1. Mannschaft, Meister 2003/2004

Klasse: Regionalliga Nord/West Aktuelle Tabelle Rundenplan
Saisonziel: Guter Mittelfeldplatz Aktuelle Ergebnisse Spieltermine - Übersicht
  Vorsaison
Mannschaftsführer:  , Keßlerstraße 28, 97631 Bad Königshofen, Tel.: 09761/2452

Spielberichte nach Runden:  1  2  3  4  5  6  7  8  9

Stammspieler

Die Reihenfolge richtet sich nach dem Platz auf der Mannschaftsmeldeliste. Die persönlichen Ergebnisse berücksichtigen keine kampflosen Punkte.

Spieler/in ELO DWZ Ergebnis
  Hofstetter Dr. Hans-Joachim 2216 2176 4/8
WGM Zakurdjaeva Irina 2244 2304 1/3
FM Kulagin Alexander 2305 2278 1/1
FM Pirs Matjaz 2258 2125 6/9
  Sternheimer Erhard 2222 2105 7½/9
  Frobenius Wolfram 2196 2163 4/4
  Suren Peter 2208 2068 3/5
  Jahrsdörfer Gerd 2170 2102 6/9
  Mikliaeva Darja 2084 2068 6½/9
  Müller Roland - 1945 1½/2
  Müller Lutz - 1916 2/2
  Müller Gerhard - 1819 2/4

Ersatzspieler

Spieler/in ELO DWZ Ergebnis
  Hodova Lucie 2078 1892 1/3
  Böckler Michael - 1787 ½/2
  Fischer Thomas - 1799 1/2

Spielberichte

Runde 9

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25.04. Array  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Chandler Patrick 0 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Nachspielen
2 Kunz Konstantin ½ Pirs Matjaz ½ Nachspielen
3 Scheidt Karlheinz 0 Sternheimer Erhard 1 Nachspielen
4 Seeger Werner 0 Frobenius Wolfram 1 Nachspielen
5 Gutzeit Kurt ½ Suren Peter ½ Nachspielen
6 Rützel Wolfgang 0 Jahrsdörfer Gerd 1 Nachspielen
7 Tratberger Rainer 0 Mikliaeva Darja 1 Nachspielen
8 Ceming Bernhard ½ Müller Gerhard ½ Nachspielen

Der Aufstieg ist geschafft! Mir diesem überzeugenden Sieg sicherten wir uns die Meisterschaft. In dieser Höhe war er von uns bei weitem nicht erwartet worden, zumal Burgsinn in dieser Saison immer vorne mit spielte. Die Vorgabe war klar: Ein 4-4 Unentschieden reichte zur Meisterschaft, zumindest musste das Polster von 3,5 Brettpunkten gegenüber Hof genutzt werden.

Nachdem Matjaz Pirs das ganze Wochenende volle Arbeit geleistet hatte mit Training, Vorbereitung und Jugendförderung wickelte er nach ca. einer Stunde schon in ein Remis ab. Wenig später folgte Altmeister Gerhard Müller mit einem weiteren erkämpften Remis. Bis eine halbe Stunde vor der Zeitkontrolle blieb der Kampf dann aber völlig offen. Zwischenzeitlich kam von Klingenberg die Kunde, dass es dort im Kampf gegen Hof 2,5-2,5 steht und uns damit ebenfalls 2,5 Punkte zur Meisterschaft genügen würden.

Das motivierte. Peter Suren stand an Brett fünf unter Druck, an den anderen Brettern schien es für uns langsam günstiger zu werden. In der Zeitnot überschlugen sich dann die Ereignisse. Zuerst gewann Hofstetter eine Figur von Chandler, hatte aber nur noch 4 Minuten für 12 Züge. Frobenius hatte bereits einen gedeckten Freibauern und konnte durch einen taktischen Schlag einen Bauern gewinnen, was für den Partiegewinn ausreichte. Damit beendete er die Saison mit der makellosen Bilanz von 4 aus 4 Punkten. Darja Mikliaeva machte den dritten Punkt, der zum Meistertitel genügte. Sie konnte einen Königsangriff mit einem Figurengewinn abschließen. In der Zeitnot stellte der Gegner noch einen Turm ein. Jahrsdörfer fügte daraufhin einen weiteren Sieg zum Mannschaftsergebnis von 4-1 hinzu, indem er seinen positionellen Vorteil mittels eines taktischen Tricks in einen doppelten Bauerngewinn umwandeln konnte.

