1. Mannschaft, Meister 2003/2004
Spielberichte nach Runden: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Stammspieler
Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die
persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.
| Spieler/in |
ELO | DWZ |
Ergebnis |
| |
Hofstetter Dr. |
Hans-Joachim |
2216 |
2176 |
4/8 |
| WGM |
Zakurdjaeva |
Irina |
2244 |
2304 |
1/3 |
| FM |
Kulagin |
Alexander |
2305 |
2278 |
1/1 |
| FM |
Pirs |
Matjaz |
2258 |
2125 |
6/9 |
| |
Sternheimer |
Erhard |
2222 |
2105 |
7½/9 |
| |
Frobenius |
Wolfram |
2196 |
2163 |
4/4 |
| |
Suren |
Peter |
2208 |
2068 |
3/5 |
| |
Jahrsdörfer |
Gerd |
2170 |
2102 |
6/9 |
| |
Mikliaeva |
Darja |
2084 |
2068 |
6½/9 |
| |
Müller |
Roland |
- |
1945 |
1½/2 |
| |
Müller |
Lutz |
- |
1916 |
2/2 |
| |
Müller |
Gerhard |
- |
1819 |
2/4 |
Ersatzspieler
| Spieler/in |
ELO | DWZ |
Ergebnis |
| |
Hodova |
Lucie |
2078 |
1892 |
1/3 |
| |
Böckler |
Michael |
- |
1787 |
½/2 |
| |
Fischer |
Thomas |
- |
1799 |
1/2 |
Spielberichte
Runde 9
Nach oben
Der Aufstieg ist geschafft! Mir diesem überzeugenden Sieg sicherten wir uns
die Meisterschaft. In dieser Höhe war er von uns bei weitem nicht erwartet worden, zumal
Burgsinn in dieser Saison immer vorne mit spielte. Die Vorgabe war klar: Ein 4-4 Unentschieden
reichte zur Meisterschaft, zumindest musste das Polster von 3,5 Brettpunkten gegenüber Hof
genutzt werden.
Nachdem Matjaz Pirs das ganze Wochenende volle Arbeit geleistet hatte mit Training, Vorbereitung
und Jugendförderung wickelte er nach ca. einer Stunde schon in ein Remis ab. Wenig
später folgte Altmeister Gerhard Müller mit einem weiteren erkämpften Remis.
Bis eine halbe Stunde vor der Zeitkontrolle blieb der Kampf dann aber völlig offen.
Zwischenzeitlich kam von Klingenberg die Kunde, dass es dort im Kampf gegen Hof 2,5-2,5 steht
und uns damit ebenfalls 2,5 Punkte zur Meisterschaft genügen würden.
Das motivierte. Peter Suren stand an Brett fünf unter Druck, an den anderen Brettern schien
es für uns langsam günstiger zu werden. In der Zeitnot überschlugen sich dann die
Ereignisse. Zuerst gewann Hofstetter eine Figur von Chandler, hatte aber nur noch 4 Minuten
für 12 Züge. Frobenius hatte bereits einen gedeckten Freibauern und konnte durch einen
taktischen Schlag einen Bauern gewinnen, was für den Partiegewinn ausreichte. Damit beendete
er die Saison mit der makellosen Bilanz von 4 aus 4 Punkten. Darja Mikliaeva machte den dritten
Punkt, der zum Meistertitel genügte. Sie konnte einen Königsangriff mit
einem Figurengewinn abschließen. In der Zeitnot stellte der Gegner noch einen Turm ein.
Jahrsdörfer fügte daraufhin einen weiteren Sieg zum Mannschaftsergebnis von 4-1 hinzu,
indem er seinen positionellen Vorteil mittels eines taktischen Tricks in einen doppelten
Bauerngewinn umwandeln konnte.
Erhard Sternheimer stellte mit seinem Punktgewinn den Mannschaftssieg sicher. Sein Gegner Scheid
hatte schon einen Bauern weniger, als ihm in Zeitnot ein Fingerfehler unterlief, der ihm eine Figur
kostete. Damit erspielte sich Erhard in dieser Saison eine Score von 7,5 aus 9 Punkten, was in
dieser Liga als sensationell zu werten ist und ihm wahrscheinlich um die 50 DZW-Punkte bringen
wird. Peter Suren, der in den vergangenen 5 Jahren mit der 1. Mannschaft nun 4 mal aufgestiegen
ist, fügte ein weiteres Remis hinzu, obwohl er zwischenzeitlich stark unter Druck geraten
war und schlechter stand. Den Schlußpunkt setzte Hofstetter, der seinen Vorteil durch die
Zeitnotschlacht retten konnte.
