxe3).

Runde 2

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16.11. SC 1957 Bad Königshofen II SK Bergrheinfeld  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Michaelis Martin 1 Edelmann Klaus 0 Nachspielen
2 Mikliaeva Darja 1 Moreth Alexander 0 Nachspielen
3 Müller Roland 1 Salveter Michael 0 Nachspielen
4 Müller Lutz 0 Zehnter Sebastian 1 Nachspielen
5 Beyersdorf Gunter 0 Köhler Daniel 1 Nachspielen
6 Böckler Michael 1 Wirth Reinhard 0 Nachspielen
7 Hofmann Andreas 0 Bonnes Klaus 1 Nachspielen
8 Fischer Thomas 0 Koch Lothar 1 Nachspielen

Bergrheinfeld trat nur unter Protest an, da man der Meinung war, der mehrfache Einsatz einiger unserer Spieler in verschiedenen Ligen am selben Spieltag sei nicht von der Turnierordnung gedeckt. Einen Überblick über die Diskussion findet ihr im Forum des Unterfränkischen Schachverbandes.

Der Kampf selbst brachte ein etwas ärgerliches Unentschieden, nachdem ein Sieg sehr einfach möglich gewesen wäre. Drei der vier Verlustpartien wurden durch unnötige Patzer verdorben. Dagegen stand aber auch eine Zeitüberschreitung und eine vorzeitige Aufgabe auf Bergrheinfelder Seite. So gewann Roland Müller als erster seine Partie, zwar in leicht besserer Stellung, aber doch glücklich, da Salveter dem Irrtum unterlag, entweder Matt gesetzt zu werden oder die Dame zu verlieren. Unser Neuzugang Martin Michaelis gewann in überzeugender Manier und ließ seinem Gegner keine Chance. Doch gleichzeitig verlor Thomas Fischer, nachdem er bereits mit einem Läufer gegen zwei Bauern materiell im Vorteil war. Er hatte eine Mattkombination übersehen. Es hätte also schon 3-0 statt nur 2-1 stehen können.

Darja Mikliaeva konnte sich durch ein Schach mit gleichzeitigem Abzug auf die Dame immerhin eine Qualität erobern. Diesen Vorteil setzte sie später mittels eines Freibauern auf der D-Linie um. Die Partie von Gunter Beyersdorf geriet schnell ins taktische Fahrwasser. Er und sein Gegner Daniel Köhler verhedderten sich abwechselnd im Gestrüpp der Varianten, bis Gunter in bereits schlechterer Stellung ein fehlerhaftes Springeropfer brachte, womit die Partie praktisch entschieden war.

Der Zwischenstand von 3-2 ließ hoffen, zumal die restlichen drei Partien tendenziell zumindest nicht schlechter standen. Doch Lutz Müller fraß den vergifteten Bauern auf f7, was ihn auf die Verliererstraße brachte. Hofmann hatte sich durch ein Gambit Initiative und Druck erkauft und konnte dann tatsächlich den Bauern zurückgewinnen, wodurch ein remisverdächtiges Endspiel entstand. Aber kurz bevor er das Remis anbieten wollte, fiel das Blättchen von Wirth, Böcklers Gegner. Michael hatte sich zwar zwei verbundene Freibauern erwirtschaftet. Doch da noch alle Schwerfiguren auf dem Brett waren und Michaels König sehr luftig stand, hätte es sicherlich noch Schwindelchancen für Wirth gegeben. So wurde nichts aus dem Remis in der letzten Partie, denn Bonnes musste die Partie gewinnen, um wenigstens noch den vierten Punkt für Bergrheinfeld zu holen. Und tatsächlich vergriff sich Andreas im totremislichen Endspiel und setzte damit seine Partie und den Mannschaftssieg in den Sand.

Runde 1

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19.10. SC 1957 Bad Königshofen II SC Kitzingen 1905 II  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Müller Roland 1 Eckert Leo 0 Nachspielen
2 Mikliaeva Darja 1 Czeitschner Roland 0 Nachspielen
3 Böckler Michael ½ Volkamer Klaus ½ Nachspielen
4 Beyersdorf Gunter 0 Link Fabian 1 Nachspielen
5 Günsch Hans-Georg 1 Trapp Thomas 0 Nachspielen
6 Fischer Thomas 1 Degering Benedikt 0 Nachspielen
7 Hofmann Andreas 1 Degering Dr. Heinz 0 Nachspielen
8 Burzler Annette ½ Müller Ralf ½ Nachspielen

Nach dem Aufstieg in der Vorsaison diente dieses Auftaktmatch vor allem zur Positionsbestimmung. Der Sieg fiel schließlich viel klarer aus als von uns erhofft. Wir übernahmen damit gleich die Tabellenspitze. Im Nachhinein verlief der Kampf doch glatter, als es zuerst aussah. An den vorderen Brettern waren unsere Spieler unter Druck und in teilweise schlechteren Stellungen. Die ersten beiden Punkte für uns brachten dann aber offensichtlich Sicherheit für die Mitspieler. Hofmann gewann als erster, nachdem er mit einer Offensive am Damenflügel in den »gegnerischen Strafraum«, die 7. Reihe, eindrang und nach einem Patzer des Gegners die Dame erobern konnte. Günsch eroberte die ungedeckte Dame per Abzugsschach, indem er mit einer schönen Kombination die zuvor vollgestellte D-Linie freiräumte.

Roland Müller konnte als nächster seine Partie zu seinen Gunsten drehen. Der Gegner hatte unvorsichtigerweise die Königsstellung entblößt, was Roland sofort ausnutzte. Annette Burzler hatte zunächst Raumvorteil, doch die vernachlässigte Entwicklung rächte sich. Ihr Gegner opferte schließlich eine Qualität, um ein Dauerschach zu inszenieren. Wenig später entschied dann auch Darja Mikliaeva ihre Partie für sich, indem sie mit einem plötzlichen Damenausfall einen Springer und danach auch noch eine Qualität eroberte. Damit war der Sieg beim Zwischenstand von 4½-½ schon im Kasten.

Die interessanteste Partie hatte wohl unser jüngster Neuzugang Thomas Fischer auf dem Brett. Er musste sich mit seinem Läuferpaar gegen einen Springer und drei Mehrbauern durchsetzen, was er am Ende auch souverän tat. Die Mattsetzung mit dem Läuferpaar sieht man auch nur selten in der Praxis. Böckler konnte seine von außen skeptisch betrachtete Partie trotz des entfernten Freibauern des Gegners remis halten. Beyersdorf setzte wieder einmal den Schlusspunkt. Er vergriff sich in der Verteidigung und verlor einen Läufer. Nach langem Kampf um das Remis musste es sich doch geschlagen geben.

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