Erhard Sternheimer stellte mit seinem Punktgewinn den Mannschaftssieg sicher. Sein Gegner Scheid hatte schon einen Bauern weniger, als ihm in Zeitnot ein Fingerfehler unterlief, der ihm eine Figur kostete. Damit erspielte sich Erhard in dieser Saison eine Score von 7,5 aus 9 Punkten, was in dieser Liga als sensationell zu werten ist und ihm wahrscheinlich um die 50 DZW-Punkte bringen wird. Peter Suren, der in den vergangenen 5 Jahren mit der 1. Mannschaft nun 4 mal aufgestiegen ist, fügte ein weiteres Remis hinzu, obwohl er zwischenzeitlich stark unter Druck geraten war und schlechter stand. Den Schlußpunkt setzte Hofstetter, der seinen Vorteil durch die Zeitnotschlacht retten konnte.

Runde 8

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28.03. SC 1957 Bad Königshofen SK Klingenberg 1982  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Strobel Walter 0 Nachspielen
2 Pirs Matjaz ½ Wambach Jürgen ½ Nachspielen
3 Sternheimer Erhard 1 Kraich Klaus 0 Nachspielen
4 Suren Peter ½ Zöller Bernd ½ Nachspielen
5 Jahrsdörfer Gerd ½ Link Klaus ½ Nachspielen
6 Mikliaeva Darja 1 Becker Thomas 0 Nachspielen
7 Hodova Lucie ½ Süß Mirco ½ Nachspielen
8 Fischer Thomas ½ Gies Hans-Jörg ½ Nachspielen

Diesmal lief es so richtig rund für uns. Dr. Hofstetter siegte (für diese Klasse) relativ schnell nach 2,5 Stunden durch einen taktischen Schlag. Ihm folgte ein Remis von Thomas Fischer. Hodova konnte einen guten Angriff mit dem Läuferpaar gegen den offenen König inszenieren, doch etwas Zählbares sprang dann doch nicht heraus, und so remisierte sie schließlich. Jahrsdörfers Partie war von vorneherein eine Remis-Partie. Keiner der Gegner konnte je einen nennenswerten Vorteil herausarbeiten. Als es auf die Zeitnot zuging, stellte der Gegner von Mikliaeva eine Figur ein. Allerdings stand Darja schon vorher klar besser. Becker wehrte sich noch über 20 Züge, doch dann wickelte Darja in ein klar gewonnenes Endspiel ab.

Zwar stand es zu diesem Zeitpunkt bereits 3½-1½ für uns, doch mit den letzten Partien hätte es sogar noch kippen können. Peter Suren hat wieder mal ein »Brett in Flammen« angezündet und hätte eigentlich klar gewinnen müssen, doch er übersah einen schönen Gewinnzug (32.Dxb7+ Kxb7 33.Sd6+) und wurde dann selbst mit Matt bedroht, vor dem er sich gerade noch in ein Dauerschach retten konnte. Pirs stand die ganze Partie leicht schlechter. Sein Gegner Wambach überzog jedoch seinen Angriff. So musste auch er mittels Dauerschach ins Remis abwickeln. In einem ausgeglichenen Turmendspiel hat Sternheimer durch geduldiges Lavieren einen Tropfen Wasser aus einem Stein gepresst. Er sammelte nach und nach Stellungsverbesserungen, um dann doch einen Bauern zur gegnerischen Grundlinie durchzudrücken, was den Sieg für ihn bedeutete.

Verfolger Hof büßte gegen Würzburg beide Punkte ein, wodurch wir vor dem letzten Kampf gegen Burgsinn zwei Mannschaftspunkte und 3½ Brettpunkte Vorsprung haben. Damit wäre der Aufstieg bereits mit einem Unentschieden in der letzten Runde im Sack.