Runde 8
Nach oben
Diesmal lief es so richtig rund für uns. Dr. Hofstetter siegte (für diese
Klasse) relativ schnell nach 2,5 Stunden durch einen taktischen Schlag. Ihm folgte ein Remis von
Thomas Fischer. Hodova konnte einen guten Angriff mit dem Läuferpaar gegen den offenen
König inszenieren, doch etwas Zählbares sprang dann doch nicht heraus, und so remisierte
sie schließlich. Jahrsdörfers Partie war von vorneherein eine Remis-Partie. Keiner der
Gegner konnte je einen nennenswerten Vorteil herausarbeiten. Als es auf die Zeitnot zuging, stellte
der Gegner von Mikliaeva eine Figur ein. Allerdings stand Darja schon vorher klar besser. Becker
wehrte sich noch über 20 Züge, doch dann wickelte Darja in ein klar gewonnenes Endspiel
ab.
Zwar stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 3½-1½ für uns, doch mit den letzten
Partien hätte es sogar noch kippen können. Peter Suren hat wieder mal ein »Brett
in Flammen« angezündet und hätte eigentlich klar gewinnen müssen, doch er
übersah einen schönen Gewinnzug (32.Dxb7+ Kxb7 33.Sd6+) und wurde dann selbst mit Matt
bedroht, vor dem er sich gerade noch in ein Dauerschach retten konnte. Pirs stand die ganze Partie
leicht schlechter. Sein Gegner Wambach überzog jedoch seinen Angriff. So musste auch er mittels
Dauerschach ins Remis abwickeln. In einem ausgeglichenen Turmendspiel hat Sternheimer durch
geduldiges Lavieren einen Tropfen Wasser aus einem Stein gepresst. Er sammelte nach und nach
Stellungsverbesserungen, um dann doch einen Bauern zur gegnerischen Grundlinie durchzudrücken,
was den Sieg für ihn bedeutete.
Verfolger Hof büßte gegen Würzburg beide Punkte ein, wodurch wir vor dem letzten
Kampf gegen Burgsinn zwei Mannschaftspunkte und 3½ Brettpunkte Vorsprung haben. Damit
wäre der Aufstieg bereits mit einem Unentschieden in der letzten Runde im Sack.
Runde 7
Nach oben
Diesmal überzeugten wir auf ganzer Linie. Das Ergebnis fiel fast noch zu
knapp aus. Nach etwa 1,5 Stunden hatte Gerhard Müller als Reservist das anvisierte
Remis erreicht. Ihm folgte wenig später Pirs mit einem zweiten Remis. Zu diesem Zeitpunkt
war noch keine Tendenz erkennbar, doch eine Stunde später gewann Jahrsdörfer sein Spiel
gegen Ersoez, einer taktisch geprägten Partie mit beiderseitigen Chancen. Auch an den anderen
Brettern, insbesondere an den hinteren, zeichneten sich Vorteile für uns ab, so dass man
bereits hoffnungsfroh gestimmt war.
Kurz vor der Zeitkontrolle ging es dann Schlag auf Schlag: In Abständen von maximal fünf
Minuten brachten Sternheimer, Frobenius und Mikliaeva ihre Partien nach Hause, womit der Sack
bereits zu war. Auch die beiden letzten Partien ließen nicht mehr allzu lange auf sich
warten. Irina Zardjaeva besaß ebenfalls lange Zeit die bessere Stellung, doch im Willen,
den Sieg davonzutragen, überzog sie und setzte dabei ihr Spiel komplett in den Sand. Auch
Hofstetter verpasste eine gute Chance, einen Bauern zu gewinnen, der die Siegchancen wesentlich
verbessert hätte. In der komplizierten Stellung zog er am Ende doch noch den kürzeren.
Bereits vor der fünften Stunde war der Kampf vorbei, was für diese Liga respektive
Spielstärke ungewöhnlich schnell ist.
Runde 6
Nach oben
Knapp am Sieg vorbeigeschrammt und die Tabellenspitze an den heutigen
Gegner übergeben! Damit ist der angepeilte Aufstieg in die Landesliga in weite Ferne
gerückt und kann nur noch mit Schützenhilfe von Hofs nächsten Gegnern erreicht
werden. Zunächst sah es nach einem Sieg aus. Die Bretter 4 bis 7 hatten allesamt gute Stellungen.
An Brett zwei kam die Partie von Pirs nie über die Remisbreite hinaus. Sternheimer opferte
zunächst Bauern und dann noch einen Springer. Dieses Opfer nahm der Gegner aber nicht an und so
endete die Partie mit einer Zugwiederholung Remis.
Ersatzmann Böckler allerdings wehrte einen möglichen Dameneinfall des Gegners in
seine Stellung ungenügend ab. Ein Matt war noch nicht in Sicht, aber die Dame von Michael
wurde mitten auf dem Brett gefangen genommen, weshalb er aufgab. Hofstetter an Brett
eins hatte in der Eröffnung zuviel Zeit verbraucht, kam daraufhin bald in Zeitnot und
fand so beim Opferangriff seines Gegners nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge. Frobenius
stand die gesamte Partie über besser als sein Gegner und konnte diese schließlich
für sich entscheiden. Suren hatte im Mittelspiel die Bauernstruktur des Gegners regelrecht
zerfleddern können. Das resultierende Läuferendspiel war daraufhin leicht zu gewinnen.
Die Partien von Jahrsdörfer und Mikliaeva mussten den Kampf entscheiden. Gerd hatte einen
Bauern für einen starken Angriff geopfert. Dieser drang nicht durch, aber Gerd konnte die
Dame für Turm und Läufer erobern. In der Folgezeit erwies sich die Materialverteilung Dame
und Läufer gegen Turm und Läuferpaar aufgrund des guten Läuferpaars als ungünstig.
Plakadine konnte deshalb die Grundlinienschwäche von Jahrsdörfer ausnutzen, und zog die
Partie auf seine Seite. Auch Milkliaeva hatte zunächst Vorteil, verbrauchte aber
anschließend zuviel Bedenkzeit und die Partie kippte durch ihre Zeitnot. Das Endspiel war
theoretisch verloren, doch die Hofer schenkten ihr den halben Punkt, da man den Heimweg
antreten wollte.
Runde 5
Nach oben
Mit diesem Sieg konnten wir die Tabellenspitze übernehmen, nachdem
der bisherige Spitzenreiter Hof gegen die Schweinfurter Federn lassen musste. Der Kampf
selbst verlief überraschend glatt, auch wenn wir uns einen Sieg zugetraut hatten.
Sternheimer stand bereits nach der Eröffnung auf Gewinn. Er hatte einen Fehler seines
Gegners konsequent ausgenutzt und brachte seine Partie bereits nach eineinhalb Stunden nach
Hause. Da Pirs und Jahrsdörfer ebenfalls schon gut standen, nahm Hofstetter ein
angebotenes Remis an. Im weiteren Verlauf konnten Pirs und Jahrsdörfer ihre Partien
tatsächlich gewinnen. So stand es zur Zeitkontrolle bereits 3½-½.
Es sollte also an den restlichen Brettern noch ein Punkt zu sammeln sein. Doch Mikliaeva
stand bereits schlechter, die Partie von Frobenius war völlig unklar und Suren stand
ausgeglichen. Einzig Hodovas Partie gab Anlass zur Hoffnung. Doch dann konnte Frobenius
plötzlich die Lage für sich entscheiden und machte damit den Sack zu. Daraufhin
remisierte Suren, dessen Partie nie die Remisbreite überschritten hatte. Mikliaeva
musste die Waffen strecken, nachdem sie noch eine Gegenchanche verpasst hatte. Das Endspiel
mit drei Minusbauern war nicht zu halten. Hodovas Vorteil kippte weg, und sie musste noch
um's remis bangen. Dieses sicherte sie dann doch über ein Qualitätsopfer.
Runde 4
Nach oben
Wir konnten diesmal das bisher stärkste Team in dieser Saison
aufbieten. Das war aber auch nötig, zum einen, um den starken Schweinfurtern
Paroli zu bieten, und andererseits, um die diesmal am selben Tag spielende Zweite
nicht weiter zu schwächen. Und es hat sich gelohnt! Plötzlich spielen wir
um den Aufstieg, obwohl doch das erklärte Saisonziel der Klassenerhalt war, was
mit diesem Sieg wohl bereits erreicht wurde. Mit dem hohen Endstand von 6½-1½
hatten jedoch nicht einmal die kühnsten Optimisten bei uns gerechnet.