Runde 7

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07.03. SV Würzburg 1865 II SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Bräutigam Thomas 1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 0 Nachspielen
2 Poppe Heiko 1 Zakurdjaeva Irina 0 Nachspielen
3 Kuhn Norbert ½ Pirs Matjaz ½ Nachspielen
4 Vogt Thomas 0 Sternheimer Erhard 1 Nachspielen
5 Stockmann Rainer 0 Frobenius Wolfram 1 Nachspielen
6 Ersoez Can 0 Jahrsdörfer Gerd 1 Nachspielen
7 Kinkelin Ulrich 0 Mikliaeva Darja 1 Nachspielen
8 Seubert Karl ½ Müller Gerhard ½ Nachspielen

Diesmal überzeugten wir auf ganzer Linie. Das Ergebnis fiel fast noch zu knapp aus. Nach etwa 1,5 Stunden hatte Gerhard Müller als Reservist das anvisierte Remis erreicht. Ihm folgte wenig später Pirs mit einem zweiten Remis. Zu diesem Zeitpunkt war noch keine Tendenz erkennbar, doch eine Stunde später gewann Jahrsdörfer sein Spiel gegen Ersoez, einer taktisch geprägten Partie mit beiderseitigen Chancen. Auch an den anderen Brettern, insbesondere an den hinteren, zeichneten sich Vorteile für uns ab, so dass man bereits hoffnungsfroh gestimmt war.

Kurz vor der Zeitkontrolle ging es dann Schlag auf Schlag: In Abständen von maximal fünf Minuten brachten Sternheimer, Frobenius und Mikliaeva ihre Partien nach Hause, womit der Sack bereits zu war. Auch die beiden letzten Partien ließen nicht mehr allzu lange auf sich warten. Irina Zardjaeva besaß ebenfalls lange Zeit die bessere Stellung, doch im Willen, den Sieg davonzutragen, überzog sie und setzte dabei ihr Spiel komplett in den Sand. Auch Hofstetter verpasste eine gute Chance, einen Bauern zu gewinnen, der die Siegchancen wesentlich verbessert hätte. In der komplizierten Stellung zog er am Ende doch noch den kürzeren. Bereits vor der fünften Stunde war der Kampf vorbei, was für diese Liga respektive Spielstärke ungewöhnlich schnell ist.

Runde 6

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15.02. SC 1957 Bad Königshofen PTSV-SK 1892 Hof  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 0 Schindler Viktor 1 Nachspielen
2 Pirs Matjaz ½ Seidel Michael ½ Nachspielen
3 Sternheimer Erhard ½ Hertel Hans ½ Nachspielen
4 Frobenius Wolfram 1 Schleupner Kurt 0 Nachspielen
5 Suren Peter 1 Wüst Dr. Michael 0 Nachspielen
6 Jahrsdörfer Gerd 0 Plakidine Alexej 1 Nachspielen
7 Mikliaeva Darja ½ Artamonow Sergej ½ Nachspielen
8 Böckler Michael 0 Popov Roman 1 Nachspielen

Knapp am Sieg vorbeigeschrammt und die Tabellenspitze an den heutigen Gegner übergeben! Damit ist der angepeilte Aufstieg in die Landesliga in weite Ferne gerückt und kann nur noch mit Schützenhilfe von Hofs nächsten Gegnern erreicht werden. Zunächst sah es nach einem Sieg aus. Die Bretter 4 bis 7 hatten allesamt gute Stellungen. An Brett zwei kam die Partie von Pirs nie über die Remisbreite hinaus. Sternheimer opferte zunächst Bauern und dann noch einen Springer. Dieses Opfer nahm der Gegner aber nicht an und so endete die Partie mit einer Zugwiederholung Remis.

Ersatzmann Böckler allerdings wehrte einen möglichen Dameneinfall des Gegners in seine Stellung ungenügend ab. Ein Matt war noch nicht in Sicht, aber die Dame von Michael wurde mitten auf dem Brett gefangen genommen, weshalb er aufgab. Hofstetter an Brett eins hatte in der Eröffnung zuviel Zeit verbraucht, kam daraufhin bald in Zeitnot und fand so beim Opferangriff seines Gegners nicht mehr die richtigen Verteidigungszüge. Frobenius stand die gesamte Partie über besser als sein Gegner und konnte diese schließlich für sich entscheiden. Suren hatte im Mittelspiel die Bauernstruktur des Gegners regelrecht zerfleddern können. Das resultierende Läuferendspiel war daraufhin leicht zu gewinnen.

Die Partien von Jahrsdörfer und Mikliaeva mussten den Kampf entscheiden. Gerd hatte einen Bauern für einen starken Angriff geopfert. Dieser drang nicht durch, aber Gerd konnte die Dame für Turm und Läufer erobern. In der Folgezeit erwies sich die Materialverteilung Dame und Läufer gegen Turm und Läuferpaar aufgrund des guten Läuferpaars als ungünstig. Plakadine konnte deshalb die Grundlinienschwäche von Jahrsdörfer ausnutzen, und zog die Partie auf seine Seite. Auch Milkliaeva hatte zunächst Vorteil, verbrauchte aber anschließend zuviel Bedenkzeit und die Partie kippte durch ihre Zeitnot. Das Endspiel war theoretisch verloren, doch die Hofer schenkten ihr den halben Punkt, da man den Heimweg antreten wollte.

Runde 5

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18.01. SC 1957 Bad Königshofen Kronacher SK 1882  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim ½ Breithut Kurt-Georg ½ Nachspielen
2 Pirs Matjaz 1 Stauch Edgar 0 Nachspielen
3 Sternheimer Erhard 1 Murmann Andreas 0 Nachspielen
4 Frobenius Wolfram 1 Herdin Hans-Ulrich 0 Nachspielen
5 Suren Peter ½ Hohner Karl-Heinz ½ Nachspielen
6 Jahrsdörfer Gerd 1 Becker Alexander 0 Nachspielen
7 Mikliaeva Darja 0 Weigand Hans-Christian 1 Nachspielen
8 Hodova Lucie ½ Lechleitner Walter ½ Nachspielen

Mit diesem Sieg konnten wir die Tabellenspitze übernehmen, nachdem der bisherige Spitzenreiter Hof gegen die Schweinfurter Federn lassen musste. Der Kampf selbst verlief überraschend glatt, auch wenn wir uns einen Sieg zugetraut hatten. Sternheimer stand bereits nach der Eröffnung auf Gewinn. Er hatte einen Fehler seines Gegners konsequent ausgenutzt und brachte seine Partie bereits nach eineinhalb Stunden nach Hause. Da Pirs und Jahrsdörfer ebenfalls schon gut standen, nahm Hofstetter ein angebotenes Remis an. Im weiteren Verlauf konnten Pirs und Jahrsdörfer ihre Partien tatsächlich gewinnen. So stand es zur Zeitkontrolle bereits 3½-½.

Es sollte also an den restlichen Brettern noch ein Punkt zu sammeln sein. Doch Mikliaeva stand bereits schlechter, die Partie von Frobenius war völlig unklar und Suren stand ausgeglichen. Einzig Hodovas Partie gab Anlass zur Hoffnung. Doch dann konnte Frobenius plötzlich die Lage für sich entscheiden und machte damit den Sack zu. Daraufhin remisierte Suren, dessen Partie nie die Remisbreite überschritten hatte. Mikliaeva musste die Waffen strecken, nachdem sie noch eine Gegenchanche verpasst hatte. Das Endspiel mit drei Minusbauern war nicht zu halten. Hodovas Vorteil kippte weg, und sie musste noch um's remis bangen. Dieses sicherte sie dann doch über ein Qualitätsopfer.