Nach etwa 1½ Stunden Kampf waren erste Tendenzen sichtbar. Jahrsdörfer
verbesserte seine Stellung sukzessive und setzte sich tief in der gegnerischen Stellung
fest. Als weiterer Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab sein Gegner Zschunke
auf. Irina Zakurdjaeva kam besser aus der Eröffnung und eroberte dann eine Qualität
und ein paar Züge weiter einen Bauern, beides unter Aufrechterhaltung ihrer Initiative.
Nachdem die Qualität sich in einen Läufer verwandelte, war die Partie aufgabereif.
Zur Zeitkontrolle stand es damit 2-0 für uns. Kurz darauf gab es zwei
Remisen von Suren und Sternheimer. Suren war zweimal einem Bauernverlust hinterher gelaufen,
hatte die Partie aber soweit im Griff, dass das Remis hielt. Erhard dagegen hatte sich in
einer hochtaktischen Partie einen erheblichen Vorteil erarbeitet, verpasste aber einige
Gewinnzüge. Schließlich gab er in der Zeitnot den Gewinn aus der Hand.
Die Partie von Darja Mikliaeva verlief ohne größere Höhepunkte. Darja stand
zunächst unter Druck, konnte sich jedoch gut verteidigen und hatte beim Friedensschluss
aufgrund des entfernten Frei- und Mehrbauern sogar die besseren Chancen. An Brett eins
hatte Hofstetter eine Leichtfigur gewonnen, aber die zentralen verbundenen Freibauern von
Kräußling wendeten das Blatt. Auch Pirs stand unter Druck und bei Kulagin war
nach langem Lavieren in geschlossener Stellung keine Entscheidung zu sehen. So roch es
zwischenzeitlich nach einem 4-4. Angesichts des guten Beginns wäre dies
enttäuschend gewesen.
Doch Kampf- und Teamgeist wendeten noch einmal das Blatt! Pirs fand mit 53...Lxe5 einen
schönen taktischen Schlag. Sein Gegner Fischer brachte daraufhin ein Qualitätsopfer,
um einen Freibauern ins Laufen zu bringen. Das Opfer verfing jedoch nicht und Pirs bekam den
Bauern unter Kontrolle, weshalb Fischer aufgab. Kräußling ließ den Freibauern
von Hofstetter sträflicherweise ziehen, anstatt in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern
abzuwickeln. So brachte »Isi« den Bauern doch noch durch und gewann
damit die Partie. Kulagins Königsangriff hatte inzwischen Konturen gewonnen, wobei
Seidens ihm sogar selbst die h-Linie öffnete. Mit dem wunderschönen Zug 62.e6 knackte
er schließlich die Königsstellung und entscheidender Materialverlust war für
Seidens unvermeidlich.
Runde 3
Nach oben
Es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Kampf.
Jahrsdörfer an Brett vier stand nach einer gewagten langen Rochade bald schlechter.
Dagegen hatte Lucie Hodova einen Angriff auf dem Brett. Nach etwa 2 Stunden
konnte man leichte Vorteile für unsere Seite sehen, doch in Stundesfrist
kippte der Kampf in Richtung Coburg. Hofstetter war in Materialnachteil, doch der
Gegner machte den Sack nicht zu (Fritz 8 zeigt für 33. Lxb7 oder einfach
33. Sxd8 bereits über 5 Bauerneinheiten an). Pirs
konnte nur in ein Remis abwickeln und Darja Mikliaeva geriet unter Druck.
Auch Roland Müller musste sich verteidigen. In Zeitnot verlor auch noch
Lucie ihre Parie. Gerhard Müller konnte trotz hochgradiger
Zeitnot remis halten. Der Zwischenstand von 2-1 für Coburg ungefähr zur
Zeitkontrolle stimmte bedenklich. Hofstetter hielt das remis, und Gerd verlor
nach sechs Stunden Kampf auf verlorenem Posten. Darja gab sich in ihrem
komplizierten Spiel mit Remis zufrieden, da sie es nicht wagte, mit nominellem
Materialnachteil (Läufer und Turm gegen Dame in besserer Stellung) auf
Gewinn zu spielen. Durch den Stand von 2-4 waren Roland Müller und Erhard
Sternheimer letztendlich dazu gezwungen, ihre besseren Stellungen noch zum
Gewinn zu verwandeln, was sie auch schafften. Nach dem Spielverlauf konnten
beide Mannschaften wohl mit dem Ergebnis zufrieden sein, da sowohl Sieg als
auch Niederlage für beide Seiten gleich möglich gewesen wären.