Runde 4

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14.12. SK Schweinfurt 2000 SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Kräußling Andreas 0 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 1 Nachspielen
2 Oechslein Rainer 0 Zakurdjaeva Irina 1 Nachspielen
3 Seidens Udo 0 Kulagin Alexander 1 Nachspielen
4 Fischer Emil 0 Pirs Matjaz 1 Nachspielen
5 Rink Christian ½ Sternheimer Erhard ½ Nachspielen
6 Dittmann Rainer ½ Suren Peter ½ Nachspielen
7 Zschunke Werner 0 Jahrsdörfer Gerd 1 Nachspielen
8 Kügel Konrad ½ Mikliaeva Darja ½ Nachspielen

Wir konnten diesmal das bisher stärkste Team in dieser Saison aufbieten. Das war aber auch nötig, zum einen, um den starken Schweinfurtern Paroli zu bieten, und andererseits, um die diesmal am selben Tag spielende Zweite nicht weiter zu schwächen. Und es hat sich gelohnt! Plötzlich spielen wir um den Aufstieg, obwohl doch das erklärte Saisonziel der Klassenerhalt war, was mit diesem Sieg wohl bereits erreicht wurde. Mit dem hohen Endstand von 6½-1½ hatten jedoch nicht einmal die kühnsten Optimisten bei uns gerechnet.

Nach etwa 1½ Stunden Kampf waren erste Tendenzen sichtbar. Jahrsdörfer verbesserte seine Stellung sukzessive und setzte sich tief in der gegnerischen Stellung fest. Als weiterer Materialverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab sein Gegner Zschunke auf. Irina Zakurdjaeva kam besser aus der Eröffnung und eroberte dann eine Qualität und ein paar Züge weiter einen Bauern, beides unter Aufrechterhaltung ihrer Initiative. Nachdem die Qualität sich in einen Läufer verwandelte, war die Partie aufgabereif. Zur Zeitkontrolle stand es damit 2-0 für uns. Kurz darauf gab es zwei Remisen von Suren und Sternheimer. Suren war zweimal einem Bauernverlust hinterher gelaufen, hatte die Partie aber soweit im Griff, dass das Remis hielt. Erhard dagegen hatte sich in einer hochtaktischen Partie einen erheblichen Vorteil erarbeitet, verpasste aber einige Gewinnzüge. Schließlich gab er in der Zeitnot den Gewinn aus der Hand.

Die Partie von Darja Mikliaeva verlief ohne größere Höhepunkte. Darja stand zunächst unter Druck, konnte sich jedoch gut verteidigen und hatte beim Friedensschluss aufgrund des entfernten Frei- und Mehrbauern sogar die besseren Chancen. An Brett eins hatte Hofstetter eine Leichtfigur gewonnen, aber die zentralen verbundenen Freibauern von Kräußling wendeten das Blatt. Auch Pirs stand unter Druck und bei Kulagin war nach langem Lavieren in geschlossener Stellung keine Entscheidung zu sehen. So roch es zwischenzeitlich nach einem 4-4. Angesichts des guten Beginns wäre dies enttäuschend gewesen.

Doch Kampf- und Teamgeist wendeten noch einmal das Blatt! Pirs fand mit 53...Lxe5 einen schönen taktischen Schlag. Sein Gegner Fischer brachte daraufhin ein Qualitätsopfer, um einen Freibauern ins Laufen zu bringen. Das Opfer verfing jedoch nicht und Pirs bekam den Bauern unter Kontrolle, weshalb Fischer aufgab. Kräußling ließ den Freibauern von Hofstetter sträflicherweise ziehen, anstatt in ein Turmendspiel mit zwei Mehrbauern abzuwickeln. So brachte »Isi« den Bauern doch noch durch und gewann damit die Partie. Kulagins Königsangriff hatte inzwischen Konturen gewonnen, wobei Seidens ihm sogar selbst die h-Linie öffnete. Mit dem wunderschönen Zug 62.e6 knackte er schließlich die Königsstellung und entscheidender Materialverlust war für Seidens unvermeidlich.

Runde 3

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23.11. SC 1957 Bad Königshofen SV Coburg  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim ½ Braun Siegmund ½ Nachspielen
2 Pirs Matjaz ½ Scheringer Dietrich ½ Nachspielen
3 Sternheimer Erhard 1 Lengerer Peter 0 Nachspielen
4 Jahrsdörfer Gerd 0 Müller Christian 1 Nachspielen
5 Mikliaeva Darja ½ Reer Erdmann ½ Nachspielen
6 Hodova Lucie 0 Elzinger Wilfried 1 Nachspielen
7 Müller Roland 1 Kunick Roland 0 Nachspielen
8 Müller Gerhard ½ Werner Alfred ½ Nachspielen

Es entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener Kampf. Jahrsdörfer an Brett vier stand nach einer gewagten langen Rochade bald schlechter. Dagegen hatte Lucie Hodova einen Angriff auf dem Brett. Nach etwa 2 Stunden konnte man leichte Vorteile für unsere Seite sehen, doch in Stundesfrist kippte der Kampf in Richtung Coburg. Hofstetter war in Materialnachteil, doch der Gegner machte den Sack nicht zu (Fritz 8 zeigt für 33. Lxb7 oder einfach 33. Sxd8 bereits über 5 Bauerneinheiten an). Pirs konnte nur in ein Remis abwickeln und Darja Mikliaeva geriet unter Druck. Auch Roland Müller musste sich verteidigen. In Zeitnot verlor auch noch Lucie ihre Parie. Gerhard Müller konnte trotz hochgradiger Zeitnot remis halten. Der Zwischenstand von 2-1 für Coburg ungefähr zur Zeitkontrolle stimmte bedenklich. Hofstetter hielt das remis, und Gerd verlor nach sechs Stunden Kampf auf verlorenem Posten. Darja gab sich in ihrem komplizierten Spiel mit Remis zufrieden, da sie es nicht wagte, mit nominellem Materialnachteil (Läufer und Turm gegen Dame in besserer Stellung) auf Gewinn zu spielen. Durch den Stand von 2-4 waren Roland Müller und Erhard Sternheimer letztendlich dazu gezwungen, ihre besseren Stellungen noch zum Gewinn zu verwandeln, was sie auch schafften. Nach dem Spielverlauf konnten beide Mannschaften wohl mit dem Ergebnis zufrieden sein, da sowohl Sieg als auch Niederlage für beide Seiten gleich möglich gewesen wären.

Runde 2

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02.11. SK 1907 Kulmbach SC 1957 Bad Königshofen  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
  Download als PGN-Datei 3 Download als CBV-Datei 5  
1 Haba Zdenek 1 Zakurdjaeva Irina 0 Nachspielen
2 Rehak Martin ½ Pirs Matjaz ½ Nachspielen
3 Janda Pavel 0 Sternheimer Erhard 1 Nachspielen
4 Öhrlein Thomas ½ Jahrsdörfer Gerd ½ Nachspielen
5 Siegert Wolfgang 0 Mikliaeva Darja 1 Nachspielen
6 Schweizer, Dr. Wolfgang ½ Müller Roland ½ Nachspielen
7 Weiß Frank 0 Müller Lutz 1 Nachspielen
8 Götschel Sebastian ½ Müller Gerhard ½ Nachspielen

Der zweite Sieg im zweiten Kampf - ein perfekter Saisonstart. Schlüssel zum Sieg war, dass alle Schwarz-Partien plangemäß remis gehalten werden konnten. Nach der kurzfristigen Absage von Frobenius gingen wir wiederum ersatzgeschwächt an den Start. An Brett 2 gewann Matjaz Pirs schnell einen Bauern. Die Verwertung im weiteren Partieverlauf gestaltete sich jedoch schwierig und so einigte man sich bald auf Remis. Lutz Müller konnte seinen Angriff durchdrücken und trug damit einen schnellen Sieg davon. Nach komplettem Abtausch erreichte Roland Müller in einem relativ einfachen Bauernendspiel das Remis. Sternheimer hatte mit seiner Partie keine Probleme. Mit einer geschickt gestellten Falle gewann er eine Figur. Der Rest war dann Sache der Technik. Der Zwischenstand mit 3-1 sah bereits gut für uns aus.