Runde 2
Nach oben
Der zweite Sieg im zweiten Kampf - ein perfekter Saisonstart. Schlüssel
zum Sieg war, dass alle Schwarz-Partien plangemäß remis gehalten werden konnten.
Nach der kurzfristigen Absage von Frobenius gingen wir wiederum ersatzgeschwächt an den
Start. An Brett 2 gewann Matjaz Pirs schnell einen Bauern. Die Verwertung im weiteren
Partieverlauf gestaltete sich jedoch schwierig und so einigte man sich bald auf Remis. Lutz
Müller konnte seinen Angriff durchdrücken und trug damit einen schnellen Sieg davon.
Nach komplettem Abtausch erreichte Roland Müller in einem relativ einfachen
Bauernendspiel das Remis. Sternheimer hatte mit seiner Partie keine Probleme. Mit einer
geschickt gestellten Falle gewann er eine Figur. Der Rest war dann Sache der Technik. Der
Zwischenstand mit 3-1 sah bereits gut für uns aus.
Darja Miklieaeva konnte nach komplizierter Stellung im Mittelspiel den entscheidenden Vorteil
erreichen und später dann mit zwei Türmen für zwei Leichtfiguren zügig
gewinnen. Nachdem Irina Zakurdjaeva gegen den Spitzenspieler von Kulmbach verloren hatte,
brauchten wir noch einen halben Punkt für den Sieg. Die Entscheidung der zwei restlichen
Partien zogen sich dann noch lange hinaus. Jahrsdörfer hielt sein Läuferendspiel
trotz eines Minusbauerns remis. Damit war der Sieg unter Dach und Fach. Die letzte Partie
hatte Altmeister Gerhard Müller zu bestreiten. Mit zwei Leichtfiguren für einen
Turm konnte er als Schwarzer in Vorteil kommen, fand aber in der letzen Partiephase nicht die
richtige Fortsetzung und konnte dann doch noch ein Remis erreichen.
Runde 1
Nach oben
Das Auftaktspiel fiel deutlich besser als erwartet aus. Angesichts einer
wiederum ersatzgeschwächten Mannschaft war man vor dem Kampf skeptisch und rechnete
eher mit einer Aussenseiterchance, nicht jedoch mit einem klaren Sieg. Ein Grund für
diesen war sicherlich, dass sich die Neuzugänge Pirs, Mikliaeva und Fischer gleich
gut einfügten und punkteten. Ein weiterer Grund war, dass auch trotz Ersatzschwächung
an den hinteren Brettern gepunktet wurde, wo in der vergangenen Saison oftmals die
Achillesferse der Mannschaft lag.
Hofstetter konnte sich aus bedrängter Stellung zunächst etwas befreien, übersah
aber dann ein dreizügiges Matt. Pirs überzeugte auf ganzer Linie. Ohne seinem Gegner
ernsthafte Chancen in der geschlossenen Partie zu überlassen, drang er über die
H-Linie in dessen Stellung ein und sicherte einen ungefährdeten Sieg. Nach einer
Abtauschorgie befand sich die Partie von Erhard Sternheimer bereits im 24. Zug in einem
Standard-Turmendspiel. Erhard konnte dieses trotz des Minusbauern remis halten.
Jahrsdörfer kreiste einen vorwitzigen Turm des Gegners ein und eroberte die Qualität.
Ein Figureneinsteller des Gegners in beiderseits hochgradiger Zeitnot entschied die Partie dann
abrupt. Darja Mikliaeva konnte im frühen Endspiel zunächst einen und später einen
weiteren Bauern erobern. Der entstandene Freibauer rückte schließlich unaufhaltsam
zur Grundlinie vor. Die weiter vorgerückten Freibauern entschieden für Lutz
Müller die Partie. Ein solches Endspiel mit 3 gegen 3 Freibauern sieht man auch nicht
allzu oft. An den beiden hinteren Brettern kam der Friedensschluss recht bald, wobei unsere
Spieler, insbesondere Böckler, die etwas besseren Stellungen hatten. Eine kleine Randnotiz:
In vier Partien verzichteten unsere Spieler freiwillig oder gezwungenermaßen auf die
Rochade - eine hohe Quote.