Darja Miklieaeva konnte nach komplizierter Stellung im Mittelspiel den entscheidenden Vorteil erreichen und später dann mit zwei Türmen für zwei Leichtfiguren zügig gewinnen. Nachdem Irina Zakurdjaeva gegen den Spitzenspieler von Kulmbach verloren hatte, brauchten wir noch einen halben Punkt für den Sieg. Die Entscheidung der zwei restlichen Partien zogen sich dann noch lange hinaus. Jahrsdörfer hielt sein Läuferendspiel trotz eines Minusbauerns remis. Damit war der Sieg unter Dach und Fach. Die letzte Partie hatte Altmeister Gerhard Müller zu bestreiten. Mit zwei Leichtfiguren für einen Turm konnte er als Schwarzer in Vorteil kommen, fand aber in der letzen Partiephase nicht die richtige Fortsetzung und konnte dann doch noch ein Remis erreichen.

Runde 1

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12.10. SC 1957 Bad Königshofen SC Kitzingen 05  
Brett Name Vorname Ergebnis Name Vorname Ergebnis Partie
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1 Hofstetter Dr. Hans-Joachim 0 Kannenberg Karl Heinz 1 Nachspielen
2 Pirs Matjaz 1 Gernert Ingolf 0 Nachspielen
3 Sternheimer Erhard ½ Kliche Alexander ½ Nachspielen
4 Jahrsdörfer Gerd 1 Kwossek Georg 0 Nachspielen
5 Mikliaeva Darja 1 Basel Matthias 0 Nachspielen
6 Müller Lutz 1 Nußbaumer Hans 0 Nachspielen
7 Böckler Michael ½ Kwossek Martin ½ Nachspielen
8 Fischer Thomas ½ Buchinger Bernd ½ Nachspielen

Das Auftaktspiel fiel deutlich besser als erwartet aus. Angesichts einer wiederum ersatzgeschwächten Mannschaft war man vor dem Kampf skeptisch und rechnete eher mit einer Aussenseiterchance, nicht jedoch mit einem klaren Sieg. Ein Grund für diesen war sicherlich, dass sich die Neuzugänge Pirs, Mikliaeva und Fischer gleich gut einfügten und punkteten. Ein weiterer Grund war, dass auch trotz Ersatzschwächung an den hinteren Brettern gepunktet wurde, wo in der vergangenen Saison oftmals die Achillesferse der Mannschaft lag.

Hofstetter konnte sich aus bedrängter Stellung zunächst etwas befreien, übersah aber dann ein dreizügiges Matt. Pirs überzeugte auf ganzer Linie. Ohne seinem Gegner ernsthafte Chancen in der geschlossenen Partie zu überlassen, drang er über die H-Linie in dessen Stellung ein und sicherte einen ungefährdeten Sieg. Nach einer Abtauschorgie befand sich die Partie von Erhard Sternheimer bereits im 24. Zug in einem Standard-Turmendspiel. Erhard konnte dieses trotz des Minusbauern remis halten. Jahrsdörfer kreiste einen vorwitzigen Turm des Gegners ein und eroberte die Qualität. Ein Figureneinsteller des Gegners in beiderseits hochgradiger Zeitnot entschied die Partie dann abrupt. Darja Mikliaeva konnte im frühen Endspiel zunächst einen und später einen weiteren Bauern erobern. Der entstandene Freibauer rückte schließlich unaufhaltsam zur Grundlinie vor. Die weiter vorgerückten Freibauern entschieden für Lutz Müller die Partie. Ein solches Endspiel mit 3 gegen 3 Freibauern sieht man auch nicht allzu oft. An den beiden hinteren Brettern kam der Friedensschluss recht bald, wobei unsere Spieler, insbesondere Böckler, die etwas besseren Stellungen hatten. Eine kleine Randnotiz: In vier Partien verzichteten unsere Spieler freiwillig oder gezwungenermaßen auf die Rochade - eine hohe Quote.

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